Aktuell Interview Veranstaltung

DIE ZUKUNFT UNSERER ZUKUNFT

Kommendes Wochenende findet in Krems die GLOBART-Academy 2014 statt. Vier Tage lang tauschen sich verschiedene Referenten zum Thema „UN-sichtbar“ über eine enkeltaugliche Zukunft aus. Wir […]

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HOHE LUFT Technik Veranstaltung

Design + Philosophie = Design-Philosophie?

Diese Gleichung scheint nicht wirklich aufzugehen. Jedes Unternehmen, das irgendetwas entwirft, hat heute eine Design-Philosophie. Mit Philosophie hat das, was gemeinhin darunter verstanden wird, jedoch […]

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Öffnet die Grenzen!

Innerhalb Deutschlands stehen wir für Chancengleichheit ein. Doch wenn es um die nationalen Außengrenzen geht, hört dieser Anspruch auf. Ist es moralisch vertretbar, Flüchtlinge abzuweisen?

Nein, das ist es nicht, meint HOHE LUFT Redakteur Robin Droemer. Im Leitartikel der neuen Ausgabe plädiert er für eine liberalere Einwanderungspolitik. Sie können den Artikel schon vor Erscheinen hier in voller Länge lesen.

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HATTE SCHOPENHAUER DOCH RECHT?

Empathie und Mitleid sind dasselbe. Letzteres war für den Philosophen Arthur Schopenhauer zugleich auch der Quell aller Moral. Schopenhauer konnte sich partout nicht für die Pflichtethik seines großen Vorbilds Kant begeistern, dessen große Errungenschaften er auf dem Gebiet der Erkenntnistheorie sah, nicht aber auf dem Gebiet der Moralphilosophie. Kants Versuch,  Moral aus Vernunftgesetzen herzuleiten, gehörte für Schopenhauer nach „Wolkenkuckucksheim“.

Schopenhauers eigene Begründung der Moral lief auf eine Heiligsprechung des Mitleids hinaus. Einzig das Erlebnis des Mit-Fühlens und Mit-Erleidens der Pein eines Anderen – ob Tier oder Mensch – bewege uns zu altruistischen Handlungen. Die Grenze zwischen „Ich“ und „Du“ verschwimme im Moment der empathischen Identifikation mit dem Leid des Gegenübers. Deshalb setzten manche Leute ihr Leben für das von anderen aufs Spiel – weil ihnen die instinktiv erfühlte Verbundenheit aller leidenden Kreatur die fremde Existenz als genauso bedeutsam erscheinen lässt wie die eigene.

Mitleid ist für Schopenhauer die Überwindung des Egoismus. Zwar sei der Wille zur Selbsterhaltung der stärkere Trieb im Menschen, doch deute unser Vermögen zum Mitleiden darauf hin, dass selbstloses Verhalten den sprichwörtlichen „Krieg aller gegen alle“ in gewissen Momenten befrieden könne. Dann trete zutage, dass alles Seiende unauflöslich in einer organischen Verbindung zueinander steht. Mitleid bedeutet somit die intuitive Einsicht in die wesensmäßige Identität von Ich, Du und Welt.

Das alles klingt ein wenig abgehoben. Aber in gewisser Weise scheinen die modernen Neurowissenschaften Schopenhauer Recht zu geben: Heute weiß man, dass in unseren Köpfen sogenannte „Spiegelneuronen“ anfangen zu feuern, sobald sich einem der Anblick eines leidenden Artgenossen darbietet. Und auch ein verängstigtes oder schmerzerfüllt jaulendes Tier kann in uns dieselbe Reaktion wecken. Es ist, als schalteten sich unsere Hirne synchron, um soziales Verhalten hervorzurufen. Aus dem Blickwinkel der Evolutionstheorie ist kaum ersichtlich, weshalb die eine biologische Art für die andere etwas anderes als Appetit übrig haben sollte. Hat Schopenhauer doch Recht? Thomas Mann jedenfalls meinte: „Ich nannte Schopenhauer ‚modern’ – ich hätte ihn zukünftig nennen sollen.“

-Danilo Flores

VERANSTALTUNGSHINWEIS

Symposium turmdersinne 2014
“Das soziale Gehirn. Neurowissenschaft und soziale Bindung”
26. – 28.09.2014 in Fürth. 

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Vom Verschwinden der Dinge

Leerstehende Fabriken, Industrieruinen, verlassene Villen, ausrangierte Güterwagen – das lässt die Herzen sogenannter “Urban-Explorer” höher schlagen.

Eine von ihnen ist die freiberufliche Journalistin und Informationsarchitektin Anna Livsic. Sie lebt in Berlin und betreibt ein Blog, das sich mit der Magie verlassener Orte auseinandersetzt. In Berlin etwa verändern sich ganze Straßenzüge innerhalb kürzester Zeit – sie verkommen zu teuren Betonwüsten. Ohne Herz, Sinn und Verstand.

Eine Kolumne von Anna Livsic.

