Aktuell HOHE LUFT Interview Leseprobe

»Die Moderne ist unglaublich anstrengend«

Seit dem Ausstieg Mesut Özils aus der Fußball-Nationalmannschaft und seinem Vorwurf, rassistische Anfeindungen erlebt zu haben, wird wieder über Rassismus diskutiert. Unter dem Hashtag #metwo […]

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Aktuell HOHE LUFT Leseprobe Politik

Der Populist in uns

»Populisten sind die Pest«, so etwas sagt sich ganz leicht. Aber neigen wir nicht alle dazu, Dinge zu vereinfachen? Wenn wir den Populismus bekämpfen wollen, […]

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Hohe Luft Online Symposion

Beim Symposion versammelten sich die Freunde des Sokrates, um in Ruhe und Gelassenheit sowie mit der gebotenen Ausführlichkeit ein Thema zu diskutieren. Sie wollten nicht schnelle Antworten vom großen Meister, statt dessen versuchten sie, einen Begriff, einen Gegenstand nach allen Richtungen auszuleuchten um eine Einsicht über sein Wesen, genauer, über die Vielfalt der Zusammenhänge seiner Erscheinungen, zu bekommen. Den ganzen Artikel lesen

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Mir doch egal! Heft 1/2018 ist da

Wo Aufmerksamkeit so knapp ist wie in unserer digitalisierten Gesellschaft, drängt sich uns jede Kleinigkeit als besonders wichtig auf. Doch dass wir dadurch den Blick für das Wesentliche verlieren, wussten schon die antiken Stoiker. Um die Frage, was uns heute egal sein kann und was uns vielleicht sogar egal sein sollte dreht sich unser neuer Titelessay.

Außerdem im neuen Heft: Medien sind unverzichtbar für den demokratischen Meinungsbildungsprozess. Doch wie passt dieses Bild der »vierten Gewalt« mit den Ansprüchen an Medienunternehmen zusammen, möglichst neutral zu berichten, gleichzeitig zu unterhalten und Geld zu verdienen? Was können wir von Medien überhaupt erwarten – und was nicht?

Weitere Themen: Das Paradox der Selbsttäuschung. Kosmismus – der bessere Transhumanismus. Darf man sich fremde Kulturen aneignen? Über die Transzendenz. Macht Hedonismus glücklich? Die Tugend des Faulseins. Und im Interview spricht der große Idealist Dieter Henrich über das Rätsel der Subjektivität.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre!

… und hier finden Sie unseren Online-Shop.

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Reflexe #11: Die Kraft der Sprache

In der neuen Folge seiner »Reflexe«-Kolumne befasst sich Jörg Friedrich mit Charles Taylors Kritik an der Analytischen Philosophie und bezieht gegen ein enges Verständnis vom »richtigen Sprechen« Stellung. 

Was ist Logik? Heute herrscht allgemein die Vorstellung, Logik sei die Lehre vom formal korrekten Sprechen und Schließen. In der Logik, so meint man, treffen sich die Philosophie und die Mathematik. In dieser Sicht hat die Logik von der Mathematik das formal Exakte, während sie von der Philosophie das grundsätzliche Fragen nach den Bedingungen der Möglichkeit des richtigen Urteilens und Schlussfolgern habe.

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Ethik für alle – HOHE LUFT kompakt #5

Die Ethik ist in aller Munde. Alle rufen nach ihr, überall verlangt man nach ihren Antworten, ob es um Automobile geht oder Großtwitterer Donald Trump. Von der Wirtschaft zur Politik – bei großen gesellschaftlichen Fragen scheint es immer irgendwie um Ethik zu gehen. Aber haben sie sich schon mal gefragt, was dieser Begriff mit Ihnen zu tun hat?
Mit unserem neuen HOHE LUFT kompakt präsentieren wir eine Ethik für alle. Eine, die Ihnen und uns helfen soll, das eigene Handeln und Nicht-Handeln besser zu verstehen. Eine, die dazu verführt, das banale Montag-bis-Freitag-dann-Wochenende-und-schon-wieder-Montag-Einerlei kritisch-selbstironisch zu hinterfragen. Sind Lügen grundsätzlich schlecht? Was hat ethisches Verhalten mit Stil zu tun? Kann man, ohne es zu merken, böse sein? Wozu sich überhaupt ums Gutsein bemühen? Unsere Ethik für alle enthält aber nicht nur nachdenkenswerte und nachdenklich machende Texte und ein Glossar, sondern auch einen kleinen Selbsttest.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

Hier können Sie einen Blick auf den Inhalt werfen. 

Und hier können Sie das neue Heft versandkostenfrei bestellen. 

