Autor: Tobias Hürter

Die Latte von Richard David Precht

„Precht hat die Latte so hoch gelegt, dass ich jetzt nur versuchen kann, mit Anstand darunter durchzugehen.“ So begann Peter Strasser gestern seinen Vortrag auf dem Philosophicum. Mit Anstand unter Prechts Latte durchgehen – es sollte nicht die letzte Anzüglichkeit des Tages bleiben. Die größte Dichte sexueller Anspielungen hatte sicherlich die Laudatio, die Professorin Ursula Pia Jauch, Expertin für „Damenphilosophie“, auf Tractatus-Preisträger Kurt Bayertz hielt. Precht-Disser Peter Strasser und Greta Lührs (mit Bier) Jauch gelang es, dem eigentlich sexualitätsfernen Thema der Anthropologie des aufrechten Gangs eine schlüpfrige Note zu geben. Am Ende ihres Vortrags dachten wirklich alle Zuhörer bei „aufrecht“ an Erektion. „Wobei das mit dem Aufrichten ja auch nicht immer klappt“, rief Jauch den männlichen Zuhörern zu. Wenn sie vom Menschen als einem besonderen Fall sprach, fügte sie gleich hinzu, dass dieser „Fall“ nicht mit PH zu schreiben sei. Preisträger Bayertz zeigte sich freundlich überrascht über diese neue Deutung seines Werks. (HL)   Mit Blogsy veröffentlicht

Precht und die Frauen

Er sieht gut aus, ist charmant und unkompliziert – damit sticht Richard David Precht unter Philosophen hervor. Wie wirkt Precht auf Frauen? Hier auf dem Philosophicum in Lech, wo er heute morgen vortrug, hatten wir Gelegenheit, dieser Frage nachzugehen. Wir befragten Zuschauerinnen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Sozialisation, wie Precht bei ihnen rüberkam.

Maulwurf, Zaunkönig und die böse Philosophie

Macht Denken glücklich? Was nützt uns das Philosophieren? Und gibt es an sich böse Philosophie? Es waren grundlegende Fragen, die am ersten Abend von HOHE LUFT_Live in Hamburg erörtert wurden. Was als Gespräch zwischen der Philosophin Dr. Ina Schmidt und HOHE LUFT- Chefredakteur Thomas Vašek begann, öffnete sich schon nach einer knappen Viertelstunde zur großen Gesprächsrunde mit allen Gästen. Während draußen plötzlich der Winter einbrach, wurde in den gemütlichen Räumen der modern life school bei Tee und Wein heiß diskutiert. Das Thema des Abends „Wozu Philosophie“ bot dabei auch Raum für ungewöhnliche Fragen: So offenbarte Thomas Vašek auf die Frage hin, mit was für einem Tier er die Philosophie vergleichen würde, dass er sie für einen Maulwurf hält. Ina Schmidt dagegen verglich sie mit einem Zaunkönig. Doch auch über Wesen und Leistung der Philosophie wurde angeregt debattiert: handelt es sich bei Philosophie etwa um eine Art Selbsttherapie? Inwiefern ist sie eine soziale Praxis? Kann Philosophie etwas für die Gesellschaft leisten? Als die Gastgeberin Pia Schaf schließlich zur letzen Frage aufforderte, war der philosophische Hunger der …