Aktuell HOHE LUFT

Warum es uns nicht gibt – neue HOHE LUFT Ausgabe

Für das neue Jahr fassen viele den Vorsatz, etwas an ihrem Leben zu verändern, zu verbessern – und sich selbst dennoch treu zu bleiben. Im […]

Den ganzen Artikel lesen

Aktuell HOHE LUFT Reisen Veranstaltung

Richtiges Handeln und gelingendes Leben – HOHE LUFT Leserreise

Sie wollten schon immer einmal philosophierend verreisen? Vom 17. – 22. August 2015 findet die allererste HOHE LUFT Leserreise in die Schweizer Alpen statt. Erleben […]

Den ganzen Artikel lesen

Jetzt am Kiosk: Die neue HOHE LUFT

HL_Cover_0115_großMit Sprache kann man nicht nur Dinge beschreiben. Sie ist sehr viel machtvoller. In der heute erschienenen HOHE LUFT-Ausgabe gehen wir der Frage nach, wie wir durch Sprache unsere Lebenswelt strukturieren und verändern können.
Keine philosophische Strömung ist so bedeutsam für die US-amerikanische Kultur wie die des Pragmatismus. Wir werfen einen Blick auf die Zusammenhänge zwischen pragmatistischem Denken und dem »American Dream«.
Weitere Themen dieses Mal: Die Ambivalenz der neuen Rituale. Können Vorurteile gut sein? Über die Kraft der ästhetischen Erfahrung. Sind wir zum Spenden verpflichtet? Und: HOHE LUFT zu Gast in Cambridge­ – Der Philosoph und Ökonomie-Nobelpreisträger Amartya Sen im Interview über globale Gerechtigkeit und das gute Leben.

Hier können Sie das neue Heft direkt online bestellen!

Zur Vorweihnachtszeit haben wir ein ganz besonderes Angebot für Sie: Sichern Sie sich jetzt Ihr HOHE LUFT Abo zum Selberlesen oder Verschenken und Sie bekommen ein hochwertiges Notizbuch von sensebook im HOHE LUFT-Design von uns geschenkt. Zu den Angeboten geht’s hier lang.

Kommentieren

Künstler-Radar und Jutebeutel-Kommunikation

Noch bis morgen läuft die Affordable Art Fair in Hamburg. Wir haben die Kunstmesse zum Anlass genommen, über den Sinn von Mode nachzudenken. Dazu haben wir Hobbykulturproduzent Uwe Lewitzky einige Fragen gestellt. Ein Interview über (abnehmende) Individualität, Kommunikation und die Ehrlichkeit, so sein zu dürfen, wie alle sind. Lewitzky ist übrigens auch auf der Affordable Art Fair vertreten. Den ganzen Artikel lesen

Kommentieren

Moral, Freiheit und Uhrwerk Orange

Selbstoptimierung ist in aller Munde. Quer durch die Feuilletons liest man von dem neuen Trend, die eigene Leistung zu erhöhen – ob mittels Schrittzähler, psychoaktiver Substanzen oder Apps zur Messung des Schlafs. Neu im Bereich der Selbstoptimierung ist das sogenannte Moral Enhancement, das darauf abzielt, die moralische Integrität durch die Einnahme von Medikamenten zu erhöhen. So ist beispielsweise erwiesen, dass die sogenannten SSRI (Serotonin Wiederaufnahmehemmer) aus der Gruppe der Psychopharmaka das Mitgefühl stärken. Allerdings stellt sich die Frage, ob dem Angebot an dergleichen Mitteln eine entsprechende Nachfrage gegenübersteht. Neben Wachmachern wie Modafinil und Ritalin sehen Pillen, die uns moralischer werden lassen, ziemlich altbacken aus. Damit stellt sich eine weitere Frage: Wenn wir schon kein ausgeprägtes Interesse an einer moralischen Optimierung zu haben scheinen, haben wir vielleicht die Pflicht dazu? Und: Wenn wir dieser Pflicht nicht nachkommen, hat vielleicht der Staat das Recht, uns diese Pflicht aufzuerlegen? Intuitiv würden wir einen solchen Eingriff vermutlich kategorisch ablehnen. Nur: Würden wir das auch tun, wenn die Intervention nicht auf die Verbesserung der Moral abzielt, sondern auf die Verhütung von Gewalt als Folge mangelnder Moral? Den ganzen Artikel lesen

Kommentieren (2)

Das Geheimnis der Macht

HL_fb_profilbild_0614Macht ist unheimlich. Sie wird zu häufig missbraucht, ist oft ungleich verteilt und kann großen Schaden anrichten. Dabei ist sie allgegenwärtig, begegnet uns am Frühstückstisch und bei der Steuererklärung.

