Kategorie: Wissenschaft


»Reflexe« – die neue Kolumne von Jörg Friedrich. Folge 1: Markus Gabriels neuer Realismus

Jörg Friedrich lebt in Münster und ist Philosoph und IT-Unternehmer. Er schreibt und spricht vor allem über technik-und wissenschaftsphilosophische Themen und Fragen der praktischen Philosophie (Ethik, politische Philosophie, philosophische Ästhetik). In seiner neuen monatlichen Kolumne »Reflexe« reflektiert er über einen aktuellen philosophischen Ansatz und lädt zum kritischen Weiterdenken ein. 

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HOHE LUFTpost – Pinocchio als Präsident

HOHE LUFTpost vom 04.11.2016: Pinocchio als Präsident

 Die Wahrheit ist eine Diva. Wenn man sich nicht immer wieder um sie bemüht, verliert man sie. Diese Mahnung scheint heute aktueller denn je: Wir leben angeblich im »postfaktischen« Zeitalter, in dem es nicht mehr um die Wahrheit von Aussagen geht, sondern nur noch um ihre Wirkung.

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Na logisch! Die Derailment-Taktiken, Teil 2

Daniel-Pascal Zorn schreibt in seiner Kolumne Na logisch! über Logik, Rhetorik und Argumentationstheorie. Heute erscheint die 20. und letzte Folge: Die Derailment-Taktiken, Teil 2

In der vorangegangenen Folge dieser Kolumne habe ich mich mit formalen Formen des ‚Entgleisens‘ bzw. des ‚Entgleisenlassens‘ von Diskussionen beschäftigt: Ablenkung und Antwortdiktat versuchen sich vor allem der Art und Weise der Gesprächsführung zu bemächtigen. Das Verschieben des Torpfostens und die Autoritätssimulation versuchen den Inhalt zugunsten der eigenen Sichtweise von vornherein festzulegen oder zu verändern. Die Ironisierung versucht wiederum, die Rechtfertigungspflicht für die eigenen Aussagen willkürlich festzulegen. Was man nicht ernst gemeint hat, muss man auch nicht rechtfertigen – so versucht man den rhetorischen Aspekt der Rede auszunutzen, selbst wenn der logische Aspekt nicht relevant wird. Den ganzen Artikel lesen

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Na logisch! Die Derailment-Taktiken, Teil 1

Daniel-Pascal Zorn schreibt in seiner Kolumne Na logisch! über Logik, Rhetorik und Argumentationstheorie.
Folge 19: Die Derailment-Taktiken, Teil 1

Wenn zwei Boxer in einem Ring aufeinander losgehen, dann sieht es im ersten Moment so aus, als wollten sie einander fürchterlich verprügeln. Vor dem Kampf werden Sprüche geklopft, wird der Gegner mit Spott und Häme überzogen. Die Kämpfer tauschen wilde Blicke aus oder üben sich in ignoranter Verachtung. Sobald beide dann aber im Ring einander gegenüberstehen, wird klar: Auch diese beiden Muskelpakete folgen bestimmten Regeln. Es gibt einen Ringrichter, der darüber wacht. Ihm müssen beide Kämpfer einen fairen Kampf versprechen. Es gibt eine Jury, die den Kampf genau beobachtet und nach einem festgelegten Schema Punkte verteilt. Den ganzen Artikel lesen

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HOHE LUFTpost – Drei Eltern, ein Baby

HOHE LUFTpost vom 07.10.2016: Drei Eltern, ein Baby

In Mexiko ist ein Baby zur Welt gekommen, das drei Eltern haben soll – zumindest trägt es Erbgut von drei Erwachsenen: zwei Frauen und einem Mann. Die Meldung erregte großes Aufsehen. Drei Eltern, gibt das nicht Ärger? Gerät da nicht das natürliche Gefüge der Fortpflanzung durcheinander? Bei näherem Hinsehen ist diese Sorge übertrieben. Die zweite Frau steuerte lediglich das Erbgut der Mitochondrien außerhalb des Zellkerns bei – es macht weniger als ein Tausendstel der gesamten Erbinformation aus und hat keine Auswirkungen auf die individuelle Entwicklung und das Aussehen des Kindes. Es bleibt also bei zwei biologischen Eltern. Allerdings stellt sich ein anderes ethisches Problem. Die Mitochondrien-DNA der Mutter wurde durch die der Spenderin ausgetauscht, um eine schwere Erbkrankheit zu vermeiden. Die Geburt in Mexiko ist also ein weiterer Schritt zu einer technischen Kontrolle des Erbguts von Babys. Wie weit darf diese Kontrolle gehen? Was bedeutet sie für Menschen, die mit Erbkrankheiten geboren wurden, die heute technisch »vermeidbar« wären? Das sind heikle Fragen, die dringend zu klären sind. Der technische Fortschritt kann nicht über Sollen und Dürfen entscheiden.

