Alle Artikel mit dem Schlagwort: featured

Die neue HOHE LUFT ist da!

„Wie viel ist genug?“ … fragen wir in unserer neuen Ausgabe. Eine wichtige Frage angesichts des Krieges, der Gasknappheit, Inflation und Rezession. Die aktuelle Krise bedroht unseren Wohlstand – und womöglich auch unseren sozialen Zusammenhalt. Denn sie trifft nicht alle Menschen gleich, sondern vor allem die Ärmeren, während die Reichen und Superreichen womöglich sogar profitieren. Das macht die Entwicklung so brandgefährlich für unsere Gesellschaft. Auch der Klimawandel zwingt uns dazu, unsere Lebensweise radikal zu verändern und auf Wohlstand zu verzichten. Über die Krisen nachzudenken heißt auch, über soziale Ungleichheit nachzudenken – und damit über die Frage, was Menschen für ein gutes Leben brauchen. Wir haben diesen Heftschwerpunkt daher dem Thema „Arm und Reich“ gewidmet. Außerdem im Heft: Die Berliner Autorin Ariana Zustra beschäftigt sich mit der Kabarettistin Lisa Eckhart und der Schwierigkeit, Ambivalenzen auszuhalten. Tobias Hürter porträtiert den Logiker Gottlob Frege. Und Merlin Wassermann fragte den im chinesischen Macau lehrenden Philosophen Hans-Georg Möller im Interview, warum die Ära der Authentizität sich dem Ende neigt.

Die neue HOHE LUFT ist da!

„Was gibt uns Zuversicht?” fragen wir in unserer neuen Ausgabe. Mit gutem Grund, meinen wir, denn was wir angesichts der düsteren Nachrichtenlage brauchen ist, ist vor allem: Vertrauen, Optimismus, Mut, die eigenen Fähigkeiten zur Überwindung von Krisen (neu) zu entdecken. Der Mensch kann allen, oder zumindest sehr vielen Widrigkeiten trotzen. Denn was uns eint, ist die Fähigkeit und die Kraft zur Zuversicht. In unserem Schwerpunkt ‚Zukunft’ geht es darum, was Zuversicht wirklich heißt; außerdem fragen wir, wie und was wir aus vergangenen Irrtümer für die Zukunft lernen können; im großen Schwerpunkt-Interview fordert die Philosophin, Umwelt- und Tierethikerin Corine Pelluchon eine neue Aufklärung, die für mehr Naturschutz und Gerechtigkeit sorgt.Außerdem im Heft: Ein Essay über den Sinn der Eifersucht; ein Porträt von Nikolaus Kopernikus; ein Lob des Lasters; sowie: Enfant terrible der Philosophie Slavoj Zizek im Gespräch über Freiheit, Freud – und das Nirvana; …und vieles mehr!

Die neue HOHE LUFT ist da! Wohin sind wir unterwegs?

»Wohin sind wir unterwegs?« fragen wir in unserer neuen Ausgabe. Der HOHE LUFT Schwerpunkt Zeitenwende befasst sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven – kulturhistorischen, journalistischen, persönlichen – mit der unübersichtlichen, beunruhigenden Weltlage. Wir schreiben über das Ende des westlichen Wunschdenkens, erleutern die zentralen Begriffe der Kriegsberichterstattung, sprechen mit Martin Staudinger, einem der renommiertesten und erfahrensten Kriegs- und Krisenreporter – und beleuchten den Wert des Zwischenmenschlichen. Außerdem im Heft: Wahlrecht für Kinder?/ Kunst als Fortschritts-Booster/ Reden wir über Sex!/ Frank Ramsey – Wittgensteins Herausforderer. Sowie: ein großes Interview mit dem Ägyptologen und Grand Seigneur der Kulturwissenschaften Jan Assmann, der uns erklärt, warum er – trotz allem – Optimist ist und bleibt.

Die neue HOHE LUFT ist da! Was können wir noch glauben?

Wir haben diese Ausgabe noch vor der »Zeitenwende« konzipiert; als Menschen noch nicht aus der Ukraine flohen, kämpfen mussten, einander verloren oder in Kellern Schutz suchten. Viele der von uns behandelten Themen, wie der »Widerstand«, die »Demokratie«, die »Sucht nach mehr« oder auch die »Freundschaft« klingen nun anders und erhalten im besten Fall eine weitere Bedeutungsebene. Und gerade die Frage »Was können wir noch glauben« scheint in einer Zeit, wo die Wahrheit sich wieder zwischen Ost und West zu teilen scheint, unglaublich relevant. Solltet Ihr dennoch die ein oder andere Zeile angesichts der aktuellen Situation als unpassend empfinden, bitten wir dafür um Entschuldigung. ⁠ ⁠ Wir wünschen Euch viel Kraft in diesen unruhigen Zeiten und von Herzen alles Gute.

