Schlagwort: Gefühle


Ausgabe 2/19: Wie viel Moral ist gut für uns?

HOHE LUFT 2/2019 ist da!

Begriffe wie »Gutmenschentum« geistern durch den öffentlichen Diskurs. Zeit, einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen: Wozu ist Moral gut? Wo liegen ihre Grenzen? In unserem Titelessay versuchen wir, eine differenziertere Sicht auf die angebliche »Hypermoral« und ihre Funktion in der Demokratie zu werfen.

Im dritten Teil unserer Serie »Die Weisheit der Gefühle« geht es diesmal um Traurigkeit und Wut – zwei Gefühle, die uns auf unterschiedliche Weise energetisieren; und die uns zeigen können, was uns wichtig ist und was wir unerträglich finden.

Weitere Themen im Heft: Freundschaft im digitalen Zeitalter. Joseph Vogl spricht über Kapitalismus und den Tod des Intellektuellen. Sigmund Freud – ein Philosoph? Was wir von chinesischer Kunst über das Netz lernen können. Was bedeutet Selbstständigkeit? Der weise Lord, Philosoph und Aktivist Bertrand Russell. Ist Identität ein Rhythmus?
Und: 55 Fragen – zum Nachdenken, Grübeln, Weitergeben.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

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Ja zum »Nein«

HOHE LUFT Ausgabe 1/2019 ist da! 

Neinsagen fällt oft schwer, gilt als destruktiv und unhöflich. In der neuen Ausgabe widmen wir uns seiner konstruktiven Seite, denn: Jedes Nein macht Platz für neue Möglichkeiten, für Freiheit und Differenz.

Pflanzen können mehr als wir ihnen zutrauen, so meint der Philosoph Emanuele Coccia. Im Interview erklärt er, warum es sich lohnt, auch die fremdartig wirkende Welt der Pflanzen in unserem Denken zu berücksichtigen – und wieso vegane Ernährungsweisen in seinen Augen nicht unbedingt moralischer sind als andere.

Weitere Themen: Hat alles einen Grund? Historiker Jörg Baberowski über Gewalt. Was das Gesicht über uns verrät. Was ist Faschismus? Zug-Design. Der Universalgelehrte Nikolaus von Kues. Philosophie und Architektur.

Und unsere Serie »Die Weisheit der Gefühle« geht mit diesem Heft in die zweite Runde. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal zwei unbeliebte Emotionen, die weiser sind als gedacht: Neid und Scham.

Viel Freude bei der Lektüre!

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Angstlust! HOHE LUFT 6/2018

Angst und Lust – es gibt kaum gegensätzlichere Empfindungen. Vor der Angst fliehen wir, der Lust jagen wir nach. Und doch dominiert heute eine Art Hybrid – eine »Angstlust«, die uns beides zugleich fühlen lässt. In der neuen Ausgabe HOHE LUFT starten wir eine Serie, die sich um die Weisheit der Gefühle dreht. Im Mittelpunkt des ersten Teils steht der »Thrill«, die rätselhafte Kombination von Angst und Lust. In der nächsten Ausgabe folgt das Gefühlspaar Neid und Scham.

In gleich drei weiteren Essays in diesem Heft gehen wir dunklen, schwer greifbaren Phänomenen nach, die auf ihre je eigene Weise Angstlust machen: Das Monströse, die Menschenmasse, der Fake.

Weitere Themen dieses Mal: Über die Gastfreundschaft. Was ist Antisemitismus? Das Doppelleben des Meister Eckhart. Was kann experimentelle Philosophie?
Und im Gespräch: Der Philosoph Christian Neuhäuser fasst Reichtum als moralisches Problem auf und möchte ihn begrenzen – aus Gründen der Selbstachtung.

Wir wünschen viel Freude mit dem neuen Heft!

