Alle Artikel in: HOHE LUFT

HOHE LUFTpost – Trump und sein Knall

HOHE LUFTpost  vom 15. Juli 2016: Trump und sein Knall Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat kürzlich einen bemerkenswerten Satz über ihren Kontrahenten Donald Trump gesagt: »Ich überlasse es den Psychiatern, seine Zuneigung zu Tyrannen zu erklären.« Im Klartext: Trump hat einen Knall. Mit dieser Vermutung steht Clinton nicht allein. Aber stimmt sie? Was sagen denn nun die Psychiater? Sie halten sich auffällig zurück. Und daran tun sie gut. Es gibt einen Trend, öffentliche Personen öffentlich zu psychoanalysieren, dem die Profis nicht folgen sollten. Eine Diagnose einer psychischen Störung ist ein schwerwiegendes Urteil, das nur nach einer persönlichen Untersuchung gefällt und nur mit Einverständnis der betroffenen Person öffentlich gemacht werden sollte. Daher bedeutet das Schweigen der Psychiater auch nicht, dass Trump keinen Knall hat. – Tobias Hürter

Amok der Begriffe

Der Täter von München war also ein »Amokläufer«, und kein »Terrorist«. Das klingt zunächst beruhigend. Es gibt eine Kategorie, in die diese Bluttat passt. Der Täter ist nicht nur tot, sondern auch auf den Begriff gebracht. Wir können die Ereignisse von München mit ähnlichen Taten vergleichen, etwa mit Amokläufen wie jenem an der Columbine High School oder in Winnenden. Man kann die psychischen Probleme des Täters rekonstruieren, seine familiäre Situation.

HOHE LUFTpost – Netz und Wahrheit

HOHE LUFTpost vom 08.07.2016: Netz und Wahrheit Nachdem in Österreich die Stichwahl des Bundespräsidenten wiederholt werden muss, sind nun in Blogs und sozialen Netzwerken Gerüchte über den Gesundheitszustand eines der beiden Kandidaten aufgetaucht. Ich möchte diese Gerüchte, für die keine sachliche Grundlage erkennbar ist, nicht wiedergeben, denn damit würde ich sie weiterverbreiten. Und damit sind wir beim Thema: Wahrheit im Internet.

Philosophie & Wirtschaft – das neue HOHE LUFT kompakt ist da!

Philosophie & Wirtschaft – Warum sie einander brauchen  Obwohl Wirtschaft und Philosophie oft als Gegensätze gesehen werden, haben sie vieles gemeinsam und können sich gegenseitig bereichern. Die dritte Ausgabe HOHE LUFT kompakt widmen wir deshalb diesem besonderen Paar. Wirtschaft gehört zu unserem Leben, darum wollen wir sie nicht den Ökonomen überlassen, sondern sie auch aus philosophischer Perspektive betrachten. Heute reicht rein ökonomisches Denken nicht mehr aus, es braucht die Philosophie, um die richtigen Fragen zu stellen und neue Blickwinkel zu gewinnen. Die Themen sind unter anderen: Was bedeutet Erfolg heute? Das Geheimnis guter Arbeit Geld und Vertrauen Ist der Kapitalismus noch zu retten? Die Kraft des Arguments Wieso Kooperation sich lohnt Wie Unternehmen von Philosophie profitieren. Hier geht es direkt zur Heftbestellung.

Na logisch! Die Ad-nauseam-Argumentation

Kolumne über Logik, Rhetorik und Argumentationstheorie von Daniel-Pascal Zorn. Heute: Reden, bis der Arzt kommt – Die Ad-nauseam-Argumentation Jeder, der schon einmal als Kind eine Abkürzung genommen hat, weiß: Es macht so viel mehr Spaß, mitten durch eine Wiese zu laufen, statt um sie herum. Je mehr Leute der Spur folgen, desto deutlicher wird sie und desto mehr eine Einladung für alle anderen, es ihnen gleichzutun. Manchmal, wenn ein schmaler zu einem breiten Trampelpfad geworden ist, bleibt dem Besitzer nichts anderes übrig, als ihn mit Kies aufzuschütten und damit ‚offiziell‘ zu machen. Das wiederholte Ablaufen immer derselben Strecke etabliert irgendwann eine Spur, die zum Weg wird.

HOHE LUFTpost – Männlein, Weiblein und Olympia

HOHE LUFTpost vom 01. Juli 2016: Männlein, Weiblein und Olympia Es gibt Männer, es gibt Frauen, und es gibt Philosophen, die bestreiten, dass es Männer und Frauen gibt. Ein Axiom der rege diskutierten »Gender Theory« ist, dass die Geschlechter nur soziale Konstrukte sind. Männlichkeit und Weiblichkeit seien nicht naturgegeben, sondern Ideale einer Kultur.

Der Brexit und die Verantwortung

Verlässt Großbritannien die Europäische Union? Allein der Umstand, dass diese Frage jetzt noch diskutiert wird, zeigt, dass etwas Grundsätzliches faul ist im Staate Großbritannien nach dem Referendum des letzten Donnerstags. Austreten oder nicht, das ist eine souveräne Entscheidung Britanniens, und der Volkssouverän hat gesprochen. Was also gibt es noch zu deuteln?