Belügt mich mein Job?

Ein stressiges Arbeitsjahr liegt hinter uns – und auch 2022 werden unsere jobbezogenen ToDo’s kaum weniger werden. Wissen Sie, warum Sie tun, was Sie tun? Bereitet Ihnen Ihre Arbeit Freude? Die heutige Arbeitswelt verspricht Selbstverwirklichung, Freiheit, Sinn. Doch ist das, was heute unter dem Schlagwort „Purpose“ läuft, allzu oft bloß geschicktes Marketing. Im Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT gehen wir daher der Beziehung von Arbeit und Lüge, Schein und Sein nach. Belügt mich mein Job?, fragen wir – und analysieren aus interdisziplinären Blickwinkeln, was sinnvolle Arbeit ausmacht; und was tatsächlich „Fake Work“ ist. Dazu gibt im großen Schwerpunkt-Interview die Arbeitssoziologin Sabine Pfeiffer Auskunft über die Aktualität der Kapitalismuskritik von Karl Marx. Außerdem im Heft: der ergreifende Essay eines 15-jährigen Schülers über seinen an Demenz erkrankten Vater; ein Porträt der Schriftstellerin und Philosophin Iris Murdoch; ein sehr persönlicher Bericht über die lebensnotwendige Funktion der Hoffung; Antworten der ehemaligen BUNTE-Chefredakteurin Patricia Riekel auf die Frage: „Was ist Macht?“. Sowie: ein großes Interview mit dem im Silicon Valley lebenden, sportbegeisterten Stanford-Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht über KI, …

Wohin bewegen wir uns?

Fortschritt – für die einen klingt das nach einem Versprechen. Nach Entwicklung, höher, schneller, weiter, moderner. Andere wittern in ihm Gefahr. Abwege, Überforderung. Früher war ja schon alles besser. Vielleicht ist es Zeit, Fortschritt neu zu denken. Text: Thomas Vašek Unter »Fortschritt« verstehen wir zumeist eine durch menschliches Handeln herbeigeführte Veränderung zum Besseren. Der Begriff hat also eine positive Konnotation; meist meinen wir damit eine erstrebenswerte Entwicklung. Doch der Fortschrittsbegriff hat seine Tücken. Einerseits bezeichnen wir damit eine reale Veränderung. Wir behaupten also, dass es Fortschritt wirklich gibt oder gegeben hat. Zugleich drückt der Glaube an den Fortschritt aber auch die Zuversicht aus, dass sich die Dinge in Zukunft zum Besseren verändern werden oder wenigstens verändern können. Aber woher wissen wir, was »das Bessere« ist? Im Alltag reden wir von Fortschritt vor allem im Hinblick auf ein bestimmtes Ziel. Zum Beispiel sagen wir, dass ein Heilungsprozess »Fortschritte« macht, wenn man dem Ziel der Gesundung näherkommt. Ähnlich sprechen wir von Fortschritten beim Erlernen einer Sprache oder beim Lösen eines Problems. Unter Fortschritt im historischen Sinne verstehen …

Club der freien Geister

Der Mensch Rudolf Steiner und die Anthroposophie sind umstritten. Die einen sehen in ihr eine Heilslehre, die anderen Humbug. Wer also war der Mann, der die Anthro­posophie begründete? Wie kam er zu seinem Denken? Und wieso kommt die Welt davon nicht los? Text: Thomas Vašek Rudolf Steiners Anhänger schwärmten von seinen dunklen Augen, seinem durchdringenden Blick. Manche verehrten ihn als Propheten, als Eingeweihten, der Zugang zu einer höheren Wirklichkeit besaß. Für andere war er nur einer von vielen Spinnern und Sektierern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit neuen Heilslehren herumliefen. Was mit Vorträgen vor einer Handvoll Zuhörern begann, das ist heute eine Erfolgsmarke im globalen Sinngeschäft. Von der Waldorf­pädagogik über den biodyna­mischen »Demeter«-Landbau bis zur alternativen Medizin, von der Weleda-Kosmetik bis zur Privatuniver­sität Witten/Herdecke, deren Gründungsgeschichte mit der Anthroposophie verbunden ist: Kaum eine andere Lehre hat auf derart viele Bereiche des praktischen Lebens gewirkt wie Steiners »Anthroposophie«. Auch deshalb ist es hoch an der Zeit, sich mit dieser Lehre kritisch auseinanderzusetzen. Seit Jahren schwelt die Diskussion über Methoden und Lehrinhalte der Waldorfpädagogik, es gab …

