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»Die Moderne ist unglaublich anstrengend«

Seit dem Ausstieg Mesut Özils aus der Fußball-Nationalmannschaft und seinem Vorwurf, rassistische Anfeindungen erlebt zu haben, wird wieder über Rassismus diskutiert. Unter dem Hashtag #metwo schildern zahlreiche Menschen ihre schmerzlichen Erfahrungen mit Alltagsrassismus.
Thomas Vašek und Tobias Hürter sprachen mit dem Soziologen Armin Nassehi über die Entstehung von Rassismus und darüber, wie er sich überwinden ließe. Außerdem spricht der an der Münchner LMU lehrende Soziologe über die AfD, rechtes und linkes Denken und darüber, was uns wirklich veranlasst, Dinge zu tun.

Hier geht’s zum Interview (erschienen in HOHE LUFT 4/2016).

4 Kommentare

  1. H.H.J. Luediger sagt

    Zum Beitrag von Armin Nassehi: Jagt der, der keine einfachen Antworten hat, vielleicht ‚rote Heringe‘? Und haben Soziologie und Psychologie nicht schon immer ‚rote Heringe‘ (komplexe Zeitgestalten) gejagt? Will sagen, dass ich nicht verstehe, warum Sie Ihre Publikation mit ‚philosophisch‘ untertiteln anstatt mit ‚politisch-korrekt‘ oder ‚populistisch‘ oder einfach mit ‚philosophische Bild(der)-Zeitung‘? Hohe Luft ist und bleibt aeusserst duenn…

    • W. Nehls sagt

      Da mein Kommentar zum Thema nicht veröffentlicht wurde, stimme ich Ihrem, H.H.J. Luediger, zu.

    • Jürgen Weigardt sagt

      Danke dafür, Ihre Meinung lesen zu können. Ich glaube, wir brauchen die offene Diskussion, wie es auch der Autor angesprochen hat. Aber wenn Sie etwas nicht verstehen, muss dies zwangsläufig an HoheLuft liegen?

  2. W. Nehls sagt

    Prof. Nassehi meidet mit der „anstrengenden“ »Moderne« Eckpunkte und Ursachen der modernistischen Katastrophen. Die quantitative und ökonomische Seite der „Flüchtlings- und Migranten–Problematik“ bleibt außen vor, ebenso der EU–Sozialismus. Andere Soziologen nennen es »Endspiele« – einer „unversöhnlichen“ »Moderne« (Prof. A. Wellmer, 1993). ohne zu sagen, was danach kommen soll. Eine »Postmoderne« lehnt er ab, Nassehi erwähnt sie nicht einmal. Offenbar gehen beide von einer „ewigen“, wenn auch unbequemen »Moderne« aus. Bei anderen Philosophen führt diese nicht zuletzt wegen der „gescheiterten Aufklärung“ zu „rationalistischem Irrationalismus“ bzw. umgekehrt. (litde.com). Die Realität in Europa läuft offenbar auf eine künftige demokratische Vorherrschaft von „Neu–Rechten“ hinaus. Sie wird ebenso temporär sein wie die der „Alt- und Neu-Linken“.

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