Alle Artikel mit dem Schlagwort: featured

Müssen wir Europa wollen?

Europa ist uns zur Gewohnheit geworden. Setzen wir die Idee der Gemeinschaft deshalb aufs Spiel? Haben wir überhaupt begriffen, was die EU bedeutet? Wir sind Europäer. Wir kaufen italienischen Parmesan, lieben französischen Bordeaux und fahren mal schnell über die Grenze nach Österreich. Wir zahlen in Euro. Unsere Fliesenleger kommen aus Polen. Wir studieren für sechs Semester in Venedig, arbeiten in Luxemburg oder sparen, um unseren Kindern ein Schuljahr an einer guten britischen Lehranstalt zu finanzieren. Europa ist selbstverständlich. Aber was ist Europa? Europa – das war in der griechischen Mythologie eine Königstocher, die vom Gott Zeus entführt und vernascht wurde. Europa – das ist ein Kontinent. Europa – das ist aber auch eine Idee, die nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs geboren wurde. Die Idee, dass es bei uns nie wieder Krieg geben darf. Es ist die Vorstellung, dass es möglich ist, unter­schiedliche, teils widersprüchliche nationale Identitäten und In­teressen demokratisch zu einen. Wenn wir von Europa ­sprechen, meinen wir auch die Europäische Union: 27 unterschiedliche Sichtweisen, zwischen denen in Brüssel in nächtelangen Sitzungen vermittelt werden …

Wer rettet den Helden? Ausgabe 4/19 ist da

Als Kind finden wir Helden und ihre Geschichten meistens toll. Doch heute steckt das Heldentum in der Krise. Helden haben – historisch ausnahmslos Männer – ein schlechtes Image. Niemand braucht mehr solche Kraftkerle, die sich selbst und anderen andauernd etwas beweisen müssen. Dennoch brauchen wir immer noch Menschen, die mutig Entscheidungen treffen, die andere beschützen und für eine gerechte Sache ein­ treten. Der Held braucht also eine General­überholung! In unserem neuen Titelessay werfen wir einen Blick auf die mythologischen Ursprünge des Helden und seine aktu­elle Lage – und fragen, was vom tradierten Heroismus übrig geblieben ist. Spätestens seit der #MeToo-Debatte ist der Feminismus aus der öffentlichen Debatte nicht mehr wegzudenken. Im Schwerpunkt des neuen Hefts machen wir eine eine kritische Bestandsaufnahme und stellen vier Thesen zum modernen Feminismus auf. Weitere Themen: Das Gute am Nützlichen. Die Seele der Natur. Arthur Schopenhauer und seine Welt. Ist die Kultur am Ende? Warum nichts Neues passiert. Deutsche Comedy: Gute-Laune-Populismus? Und im großen Interview sprechen wir mit dem US-Politikwissenschaftler Francis Fukuyama über seine Kritik an linker und rechter Identitätspolitik …

Serie: Die Weisheit der Gefühle / Teil 3 / Wut und Traurigkeit

Energie des Lebens Von Thomas Vašek; Illustration: Charles Wilkin Wut und Traurigkeit gehören zum Intensivsten, was wir fühlen können. Sie sind klare Signale für das, was uns verstimmt oder sehr berührt. Viel zu oft sind sie verpönt, dabei zeigen sie uns auch Grenzen auf oder vermitteln uns wichtige Einsichten. Überall brennende Autos, geplünderte Läden, verwüstete Straßenzüge: Als Anfang Dezember die »Gelbwesten« durch Paris zogen, blieb sogar der Louvre geschlossen. Es waren die gewalttätigsten Ausschreitungen in Frankreich seit der Studentenrevolte 1968. Doch hinter den Protesten steht keine Organisation, keine politische Bewegung, keine Ideologie. Es ist vielmehr die Wut, die die Menschen auf die Straße bringt – die Wut auf »die da oben«, auf die Eliten, aufs politische Establishment. Wut ist unser mächtigstes, unser gefährlichstes Gefühl. Kein anderes bringt uns so leicht aus der Fassung, kein anderes trübt so sehr unseren Verstand. Wut treibt Menschen zur Raserei, ja zu Morden, sogar zum Töten des eigenen Ehepartners. Sie kann Menschenmassen mobilisieren, Volksaufstände auslösen und Revolutionen entfachen; auf ihr Konto gehen Amokläufe ebenso wie die Selbstmordattentate islamistischer Fanatiker. Wut …

Die Deutschen und ihr Auto

Dieses Land hat ein romantisches und imperiales Verhältnis zum Fahren. Dem gehorchen sowohl Kfz-Besitzer wie auch die Industrie. Bloß bringt das niemanden in die Zukunft. Warum die Deutschen das Auto loswerden sollten. Den ganzen Essay von HOHE LUFT-Chefredakteur Thomas Vašek finden Sie hier auf ZEIT online: https://www.zeit.de/kultur/2019-04/deutsche-autofahrer-autobranche-bedeutung-symbol

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Wie erwachsen werden? Heft 3/2019

HOHE LUFT 3/2019 – ab 14. März 2019 im Handel! Die erste Beziehung, der erste Job, der Tod der Eltern – Erwachsen werden, das heißt für jeden von uns etwas anderes. Und doch gibt es gewisse Dinge, die für uns alle zum Erwachsenwerden dazu gehören, wie, seine Unmündigkeit abzulegen und Verantwortung zu übernehmen. Was Erwachsensein bedeutet, reflektieren wir in unserem neuen Titelessay.