“Ein Leben im machtfreien Raum – das ist eine Illusion“ meinen die HOHE LUFT Chefredakteure Thomas Vašek und Tobias Hürter. Gerade deswegen ist der offene Diskurs über Machtverhältnisse umso wichtiger. Nur so kann man der Macht ihre Unheimlichkeit nehmen. Die ganze Titelgeschichte “Das Geheimnis der Macht” aus der aktuellen Ausgabe 06/2014 können Sie jetzt auch online lesen.

Viel Spaß!

Kommentieren (3)

Es lebt!

Mit einer eindrucksvollen Computeranimation haben amerikanische Astronomen vor kurzem erstmals demonstriert, dass sich die Milchstraße und rund hunderttausend weitere Galaxien zu einem gigantischen Gebilde zusammenfügen. Ihre Entdeckung, einen Galaxie-Superhaufen, haben die Forscher Laniakea getauft (hawaiisch für „unermesslicher Himmel“). Den ganzen Artikel lesen

Kommentieren (1)

DIE ZUKUNFT UNSERER ZUKUNFT

Kommendes Wochenende findet in Krems die GLOBART-Academy 2014 statt. Vier Tage lang tauschen sich verschiedene Referenten zum Thema „UN-sichtbar“ über eine enkeltaugliche Zukunft aus. Wir haben Wirtschaftsphilosoph Rahim Taghizadegan und Wirtschaftsredakteur Michael Kerbler einige Fragen zur Zukunft unserer Zukunft gestellt.
Beide werden kommenden Freitag auch auf der GLOBART sprechen:
Ab 14:00: Panel mit Rahim Taghizadegan, Andrea Grisold, Martin Schenk & Peter Rosner:
“Die unsichtbare Hand von Adam Smith”

Um 20:00: Peter Sloterdijk im Gespräch mit Michael Kerbler:
“Was die Zukunft bringt? Die unsichtbare Zukunft?”

INTERVIEW: CHRISTINA GEYER Den ganzen Artikel lesen

Kommentieren

Design + Philosophie = Design-Philosophie?

Diese Gleichung scheint nicht wirklich aufzugehen. Jedes Unternehmen, das irgendetwas entwirft, hat heute eine Design-Philosophie. Mit Philosophie hat das, was gemeinhin darunter verstanden wird, jedoch relativ wenig zu tun. Egal ob es sich um Autos, Möbel, Küchengeräte oder Mode handelt – irgendeine „Philosophie“ muss hinter jedem neuen Entwurf stehen, um dem Produkt einen spezifischen Mehrwert, eine metaphysische Aura zu verleihen. Den ganzen Artikel lesen

Kommentieren

Der bewegte Mensch

Arbeiten wann und wo man will – das ist der Anspruch der »Digitalen Nomaden«. Dank der neuen Technologien und der nahezu flächendeckenden Internetversorgung braucht man für viele Tätigkeiten nicht mehr im Büro zu sitzen. Doch nicht alle finden den Gedanken des tragbaren Büros praktisch. Einige sehen in der steigenden Mobilität die Gefahren von Entwurzelung und Orientierungslosigkeit.
Bedeutet Mobilität Ortlosigkeit? Oder gewinnt der Ortsbegriff in einer mobilen Gesellschaft nur eine neue Bedeutung?

Hier können Sie den Artikel »Der bewegte Mensch« aus der aktuellen Ausgabe online lesen. Viel Vergnügen!

Kommentieren (2)

„In welcher Blase stecken wir eigentlich?“

Andri Snaer Magnason ist Poet, Roman- und Sachbuchautor und außerdem der Vordenker einer neuen Umweltbewegung in Island. Beim ».vernetzt # Zukunftscamp 2014« in Hamburg wird er einen Vortrag halten mit dem Titel: »Restart Iceland – wie erfinden wir uns neu?« Ein Skype-Anruf in Reykjavík. Den ganzen Artikel lesen