Wie gefällt Ihnen das neue kompakt-Heft? Lob, Anregungen und Kritik richten Sie wie immer gerne an: kontakt(at)hoheluft-magazin.de

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»Wir alle sind gefragt« – Ethik-Konferenz Beyond Good

2014 gründeten Julia Kalmund und Nina Schmid das Projekt »Street Philosophy«, eine philosophische Inspirationsquelle, die einen Blog und einen Newsletter, sowie Events, Workshops und Kleidung umfasst. Das Mutter-Tochter-Gespann organisiert gemeinsam mit dem Salon Luitpold am 9. November 2017 die Ethik-Konferenz »Beyond Good« im Münchener Literaturhaus, unter anderen mit Richard David Precht, Julian Nida-Rümelin und Armin Nassehi. Im Vorfeld haben wir mit Nina Schmid und Julia Kalmund über den Hintergrund der Konferenz gesprochen. Die Fragen haben beide gemeinsam beantwortet.

Was ist Ihr maßgebliches Motiv, eine Ethik-Konferenz abzuhalten?

Wir betrachten das Projekt Beyond Good – Die Ethik-Konferenz als wichtigen Beitrag in Zeiten, wo viele Menschen in unserer Gesellschaft mit immer schwierigeren Fragen konfrontiert werden, die oft von den Medien, von der Politik und von der Wirtschaft nicht genügend beachtet werden, und allzu oft unbeantwortet bleiben. Das Wort ‚Krise‘ taucht überall auf, aber kaum werden Lösungen oder Handelsmaximen aufgezeichnet. Wenn wir verantwortungsvoll in der Gesellschaft agieren möchten, dann kommen wir nicht umhin uns zu fragen, wie unsere Einstellung zu den aktuellen Herausforderungen ist. Wie tangiert mich die Migration? Wie ist meine Einstellung zur Ethik für Tiere? Wie verändert die Digitalisierung unseren Umgang miteinander? Muss ich meine Einstellung zur Demokratie überprüfen? Gibt es die Chancengleichheit, und was kann ich tun, um sie zu fördern? Gibt es einen ethischen und moralischen Lösungsansatz für die Konflikte im persönlichen Miteinander und für die Konflikte zwischen Ländern, zwischen Ethnien, zwischen sich immer noch bekriegenden Volksgruppen. Die Referenten am 09. November werden auf diese Themen eingehen und uns dazu ermutigen offen für einen womöglich anderen Blickwinkel und für neue Wege und Möglichkeiten zu sein. Den ganzen Artikel lesen

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Wer ist schuld? Das Internet!

Hä? Sind wir jetzt völlig verrückt geworden? Vielleicht. Aber vielleicht auch nicht. Wir stellen fünf Eigenschaften des Netzes zur Diskussion, die – so meint die HOHE LUFT-Redaktion – für viele Übel dieser Welt verantwortlich sind.

 

1. SICHTBARKEIT

Hass gibt es nicht erst, seit es das Internet gibt. Aber das Internet bringt ihn an die Oberfläche: In Kommentarspalten, Tweets und Facebook-Posts oder auf Blogs ergießt sich der Hass ungehemmt in die Weiten des Netzes. Was vorher im stillen Kämmerlein gedacht, am Stammtisch in den Bierkrug genuschelt wurde, taucht jetzt aus der Versenkung auf, wird allgegenwärtig.

2. VERSTÄRKUNG

Das Internet bringt eine neue Form des ungebremsten Kapitalismus in Reinform hervor: Im Datenkapitalismus verdienen Google und Co. mit Informationen über die Nutzer Geld. Relevanz wird neu verhandelt: Kleinste Themen und Diskurse werden aufgeblasen und in einer sich selbst verstärkenden Reflexionsschleife bis ins Äußerste wiedergekäut. Emotionen und Meinungen bestärken sich gegenseitig, schaukeln sich hoch bis zu explosiven Ausmaßen.

3. FRAGMENTIERUNG

Obwohl alle Welt im Netz ist, lassen wir nur bestimmte Informationen und Personen zu uns durchdringen. Im Internet bewegt sich jeder in seiner eigenen Filterblase, die sein Weltbild bestimmt. Der Trend geht zur Personalisierung: Nur noch lesen, was den eigenen Interessen und Ansichten entspricht, statt sich zu konfrontieren mit anderen Meinungen und Ideen.

4. ENTGRENZUNG

Im Netz ist alles jederzeit verfügbar. Kam man früher nur übers Hinterzimmer der Videotheken an Pornos, kann man sich davor im Netz kaum retten. Jede Nische wird im Internet bedient, man findet Informationen, Bilder, Videos aus aller Welt zu allen Themen. Die Grenze zwischen Online- und Offline-Welt verschwimmt, wir sind eigentlich immer online. So gut wie überall auf der Welt gibt es Internetzugang, und wo es ihn nicht gibt, soll er irgendwann hinkommen.

