Alle Artikel mit dem Schlagwort: Klugheit

Zu dumm für die Zukunft? Unsere Ausgabe 3/2020 ist da!

Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an die Zukunft denken? Haben Sie lachende Kinder in gesunden Wäldern vor Augen – oder sehen Sie Hamburg im Hochwasser versinken? Vielen erscheint die Zukunft heute bedrohlicher und ungewisser denn je. Wir fragen uns, ob wir überhaupt die nötigen Kompetenzen besitzen, um mit den Problemen von morgen fertig zu werden – und ob nicht bald ohnehin eine technologische Hyperintelligenz das Steuer übernehmen wird. Im Guten wie im Schlimmsten. In unserem Titelessay ergründen wir, wie sich »dumm« und »klug« in einer Welt verhalten werden, die wir noch gar nicht beschreiben können. Extremen Zukunftsszenarien steht allerdings eine gesellschaftliche Gegenwart entgegen, die die lau­warme Mitte sucht, wie Maja Beckers in ihrem Essay schreibt. Die digitale Transformation ist schon jetzt in vollem Gange – wie sich dies in einer neuen Dominanz der männlichen Norm bemerkbar macht, erklärt Rebekka Reinhard. Allen gängigen Normen entzieht sich die 88-jährige Freiburger Künstlerin Helga Marten, die ihre philosophischen Betrachtungen über Malerei als Akt der Freiheit in einem Interview erklärt. Und ein weiteres Interview gibt es im …

Die Wissenschaft vom richtigen Leben

Weisheit war bis vor Kurzem die Domäne der Philosophen. Jetzt entdecken Ökonomen und Psychologen sie neu. Ist das gut?   Der Physiker Paul Frampton ist ein Mann von Welt. Er hat die britische und die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er war »Distinguished Professor of Physics and Astronomy« an der University of North Carolina in Chapel Hill. Seine Entwürfe einer »Theorie für alles« inspirierten eine Reihe von Experimenten am LHC, dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt am Europäischen Kernforschungszentrum Cern bei Genf. Wie kommt solch ein hochintelligenter Mann dazu, sich an einem argentinischen Flughafen mit zwei Kilogramm Kokain im Koffer erwischen zu lassen? Im Jahr 2011, im Alter von 67 Jahren, begann Frampton mit Online-Dating. Bald entspann sich ein Kontakt zu einem Model namens Denise Milani, die im Internet kein Geheimnis aus der Größe ihrer Brüste machte. Dann lud Milani den Physiker ein, sie bei einem Shooting in Bolivien zu besuchen. Frampton flog hin, fand dort aber keine Milani vor, sondern nur eine Nachricht, sie sei ­bereits nach Argentinien weitergereist. Ob er nachkommen und ihren Koffer, den sie leider …