Kommentieren

Zahlen ist menschlich

Der britische Lehrer David Bolam wurde vor fünf Monaten in Libyen entführt. Nun wurde er vor einigen Tagen endlich freigelassen, höchstwahrscheinlich gegen ein hohes Lösegeld.  Während europäische Staaten häufig zu solchen Zahlungen bereit sind, verweigern sich die USA und Großbritannien meist solchen Forderungen. Auf tagesschau.de kritisiert der Antiterrorexperte Philip Mud das Vorgehen der Europäer: “Die Amerikaner zahlen kein Lösegeld, die Europäer schon. Das bringt einen kurzfristigen Vorteil. Wenn sie Geiseln nehmen und eine Menge Geld verlangen, erhalten sie unter Umständen genug Geld, um die ganze Organisation zu finanzieren“.  Und nicht nur das: Die Zahlungen schaffen auch Anreize für potentielle Nachahmungstäter. Nur eine strikte Verweigerung der kompletten Gesellschaft könnte also auf lange Sicht dazu führen, dass sich Entführungen nicht mehr lohnen. So betrachtet liegt der generelle Verzicht auf Lösegeld im Interesse aller Bürger.

Entgegen der offiziellen Devise zahlen offenbar auch manche Briten Lösegeld, wie der Fall Bolam zeigt. Laut dem britischen Philosophen Nigel Warburton ist dies ein eindeutiger Beweis dafür, dass Menschen sich nicht immer rational entscheiden. Jeder könne das an sich selbst überprüfen: Was, wenn die eigene Tochter, die Mutter oder ein Freund als Geisel gehalten und mit dem Tode bedroht würde? Warburton ist sich sicher: Befände er sich in dieser Situation und besäße er eine Millionen Pfund – er würde zahlen. Aus utilitaristischer Sicht sei eine solche Einstellung zwar verwerflich. Die selbe Summe könnte nämlich gleich eine Vielzahl an Leben retten – etwa im Falle heilbarer Krankheiten in armen Regionen – anstatt nur dem einen geliebten Menschen zu helfen. Das eigene Kind zu opfern kommt uns trotzdem nicht in den Sinn. Anscheinend hören wir auf, rationale Berechnungen anzustellen, wenn starke Emotionen im Spiel sind.

Man sollte die Zahlung von Lösegeld jedoch nicht als beispielhaft für fehlende Rationalität begreifen. Sonst handelt man auch irrational, wenn man sich ein Sofa kauft. Mit dem Geld könnte man schließlich auch Schulbücher für mehere Kinder in Afrika finanzieren. Gleiches gilt, wenn man seinen Partner zum Essen einlädt. Das selbe Geld könnte jene versorgen, die es nötiger haben als man selbst. Für fast alles Geld, das wir ausgeben, gibt es bessere Verwendung im utilitaristischen Sinn – außer, man lebt selbst am Rande des überlebensnotwendigen Minimums.

Lösegeld-Zahlungen müssen deshalb als ein gesondertes Dilemma behandelt werden. Sie gelten nicht deshalb als irrational, weil man seine Nächsten der allgemeinen Masse vorzieht, sondern weil man gezielt gegen die Interessen der eigenen Gemeinschaft handelt – und damit auch gegen seine eigenen Interessen. Im Fall von Terrororganisationen erhöht man mit seinen Zahlungen neben dem Risiko von Entführungen sogar noch das Risiko von Anschlägen. Das alles ist nicht der Fall, wenn man sich ein Sofa kauft.

Was Warburton unterschlägt, ist dass man meist auch ein rationales Interesse am Überleben der Geliebten hat. Sie spielen eine zentrale Rolle im eigenen Plan vom gelungenen Leben. Ohne sie wäre das Leben nicht so, wie man es leben möchte. Ihr Verlust würde den Verbliebenen also weitaus mehr schaden, als eine allgemeine Erhöhung des Entführungsrisikos – besonders wenn man bedenkt, wie schwindend gering dieses Risiko momentan ist.

Natürlich zahlt man das Lösegeld auch primär, weil man die Geisel liebt. Dass Emotionen im Spiel sind, steht außer Frage. Daraus folgt aber noch lange nicht, das eine Lösegeldzahlung eine irrationale Entscheidung wäre. Die Vorteile überwiegen für die Betroffenen eindeutig die Nachteile – man handelt also begründet und vernünftig. Vor allem aber bedeutet die Entscheidung zur Zahlung, dass man ein akut bedrohtes Menschenleben höher wertet als eine kontrafaktische Gefahr- und somit menschlich handelt.

-Robin Droemer

Kommentieren (1)