Alle Artikel mit dem Schlagwort: Denken

Im Alten Griechenland #6: Parmenides, Denken und Sein

Meine Reise durch das Alte Griechenland führte mich nun weit nach Westen und mir wurde klar, dass die Heimat der ersten Philosophen, die ich bisher nur auf den griechischen Halbinseln vermutet hatte, viel größer war. Im Osten gehörten Teile des Landes dazu, das ich als die Türkei kannte, und nun kam ich nach Süditalien, sozusagen an das Schienbein des italienischen Stiefels – nach Elea. Hier wollte ich mich länger aufhalten, denn als Zeitreisender wusste ich schon, dass ich an diesem Ort nicht nur Parmenides antreffen würde, sondern etwas später auch Zenon, den Hegel den „Anfänger der Dialektik“ genannt hatte. Auf meiner langen Schiffsreise vom Osten in den Westen dachte ich darüber nach, wie wunderbar es doch ist, zu philosophieren. Alles konnte ich zum Gegenstand des Nachdenkens machen – das, was mich direkt umgab, was ich vor mir sah, das, was ich noch nicht kannte, aber kennenzulernen hoffte, aber auch die Dinge, die es vielleicht gar nicht gab, die gar nicht existierten. Aber kann man überhaupt über Dinge nachdenken, die es nicht gibt? Kaum hatte ich …

Reflexe #12: Wege ins griechische Denken

Es gehört zu den Selbstverständlichkeiten der europäischen Philosophietradition, dass sie ihre Wurzeln bei den Denkern im alten Griechenland hat. Viele der Sätze, die Thales, Heraklit, Anaximander und anderen zugeschrieben werden oder die sich in den Schriften von Platon, Aristoteles finden lassen, haben es in unsere Alltagssprache geschafft, wenn auch oft zum Sprichwort verkürzt und kaum noch wiederzuerkennen. Und bis in die Philosophie unserer Tage hinein kreist das philosophische Denken um Fragen, die in den Fragmenten der Vorsokratiker, den Dialogen des Platon und Aristoteles‘ Schriften gefunden werden können.

Normal sein – warum eigentlich? Ausgabe 3/2018

Es ist paradox: Wir möchten normal sein und doch einzigartig. Als durchschnittlich wollen wir nicht gelten, aber auch nicht ständig anecken. Doch was ist heute überhaupt normal? In der neuen Ausgabe HOHE LUFT fragen wir nach der Bedeutung von Normalität und ihrer Rolle in unserem Leben. Weitere Themen: Das Ende der Rechts-Links-Unterscheidung? Die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal über Wege aus dem Sexismus. Was es heißt, einen Menschen zu verstehen. Über das Warten. Philosophie der Midlife-Crisis. Kreativität im digitalen Zeitalter. Was sagt uns die Stille? Und: »Der Mensch ist nie allein« – wir trafen den Freiburger Philosophen Rainer Marten zum Interview über das Verhältnis von Denken und Leben. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit dem neuen Heft! Hier können Sie das Heft und ältere Ausgaben versandkostenfrei bestellen.  Sie haben Lob, Kritik oder Anmerkungen? Schreiben Sie uns unter: kontakt(at)hoheluft-magazin.de

Na logisch!

Daniel-Pascal Zorn ist Philosoph mit Schwerpunkt Argumentationstheorie und philosophischer Dialektik. Er schreibt einen Blog über reflexive Logik und ab jetzt jeden zweiten Freitag auf dem HOHE LUFT-Blog eine Kolumne über die Tücken der Argumentation, Denkfehler und logische Fallstricke. Hier kommt Folge 1! Philosophie als Kunst der Rechtfertigung Wir alle sind tagtäglich in Diskussionen mit anderen Menschen verstrickt. Wir diskutieren über das Essen, das Wetter oder das letzte Fußballspiel. Wir diskutieren über tagespolitische Ereignisse, wissenschaftliche Entdeckungen oder Gerüchte, die wir gehört haben. Und wenn es ernst wird – oder spät ist oder wir ein wenig über den Durst getrunken haben –, dann diskutieren wir die grundlegenden Fragen: religiöse Überzeugungen und philosophische Thesen oder Positionen, denen wir zustimmen oder die wir ablehnen.