Woher komme ich? Die neue Ausgabe HOHE LUFT

Liebe Leserin, Lieber Leser, HOHE LUFT schreibt Geschichte: Das Magazin für alle, die Lust am Denken haben, wird 10 Jahre alt. Zehn Jahre, das ist eine lange Zeit. HOHE LUFT hat sich verändert. Wir sind vorsichtiger in unseren Urteilen geworden, interdisziplinärer, offener in unserer Haltung. Denn gerade in einer Zeit der Unsicherheit müssen wir bereit sein, eigene Meinungen kritisch zu überdenken – und gegebenenfalls auch zu revidieren. Im Schwerpunkt unserer Jubiläumsausgabe (1/2022) fragen wir: Woher komme ich? Wir möchten Sie inspirieren, über das Thema Geschichte neu und anders nachzudenken. Lesen Sie über Bedeutung von Erinnerung und Tradition; die Rückkehr der Renaissance; und den autobiografischen Zugang zu unserer Geschichte über die Storys, die wir uns und anderen erzählen. Zwei prominente Historiker teilen ihre Einsichten: Götz Aly erklärt im großen Interview, wie aus dem Nationalsozialismus ein Massenphänomen werden konnte. Und Heinrich August Winkler reflektiert die aktuell wieder viel debattierte These des deutschen »Sonderwegs« aus philosophiegeschichtlicher Perspektive. Außerdem im Heft: Die Astrophysikerin und Philosophin Sibylle Anderl im Gespräch über Außerirdische und Wissenschaft in der Pandemie; ein Essay des …

10 Jahre HOHE LUFT – Wie denken wir weiter?

Lieber Leserinnen und Leser, wir können es selbst kaum glauben, doch HOHE LUFT gibt es nun bereits seit zehn Jahren. Diesen tollen Anlass möchten wir nutzen, um uns bei Ihnen zu bedanken – denn ohne Sie wäre das nicht möglich gewesen. Wir haben uns dazu etwas besonderes ausgedacht: Ein Jubiläums-Online-Event für unsere Leserinnen und Leser mit der Redaktion und tollen Gästen unter dem Titel: »10 Jahre HOHE LUFT – Wie denken wir weiter?«: Am 18.11.21 Von 17:00 bis 18:30 Online über Zoom. Die Veranstaltung ist kostenlos, dennoch bitten wir Sie, sich hier anzumelden. Mit dabei sein werden: Konrad Paul Liessmann Dr. Konrad Paul Liessmann ist Professor i. R. für Philosophie an der Universität Wien, Essayist, Literatur-Kritiker und Kulturpublizist. Zahlreiche wissenschaftliche und essayistische Veröffentlichungen zu Fragen der Ästhetik, Kunst- und Kulturphilosophie, Gesellschafts- und Medientheorie, Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts. Zuletzt erschienen: »Alle Lust will Ewigkeit: Mitternächtliche Versuchungen« (Zsolnay). Seit 1996 ist er wissenschaftlicher Leiter des »Philosophicum Lech«.     Jörg Bernardy Dr. Jörg Bernardy lebt als freier Philosoph und Experte für Emotionale Intelligenz in Hamburg. Er …

»Wenn das Schild in die falsche Richtung weist, dann muss man es umdrehen«

Hubert Wolf ist einer der angesehensten und engagiertesten Theologen und Kirchenhistoriker des Landes. Er gab uns Auskunft über den Wandel (in) der Kirche – und über die wahre Bedeutung der Tradition. Interview: Rebekka Reinhard, Thomas Vašek Seit die katholische Kirche durch diverse Missbrauchsskandale weltweit in der Kritik steht, ist es wichtiger denn je, grundsätzliche Fragen zu klären: Wie hängen Fundamentalismus und Reformverweigerung zusammen? Welche Rolle spielen hierarchische Machtstrukturen? Und vor allem: Was ist das Verhältnis von Wandel und Tradition? Als interdisziplinär ausgerichtete Philosophie-Zeitschrift wollten wir auf diese Fragen Antworten finden. Hubert Wolf war für uns der kompetenteste Gesprächspartner, den wir uns wünschen konnten. Wolf, der an der Universität Münster lehrt und mit seinem Team seit vielen Jahren in den Vatikanischen Archiven forscht, ist nicht nur ein herausragender Wissenschaftsvermittler; der mit zahlreichen Preisen wie dem Leibniz-Preis und (zuletzt) dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa Geehrte ist vielen auch als »Dan Brown« der Kirchengeschichte bekannt. Sein internationaler Bestseller über die »Nonnen von Sant’Ambrogio« wird gerade verfilmt. Im Gespräch mit HOHE LUFT, das via Zoom stattfindet, besticht Wolf durch …