Vor einigen Jahren bin ich in die Chausseestraße gezogen. Es ist eine Straße der mittelmäßigen Hässlichkeit, die Berlins Bezirke Mitte und Wedding verbindet. Alles war hier zu finden, Plattenbauten und dunkle, gemütliche Häuser aus der Gründerzeit und verlassene Fabriken mit leeren Fenstern und buntem Gestrüpp vor den schweren Metalltoren. Im Innenhof des „Viva Mexico!“ Hauses lagen Künstlerateliers. Was dort alles geschah, kann ich nicht erklären. Ein Hämmern und Schamanenrufe waren zu hören. Ein Mal ging das Tor auf und ein bärtiger und betrunkener Don Juan fiel heraus. Er sprach Gedichte von Bertolt Brecht und schenkte mir einen dicken Pinsel aus echtem Eichhörnchenhaar. Ob Zufall oder Wissen dem Bärtigen die Zunge lenkte, an der Chausseestraße 125 lebte tatsächlich Bertolt Brecht. Er wohnte im ersten Stock des Hinterhauses und seine Frau Helene Weigel im zweiten.

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»Vor jeder Unternehmung steht eine Idee«

Vom 18. – 19. September findet in Weil am Rhein der Kongress »Kreatives Unternehmertum« statt. Manuel Binninger ist Organisator des Kongresses und hat uns ein paar Fragen über das Verhältnis von Unternehmergeist, Kreativität und Veränderung beantwortet.  Den ganzen Artikel lesen

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Ganzes Selbst, heile Welt

Ganzheitlichkeit ist ein etwas ungelenkes Modewort für das, was man früher kurz und knapp als „Heil“ bezeichnet hat. Inzwischen sprechen nicht mehr nur homöopathische Naturheilkundler, sondern auch gestandene Schulmediziner von den Vorzügen ganzheitlicher Heilverfahren. Den ganzen Artikel lesen

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Im Zweifel für den Zweifel?

Im Fackelschein eines olympischen Feuers und unter den wachsamen Augen einer bronzenen Platon-Büste fand am 27.08. in der Modern Life School wieder einmal HOHE LUFT_live statt. Das Gespräch zwischen HOHE LUFT Chefredakteur Thomas Vašek und der Philosophin Heidi Salaverría drehte sich dieses Mal um das Thema „Zweifel“. Geboten wurde dem zahlreich erschienenen Publikum ein mitreißender und streckenweise überaus leidenschaftlich geführter Disput, der auch von Beiträgen der Zuschauer bereichert wurde. Den ganzen Artikel lesen

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Was Kunst kann

Kunst ist angenehm, denn Kunst unterhält. Kunst ist der Vergnügungsdampfer, auf dem wir anheuern, wenn wir mal wieder eine Pause von all den wirklich wichtigen Dingen brauchen. Mitnichten, so Immanuel Kant. Als Domäne der Schönheit bedarf die Kunst einer weitreichenden Wertschätzung. Den ganzen Artikel lesen

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„Kreativität ist nur das Verbinden von Dingen.“

Über Kreativität zu schreiben ist so ähnlich wie über das Schreiben zu schreiben. Die berühmte „Kreativität auf Knopfdruck“ macht vor allem denjenigen zu schaffen, die sich beruflich als „Kreative“ verstehen. Sie wollen mit ihrer Kreativität Geld verdienen. Was macht der Kreative denn, wofür man ihn bezahlen sollte? Den ganzen Artikel lesen

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Das dauert ‘mal wieder ewig!

In Wittgensteins Hauptwerk Tractatus logico-philosophicus finden sich Sätze, die auch von einem Zen-Meister stammen könnten. Zum Tod beispielsweise hat der Philosoph Folgendes zu sagen: „Den Tod erlebt man nicht. Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt. Unser Leben ist ebenso endlos, wie unser Gesichtsfeld grenzenlos ist.Den ganzen Artikel lesen

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Die neue HOHE LUFT ist da!

HL_fb_profilbild_0514Geld regiert die Welt – dabei war es doch nur als Mittel zum Zweck gedacht. In der neuen Ausgabe gehen wir der Frage nach, was das Geld mit uns macht und wie es unsere gesellschaftlichen Werte korrumpiert.
Lesen Sie außerdem im neuen Heft, warum das Leben keinen Sinn hat und trotzdem lebenswert ist. Außerdem im neuen Heft: Die kluge Denkerin Elisabeth von Böhmen. Max Weber und seine Ethik der Verantwortung. Er ist bekannt wie ein bunter Hund – aber was leistet der gesunde Menschenverstand? Wie arbeiten eigentlich philosophische Praktiker? Und zum großen Interview haben wir dieses Mal den amerikanischen Hip-Hop-Philosophen Cornel West getroffen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Sie lesen nicht nur gern, sondern haben auch Spaß am Schreiben? Heute startet unser HOHE LUFT Schreibwettbewerb 2014 in Kooperation mit Philosophie.ch und Philogreissler.

Bis zum 31.10.2014 können Sie hier Ihre Essays zum Thema “Der Wert der Werte” hochladen. Einmal angemeldet können Sie alle Texte der Community lesen, kommentieren und diskutieren.

Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf viele kreative Beiträge!

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