– Tobias Hürter

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Na logisch! Der psychologistische Fehlschluss

Daniel-Pascal Zorn schreibt in seiner Kolumne »Na logisch!« über Rhetorik, Logik und Argumentationstheorie. Heute: Der psychologistische Fehlschluss

Wer den öffentlichen Diskurs in den vergangenen Monaten beobachtet hat, dem konnte eine Entwicklung nicht verborgen bleiben: Die gegenseitige Zuschreibung von ideologischen Haltungen als Kampfmittel in der rhetorischen Auseinandersetzung. Mittlerweile vergeht kein Tag auf Facebook, an dem man nicht von „rechtsbraunverdrehten Nazis“, „linksgrünversifften Gutmenschen“ oder anderen seltsamen Konstruktionen lesen kann, die die Leute sich in einer beliebigen Kommentarspalte gegenseitig an den Kopf werfen. Die Welt, sie scheint eingeteilt in feste ideologische Positionen – davon profitieren dann immer die, die immer profitieren, wenn es um Alles oder Nichts gehen soll. Den ganzen Artikel lesen

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Donald Trump: Der falsche Prophet

Der US-Ideenhistoriker Richard Wolin, Professor am Graduate Center der City University New York, bringt das Phänomen Donald Trump mit Forschungsergebnissen Theodor W. Adornos et al. zur »autoritären Persönlichkeit« aus den 1940er Jahren in Verbindung. Wolin forscht auf dem Gebiet europäischer Ideengeschichte und beteiligte sich in einem Interview und einem Beitrag an der Heidegger-Debatte

Viel wurde bereits geschrieben im Bemühen, Donald Trump’s beispiellose und verstörende Kandidatur für das Amt des amerikanischen Präsidenten historisch zu situieren. Ein Problem dabei ist natürlich, dass Trump als politischer Outsider ein vollendetes politisches Chamäleon darstellt. Seine Positionen können sich von heute auf morgen, von Moment zu Moment ändern. Den ganzen Artikel lesen

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»Wir sind eine chronisch übermüdete Gesellschaft«

Welchen Blick hat ein Chronobiologe – also einer, der die zeitliche Organisation physiologischer Prozesse untersucht – auf das Phänomen Zeit? Und was hat unser Schlaf mit Demokratie zu tun? Ein Gespräch mit Till Roenneberg, Professor am Institut für Medizinische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München Den ganzen Artikel lesen

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Na logisch! Das Argument ex silentio

Daniel-Pascal Zorn schreibt in seiner Kolumne »Na logisch!« über Rhetorik, Logik und Argumentationstheorie. Heute: Wer schweigt, stimmt zu – Das Argument ex silentio

In aktuellen politischen Debatten ist immer wieder die Rede von einer „schweigenden Mehrheit“. Diese Mehrheit scheint stets, ohne Klage oder Widerspruch, dieselbe Meinung zu vertreten wie derjenige, der sich auf sie beruft. Auch auf die Frage, warum die Mehrheit schweigt, gibt es eine Antwort. Sie schweigt, weil sie sich nicht traut, ihre eigentliche Meinung zu sagen. Den ganzen Artikel lesen

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Na logisch! Der Ad-ignorantiam-Fehlschluss

Daniel-Pascal Zorn schreibt in seiner Kolumne Na logisch! über Logik, Rhetorik und Argumentationstheorie. Heute: Der Ad-ignorantiam-Fehlschluss 

Es klingt vielleicht auf den ersten Blick unglaubwürdig: Aber manche der hier verhandelten Fehlschlüsse waren verantwortlich für die Entscheidung über die gesellschaftliche Ächtung oder sogar über Leben und Tod vieler Menschen. Zwei Beispiele können das illustrieren: Den ganzen Artikel lesen

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