Kolumne

Der genetische Fehlschluss I: Das Autoritätsargument

Logik-Kolumne von Daniel-Pascal Zorn. Heute: Der genetische Fehlschluss I: Das Autoritätsargument Wann immer ein Unglück geschieht, eine Katastrophe über uns hereinbricht, ein Skandal oder eine Affäre […]

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Aktuell HOHE LUFTpost Wissenschaft

HOHE LUFTpost – Warum Einstimmigkeit fast immer falsch ist

HOHE LUFTpost ist zurück aus der Winterpause! Heute: Warum Einstimmigkeit fast immer falsch ist (22.01.16) Willkommen im neuen Jahr! Beginnen wir es mit einer kontroversiellen […]

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Was zählt der Mensch? Die neue HOHE LUFT

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Ausgabe 01/2016: Was zählt der Mensch?

In der Flüchtlingskrise hagelt es Kapitalismuskritik. Doch was, wenn der Kapitalismus nicht die Wurzel des Problems ist, sondern die Lösung? In der Titelgeschichte der neuen Ausgabe argumentieren wir, weshalb der Kapitalismus eigentlich ein Humanismus ist.

Sie musste selbst fliehen und wurde im Exil zu einer der einflussreichsten Denkerinnen der politischen Philosophie: Im Schwerpunkt dreht sich alles um Leben und Werk von Hannah Arendt. Weitere Themen: Was nützt Ehre? Der Witz am Poststrukturalismus. Popper unplugged. Darf man mit Engagement prahlen? Die umstrittene Philosophie Fichtes. Und im Interview erklärt der Politologe Benjamin R. Barber, weshalb Städte die Welt regieren sollten.

Dazu liegt der neuen Ausgabe zum dritten Mal eine Spezial-Beilage bei, dieses Mal zum Thema »Der Wert der Werte«. Unter anderem mit Beiträgen über Werte in Unternehmen, Friedrich Nietzsche, den »Umwerter aller Werte«, die Bedeutung von Werten in der Erziehung und Wertunterschiede zwischen Kulturen.

Hier können Sie das neue Heft versandkostenfrei bestellen.

Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre!

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Dieser Terrorismus ist kein Nihilismus

Nach den Anschlägen von Paris ist viel von Nihilismus die Rede. Vom “Angriff der Nihilisten” schreibt die Süddeutsche Zeitung, der “Standard” nennt die Täter “Agenten des Nihilismus”, und die Frankfurter Allgemeine Zeitung fragt, was “unsere Toleranz und Vernunft gegen den Nihilismus der Terroristen ausrichten” können. Das ist ein Missverständnis. Dieser Terrorismus ist kein Nihilismus. Im Gegenteil, er ist getrieben von dem Wunsch, dem Nihilismus zu entkommen. Wer die Biografien der Täter liest, nicht nur von letztem Freitag, sondern auch vom Anschlag auf die Charlie-Hebdo-Redaktion, der kann ein Muster finden: Es sind gescheiterte Gestalten, die orientierungslos vor sich hin lebten, bis sie begannen, sich zu radikalisieren. Damit kam gefühlter Sinn in ihr Leben. Plötzlich war klar, was gut und was böse, was richtig oder falsch ist. Die Terroristen sind völlig verstiegene Sinnsucher. Das ist wichtig zu verstehen, wenn man verhindern möchte, dass Menschen zu Terroristen werden.

Dabei ist es kein Zufall, dass der Begriff des Nihilismus im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen aufkam. Am Freitag, den 13. November zeigte sich eine neue Stufe des Terrorismus – neu in seiner völligen Wahllosigkeit. Jeden, der an jenem Abend zufällig draußen im Café saß oder die Straße entlang ging, hätte es treffen können, ob arm oder reich, Christ oder Muslim, syrischer Flüchtling oder Investmentbanker. Eine komplett irrsinnige Gewalttat, begangen auf der Suche nach Sinn. Sie zeigt auch die Stärke dieses Bedürfnisses.

– Tobias Hürter

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HOHE LUFTpost – Weder »Transit« noch »Zone«

HOHE LUFTpost vom 13.11.2015: Weder »Transit« noch »Zone«

Ein Unwort geistert durch die Debatten um die Flüchtlingskrise: »Transitzonen«. Manche Politiker wollen sie an den Grenzen einrichten, um den Zustrom von Flüchtlingen einzuschränken. In der Sprachwissenschaft gibt es den Grundsatz der Arbitrarität des Zeichens: Der Zusammenhang zwischen Zeichen und Bezeichnetem ist pure Konvention, sonst haben beide nichts miteinander zu tun. Aber natürlich ist es nicht egal, wie man etwas bezeichnet. Die Bezeichnung eines Dings sagt oft etwas über das Ding aus, und diese Aussage kann richtig oder falsch sein.

Eine Transitzone wäre ein Bereich, der möglichst glatt zu passieren ist. »Transit« kommt vom lateinischen Verb für hinübergehen oder hindurchgehen. Eine Transitzone soll aber gerade verhindern, dass Flüchtlinge die Grenze überqueren. In den seit Jahren eingerichteten »Transitzonen« an Flughäfen werden Asylsuchende in Gefängnissen interniert. Auch »Zone« ist daher ein in diesem Zusammenhang zumindest irreführend unspezifischer Ausdruck. »Transitzonen« sind keine Transitzonen.

– Tobias Hürter

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Die Hydra des Terrors. Carl Schmitt als Autor der Stunde?

Reinhard Mehring ist Politikwissenschaftler an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Er schreibt hier darüber, was es bedeutet, wenn angesichts der tragischen Ereignisse von Paris vom „Ausnahmezustand“ gesprochen wird.

