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HOHE LUFTpost – Grenzen trennen – und verbinden

HOHE LUFTpost vom 04.03.2016: Grenzen trennen – und verbinden

Grenzen haben etwas Trennendes und etwas Verbindendes. An ihnen berühren sich zwei Dinge, und an ihnen unterscheiden sie sich. Der Grenzübergang am Brenner hat für jene Menschen, die nördlich davon leben, eine besondere Bedeutung. Er ist ihr Tor zur Sonne, zur Kultur und Lebensart, nach der sie sich manchmal sehnen. Bisher war dort eine offene Grenze: eine Grenze, die verbindet.
Nun, im Zuge der Flüchtlingskrise, hat die österreichische Regierung angekündigt, den Brenner »dichtzumachen«. Es soll strenge Personenkontrollen geben. Sogar Zäune sind im Gespräch. Das ist nicht nur etwas, das an der Grenze geschieht – es verändert die Grenze in ihrem Wesen. Aus der verbindenden Grenze wird wieder eine trennende. Was für ein Rückschritt.

– Tobias Hürter

1 Kommentare

  1. Juergenweigardt@gmx.de sagt

    Ich empfinde den Artikel so, dass Trennung per se etwas Schlechtes und Verbindung per se etwas Gutes sei. Nach meiner Lebenserfahrung variiert dies je nach Kontext.

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