Aktuell Gesellschaft HOHE LUFTpost

HOHE LUFTpost – Wir und unsere Wurzeln

HOHE LUFTpost vom 22. April 2016: Wir und unsere Wurzeln Inge Lohmann (66) wüsste gern, wer ihr Vater ist. Sie ist bis vor das Bundesverfassungsgericht […]

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Gesellschaft Kolumne

Das Schöne darf glatt sein

Kolumne »Schöne Gedanken« Er ist ein Star der deutschen Denkerszene: der Berliner Philosoph Byung-Chul Han. Seine Spezialität ist die Provokation. Mit seinen Büchern will er, […]

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Bomben töten keine Werte

Wir müssen unsere Werte verteidigen, hören wir nach den jüngsten Anschlägen. Aber was heißt das genau? Kann man Werte überhaupt „verteidigen“ – und wenn ja, in welchem Sinn?

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Ontologischer Faschismus

Das Stichwort auf Martin Heideggers Notizzettel lautet »Rasse«; darunter steht, in der Handschrift des Philosophen, folgender Satz: „Wenn eine Rasse die Berührung mit dem, was allein Beständigkeit hat und geben kann – mit der Welt des Seyns – verloren hat, dann sinken die von ihr gebildeten kollektiven Organismen, welches immer ihre Größe und Macht sei, schicksalhaft in die Welt der Zufälligkeit herab.“

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Die zwei Seiten der Empathie

In der Titelgeschichte der neuen Ausgabe von HOHE LUFT beschäftigen wir uns mit Empathie – dem derzeit so hochgelobten Mitgefühl. Empathie macht alles gut, liest und hört man oft. Stimmt aber nicht. Empathie ist oft gut, aber in manchen Zusammenhängen kann sie unsere Wahrnehmung und unser Moralgefühl verzerren. Eine interessante Diskussion über den Segen und den Fluch der Empathie zwischen den amerikanischen Psychologen Paul Bloom und Richard Davidson können Sie auch hier sehen: https://www.youtube.com/watch?v=CJ1SuKOchps

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Wie gut ist Mitgefühl? Ausgabe 3/2016 ist da

 

HL316_01_cover_RGBmitrahmenEmpathie wird heute oft als Allheilmittel oder moralische Überinstanz gehandelt. Wir klären, was es eigentlich bedeutet, sich in die Lage eines anderen hineinzuversetzen, und wieso Empathie eine Grundvoraussetzung unseres Zusammenlebens ist.

Obwohl sie ihren Namen dem großen Denker verdanken, der nach ihnen kam, haben die Vorsokratiker einen nicht unerheblichen Beitrag zur abendländischen Philosophie geleistet. Um die »ersten Philosophen« wie Pythagoras, Thales und Heraklit geht es darum im neuen Schwerpunkt.

Weitere Themen: Was uns an Krimis fasziniert, Gott und seine Geschichte, Fokus: Vernetzung, Der englische Philosoph Timothy Williamson über Wissen und Wahrheit, Pessimismus vs. Optimismus, Emerson und das Selbstvertrauen.

Außerdem: Der russische Nationalist Alexander Dugin nutzt die rechten Theoretiker Martin Heidegger und Julius Evola als Basis für ein neo-faschistisches politisches Programm. Eine detaillierte Darstellung finden Sie in Kürze auf dieser Seite.

Zum Inhaltsverzeichnis geht es hier entlang.

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»Die größte Gefahr des Internets ist, dass es sich selbst abschafft.«

Gilbert Dietrich ist Philosoph, Personalmanager bei der Musik-Streaming-Seite SoundCloud in Berlin und hat den Blog geistundgegenwart gegründet. Im aktuellen Heft spricht HOHE LUFT-Autorin Rebekka Reinhard mit ihm über das Fokusthema »Globale Vernetzung«. Die Langfassung des Interviews lesen Sie hier.

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HOHE LUFTpost – Politik und Emotionen

HOHE LUFTpost vom 18.03.2016: Politik und Emotionen

Vergangenen Sonntag wurde in drei deutschen Bundesländern gewählt, in den USA tobt der Präsidentschaftswahlkampf – und diesseits und jenseits des Atlantiks sind es die Emotionen, die die Politik beherrschen. Die am Sonntag so erfolgreiche AfD hat bisher nicht einmal ein Parteiprogramm. Der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump scheint auf einer Welle der Sympathie zu schwimmen, aber klare politische Positionen sind bei ihm nicht erkennbar. Angesichts all der Wut, Angst und Empörung, all des Trotzes und Entsetzens kann man schon mal die Sehnsucht nach mehr Sachlichkeit erwachen.
Zurück zur Sache also? So einfach ist es nicht. Emotionen haben ihren Platz in der Politik. In der Titelgeschichte der aktuellen HOHEN LUFT argumentieren wir dafür, dass komplexe Entscheidungen stets mit dem Kopf, dem Bauch und dem Herzen getroffen werden. Mit purer Ratio kommt man nicht weit, auch nicht in der Politik.
Eine emotionslose Politik wäre Technokratie. Erst Emotionen machen einen Politiker glaubwürdig. Eindrucksvolles Beispiel: Willy Brandts Kniefall 1970 in Warschau. Wo aber Emotionen nur als taktisches Instrument eingesetzt werden, um einen Mangel an Inhalt zu überspielen, sollten wir Politiker nicht so einfach davonkommen lassen, wie es derzeit geschieht. Wir sollten bloße Polemik nicht mit glaubwürdiger Emotion verwechseln.