In diesen Tagen nach dem schwarzen Freitag vom 13. November 2015 erklingt an manchen Gedächtnisorten die hymnische Hippieutopie „Imagine“ von John Lennon. Man muss erinnern, dass das Lied über 40 Jahre alt ist und John Lennon erschossen wurde. „Imagine there’s no countries / It isn’t hard to do / Nothing to kill or die for / And no religion too / Imagine all the people living life in peace“. Das alte Lied ist heute ein sentimentaler Abgesang aus der Welt von gestern. Staatszerfall und offene Außengrenzen sehen wir heute anders, Staat und Religion schließen sich nicht mehr anarchistisch kurz. Die Politik wagt sich wieder an eine andere Rhetorik: Man spricht von Ausnahmezustand und Krieg. Den ganzen Artikel lesen

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Paris 13. November

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Der Verlust eines Menschenlebens ist unendlich.

Der Verlust von Menschlichkeit auch.

Wir trauern mit Paris.

Die »Hohe Luft«-Redaktion

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Na logisch! Der Pappkamerad

Na logisch #3: Der Pappkamerad. Kolumne von Daniel-Pascal Zorn

Wenn Sie mit jemandem ernsthaft über ein Thema diskutieren und auf seine oder ihre Argumente antworten wollen, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Die erste Möglichkeit besteht darin, sich auf den Wortlaut seines Arguments zu beziehen. Die zweite Möglichkeit ist, sein Argument noch einmal mit eigenen Worten zu wiederholen und auf diese Wiederholung zu antworten. Die erste Möglichkeit führt oft zu Nebendiskussionen über Formulierungen, die als „Wortklaubereien“ wahrgenommen werden. Die Wiedergabe eines Arguments mit eigenen Worten, so die Vorstellung, zeigt an, dass man es auch richtig verstanden hat. Den ganzen Artikel lesen

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Verantwortung für Flüchtlinge

Verantwortung für Flüchtlinge. Die moralische Macht der Bilder über das Bewusstsein

Wie ist eine Ethik der Hilfsbereitschaft denkbar? Der französisch-litauische Philosoph Emmanuel Lévinas sah in der Erfahrung des anderen Gesichts eine Grundlage für ethisches Handeln. Hans-Martin Schönherr-Mann, Professor für politische Philosophie an der LMU in München, darüber, wie uns diese Ethik angesichts der Flüchtlingsdramas an unsere Verantwortung erinnert.  Den ganzen Artikel lesen

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HOHE LUFTpost – Sind wir selbstlos genug für selbstfahrende Autos?

HOHE LUFTpost vom 06.11.2015: Sind wir selbstlos genug für selbstfahrende Autos?

Mehrere große Konzerne, allen voran Google, entwickeln Autos, die sich selbst steuern – und sie funktionieren erstaunlich gut. Die technischen Probleme scheinen größtenteils gelöst. Die ethischen noch nicht. Ein Argument für selbstfahrende Autos ist, dass sie die Zahl der Verkehrstoten senken. Je weniger Tote, desto besser – klar, oder? Zumindest, solange man selbst nicht dazugehört. Aber stellen Sie sich eine Situation vor, in der Ihr selbstfahrendes Auto die Wahl hat, entweder in eine Gruppe Fußgänger zu rasen, oder gegen eine Mauer zu fahren. Welche Entscheidung würden Sie sich von Ihrem Auto wünschen? In einem gerade erschienen Forschungspapier untersuchen amerikanische und französische Ökonomen und Psychologen solche hypothetischen Verkehrssituationen. Sie haben auch eine Umfrage gemacht, und siehe da: Die meisten Befragten sprachen sich für Autos aus, die die Zahl der Toten stets minimieren, egal ob die eigenen Insassen dazugehören oder nicht.
Stellen wir uns nun aber vor, die autonomen Autos hätten einen zuschaltbaren »Selbstschutzmodus«, in dem sie in kritischen Situationen jede Möglichkeit nutzen, das Leben ihrer Insassen zu retten. Wer würde den Selbstschutzmodus einschalten? Ich vermute, ziemlich viele Menschen.
Das bedeutet, dass umfassende gesetzliche Regelungen nötig sind, bevor selbstfahrende Autos zugelassen werden. Ich bin gespannt, ob das Ergebnis dann noch so selbstlos ist wie in der Umfrage der Forscher.

– Tobias Hürter

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Stellungnahme von Vittorio E. Klostermann

Vittorio Klostermann, Verleger der Heidegger-Gesamtausgabe, nimmt hier erneut Stellung zu den Vorwürfen des US-Ideenhistorikers Richard Wolin und verteidigt die Ausgabe, welche Wolin scharf kritisiert hatte. 

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Neues Sonderheft: Große Momente der Philosophiegeschichte

HOHE LUFT kompakt #2

KompaktAm 07. November erscheint unser zweites Sonderheft über »Die großen Momente der Philosophiegeschichte«. Wer waren die Personen hinter den weltbekannten Theorien? Wie kamen die großen Philosophen auf ihre Ideen? Wer oder was beeinflusste ihr Denken? In 11 Portraits von Platon und Aristoteles über Augustinus bis hin zu Wittgenstein und Popper präsentieren wir Ihnen Abenteuer des Denkens. Der Philosoph und Autor Richard David Precht berichtet im Interview von seinem neuen philosophiegeschichtlichen Buchprojekt und hat dazu die Einleitung des Heftes verfasst. Außerdem spricht der US-Philosophiehistoriker Peter Adamson über die Lücken der Philosophiegeschichte und die Frage nach dem Fortschritt in der Philosophie.

Hier können Sie das Heft versandkostenfrei bestellen.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

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