5. NIVELLIERUNG

Das Internet – der große Gleichmacher. Seit Food-, Mode- und Einrichtungstrends um die ganze Welt gehen, gleicht sich die Ästhetik weltweit an. Ob man in Bangkok oder Hamburg ins Café geht, macht keinen großen Unterschied mehr. Vor dem Internet sind auch im demokratischen Sinne alle gleich. Das ist positiv. Die Kehrseite allerdings ist: Jeder kann reinschreiben, was ihm beliebt.

Wenn das Internet an so vielem schuld ist, dann ist das eine gute Nachricht. Und zwar nicht, um einen Sündenbock zu haben, sondern weil es uns mit einem Raum konfrontiert, der zwar einerseits als eigene Sphäre funktioniert, andererseits aber vor allem Dinge modifiziert, verstärkt, sichtbar macht und transportiert, die es ohnehin schon gibt und gab. Das Internet wirft sie quasi auf uns zurück, direkt vor unsere Füße, und fordert uns auf, uns damit auseinanderzusetzen.

Alle großen Themen unserer Zeit sind auch Internet- Themen. Es geht nicht darum, das Internet abzuschaffen. Wir wollen es als Phänomen, als Medium, als Lebensraum ernst nehmen und mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen.

Wie denken Sie darüber? Bitte schreiben Sie uns unter redaktion(at)hoheluft-magazin.de

Dieser Text stammt aus der aktuellen Ausgabe 6/2017. Hier können Sie diese und ältere Ausgaben versandkostenfrei bestellen. 

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Der deutsche Autismus. Heft 6/2017 ist da!

Warum wir das Automobil überwinden müssen.

Die Deutschen und ihre Autos: Eine Geschichte des Erfolgs, des Wohlstands und der Freiheit und gleichzeitig eine der Abhängigkeit, der verengten Fahrerperspektive und – wie der Dieselskandal nun zeigt – auch der Verlogenheit.
In der Titelgeschichte der neuen Ausgabe hinterfragen wir den Automobilmythos und seine Bedeutung für die deutsche Identität.

Weitere Themen im neuen Heft: Donald Trumps Vordenkerin Ayn Rand. Wo Grausamkeit anfängt. Wozu sind Grenzen gut? Gegen die Ehe. Wieso wir Kompromisse brauchen. Die Bedeutung von Revolutionen. Handeln ohne zu handeln – vom Geschehenlassen. Ist das Internet Schuld?

Und: Dirk Baecker bezweifelt, »dass wir Menschen grundsätzlich als Vernunftwesen unterwegs sind.« Wir haben mit dem Soziologen und Systemtheoretiker über Komplexität, Kommunikation und digitalen Wandel gesprochen.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

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Sie haben Lob, Kritik, Anmerkungen oder Fragen? Schreiben Sie uns an: kontakt(at)hoheluft-magazin.de

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Gegen den Strich ist sexy

Kolumne: »Schöne Gedanken«

Weiblichkeit und Männlichkeit sind nicht zuletzt deshalb so spannend, weil sie Gegenpole sind. Sie sind in vieler Hinsicht das Gegenteil voneinander – und Frauen finden ganz andere Dinge an Männern attraktiv als Männer an Frauen. Umso erstaunlicher ist, dass es ein Persönlichkeitsmerkmal gibt, das Frauen und Männer gleichermaßen anzieht: Nonkonformismus.

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Reflexe #10: Vergangenheit und Gegenwart

Ist das Vergangene wirklich vergangen oder ist es immer noch da? Jörg Friedrich bespricht die Thesen der Philosophin Susan Neiman zur Frage, welche Form von Verantwortung aus der persönlichen Vergangenheit folgen könnte. 

Inwiefern tragen wir heute lebenden Verantwortung für das, was unsere Vorfahren getan haben? Gibt es eine Verantwortung für die Vergangenheit, haben Menschen, die geboren wurden, als ein böses Geschehen längst vorbei war, irgendeine Verantwortung für das, was da passiert ist? Das ist eine Frage, die gerade in Deutschland die Gemüter bewegt. „Verantwortung für die Vergangenheit“ heißt auch der Beitrag von Susan Neiman zu dem Sammelband „Alles relativ?“, aus dem ich schon in meiner vorhergehenden Kolumne einen Beitrag besprochen habe. Dort habe ich gesagt, dass es interessant ist, diese beiden Beiträge einmal gedanklich zusammenzuführen. Aber der Reihe nach. Den ganzen Artikel lesen

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Das ethische Geschlecht

Warum Männer aufregender sind als Gender-Debatten

Es gibt gesellschaftliche Debatten, die nirgendwohin führen, weil es um die falschen Fragen geht. Man erkennt solche Debatten an ihrer ritualisierten Polemik. Die immer gleichen Positionen prallen aufeinander. Und je mehr gestritten und polemisiert wird, desto geringer ist der diskursive Ertrag. Im Grunde ist jeder gelangweilt, aber keiner will es zugeben, weil die Protagonisten beider Positionen davon leben, dass die Debatte genauso weitergeht wie bisher. Den ganzen Artikel lesen

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