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Was kann der Mensch? Ausgabe 2/2018

Globalisierung, entfesselter Kapitalismus, Digitalisierung, Trumpismus – Was bedeutet es, in diesen Zeiten als Mensch zu leben? Wie machen wir die Welt wieder humaner? Wir schlagen in der neuen Ausgabe 12 Thesen für einen neuen Humanismus vor. Denn wir sind davon überzeugt: Nur mit Menschlichkeit kann eine lebenswerte Zukunft gelingen.

Vor 200 Jahren wurde der Philosoph, Ökonom und Revolutionär geboren, der die Welt verändern wollte: Wer war Karl Marx, was prägte sein Denken und was bleibt davon heute? Dem einflussreichen Theoretiker widmen wir den Schwerpunkt im neuen Heft.

Weitere Themen der Ausgabe: Wie gefährlich ist künstliche Intelligenz? Die Rationalität der Gefühle. Was macht Pornografie mit uns? Warum wir feiern müssen. Über Treppen-Design. Und: Wie ist Autonomie heute möglich? Ein Gespräch mit der Philosophin Beate Rössler in Amsterdam.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit dem neuen Heft!

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Gefühle? Gewissen!

Von Tobias Hürter

Wenn den Berichten und Kommentaren glauben kann, dann ist Deutschland derzeit im emotionalen Ausnahmezustand. Deutschland sei ein »Hippiestaat, der sich nur von seinen Gefühlen leiten lässt«, sagt der englische Politologe Anthony Glees. »Wir erleben in Echtzeit, wie sich die Gefühle eines ganzen Landes synchronisieren«, schreibt der »Zeit«-Wissenschaftsredakteur Ulrich Schnabel. Gemeint sind natürlich die bewegenden Szenen, die sich am Münchner Hauptbahnhof und anderswo abspielen. Deutsche umarmen ankommende Flüchtlinge. Hilfsorganisationen werden überschwemmt von Spenden. Allerdings bezweifle ich, dass man diesen Berichten und Kommentaren wirklich glauben kann. Deutschland wird nicht von seinen Gefühlen geleitet. Sondern vom Gewissen. Das ist ein wesentlicher Unterschied – und gut so.

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HOHE LUFTpost – Fliegen und ihre Gefühle

HOHE LUFTpost vom 22.05.15: Fliegen und ihre Gefühle

Was geht in einer Fliege vor, auf die gerade ein Mensch einen Mordanschlag verübt hat? Auf den ersten Blick schwer zu sagen, man weiß ja nicht, wie es ist, eine Fliege zu sein. Nun aber haben sich Biologen mit dieser Frage in einem Paperbeschäftigt. Die Wissenschaftler haben Fliegen, die beim Fressen waren, mit bewegten Schatten aufgescheucht und ihr Verhalten beobachtet. Im Titel des Papers sprechen die Forscher noch vorsichtig von einem »anhaltenden Zustand defensiver Erregung«, doch im Paper selbst schreiben sie den Fliegen »primitive Emotionen« zu – ein Novum in der biologischen Forschung, die die Fliegen als pure Reiz-Reaktions-Maschinen zu betrachten pflegt.
Ist es wirklich sinnvoll, so einfach gebauten Lebewesen Emotionen zuzusprechen? Ja! So wird ihr Verhalten verständlich. Sie schwirren aufgeregt umher, weil sie Angst um ihr Leben haben. Erst allmählich, eine Weile nach dem Reiz, beruhigen sie sich wieder. Natürlich wissen wir nicht sicher, was sie dabei empfinden. Aber das wissen wir, wenn man es ganz genau nimmt, bei unseren Mitmenschen auch nicht. Dennoch ist es vernünftig, ihnen vergleichbare Emotionen zuzuschreiben, wie jeder sie von sich selbst kennt. Und bei Fliegen liegt die Sache ähnlich, wie wir jetzt in »Current Biology« nachlesen können. Mehr Mitgefühl mit den Fliegen!

– Tobias Hürter

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