– Tobias Hürter

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Einfach weil es schön ist

»Schöne Gedanken« – Einfach weil es schön ist

Achten Sie auf Ihr Aussehen, wenn niemand hinschaut? Allgemeiner gefragt: Tun sie Dinge, nur weil sie schön sind? Nicht, weil es nützlich ist, sie zu tun, oder weil es bequem oder angenehm ist, oder um irgendwen zu beeindrucken – sondern aus purer Schönheit? Wir stehen erstaunlich selten vor dieser Frage. Schönheit bringt meistens was. Mit ihr kann man beispielsweise Geld verdienen oder die Gunst seiner Mitmenschen gewinnen. Ich bin überzeugt, dass die Schönheit ein mächtiger Treiber unseres Tuns ist, auch wenn wir dazu neigen, statt ihrer eher »handfeste« Vorteile anzuführen, um unsere Handlungen zu begründen. Schönheit ist sozusagen der Hintergrund unseres Tuns. 

– Tobias Hürter

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HOHE LUFTpost – Wahre Lügen

HOHE LUFTpost – Wahre Lügen (11.03.2016)

Was sagen Sie: Kann man lügen, obwohl man die Wahrheit sagt? Das ist eine uralte Frage, die gerade wieder kontrovers unter Philosophen diskutiert wird. Nehmen wir ein konkretes Szenario: Jakobs Freundin Marie hat kürzlich Belege für einen schweren staatlichen Korruptionsfall im Internet veröffentlicht. Geheimagenten suchen Jakob auf und fragen ihn, wo Marie sich aufhält, um sie festzunehmen. Jakob glaubt, sie sei bei ihrem Bruder, und sagt den Agenten: »Sie ist im Gemüseladen.« Tatsächlich ist Marie im Gemüseladen.
Hat Jakob nun gelogen, oder hat er nur vergeblich versucht, zu lügen? Dazu haben Philosophen gleich mehrere Umfragen durchgeführt. Es zeigt sich: Die Sache ist vertrackter, als sie auf den ersten Blick scheint. Die Resultate finden Sie hier im Blog des Philosophen Thomas Nadelhoffer. Bevor Sie draufklicken, bilden Sie sich selbst eine Meinung!

– Tobias Hürter

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HOHE LUFTpost – Grenzen trennen – und verbinden

HOHE LUFTpost vom 04.03.2016: Grenzen trennen – und verbinden

Grenzen haben etwas Trennendes und etwas Verbindendes. An ihnen berühren sich zwei Dinge, und an ihnen unterscheiden sie sich. Der Grenzübergang am Brenner hat für jene Menschen, die nördlich davon leben, eine besondere Bedeutung. Er ist ihr Tor zur Sonne, zur Kultur und Lebensart, nach der sie sich manchmal sehnen. Bisher war dort eine offene Grenze: eine Grenze, die verbindet.
Nun, im Zuge der Flüchtlingskrise, hat die österreichische Regierung angekündigt, den Brenner »dichtzumachen«. Es soll strenge Personenkontrollen geben. Sogar Zäune sind im Gespräch. Das ist nicht nur etwas, das an der Grenze geschieht – es verändert die Grenze in ihrem Wesen. Aus der verbindenden Grenze wird wieder eine trennende. Was für ein Rückschritt.

– Tobias Hürter

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Hühner mögen schöne Menschen

Kolumne »Schöne Gedanken« – heute: die Hühner-Schönheits-Jury

Schöne Menschen haben es leichter – auch bei Hühnern. Das haben Biologen in einer Studie gezeigt, in der sie die Reaktion von Hühnern auf menschliche Gesichter untersuchten. Stefano Ghirlanda und seine Kollegen von der Universität Stockholm legten ihren gefiederten Probandinnen Fotos von menschlichen Gesichtern vor, die zuvor auf ihre Attraktivität hin bewertet worden waren, und beobachteten, wie stark die Hühner auf den Bildern herumpickten – ein Maß dafür, wie anziehend sie ein Bild fanden. Tatsächlich stimmten die Hühner in ihren Bewertungen weitgehend mit den Menschen überein. Dieser Befund ist nicht nur für Hühnerhalter von Bedeutung, er ist auch ein Hinweis darauf, dass das menschliche Schönheitsempfinden kein rein kulturelles Phänomen ist. 

– Tobias Hürter

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