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HOHE LUFTpost – Fliegen und ihre Gefühle

HOHE LUFTpost vom 22.05.15: Fliegen und ihre Gefühle

Was geht in einer Fliege vor, auf die gerade ein Mensch einen Mordanschlag verübt hat? Auf den ersten Blick schwer zu sagen, man weiß ja nicht, wie es ist, eine Fliege zu sein. Nun aber haben sich Biologen mit dieser Frage in einem Paperbeschäftigt. Die Wissenschaftler haben Fliegen, die beim Fressen waren, mit bewegten Schatten aufgescheucht und ihr Verhalten beobachtet. Im Titel des Papers sprechen die Forscher noch vorsichtig von einem »anhaltenden Zustand defensiver Erregung«, doch im Paper selbst schreiben sie den Fliegen »primitive Emotionen« zu – ein Novum in der biologischen Forschung, die die Fliegen als pure Reiz-Reaktions-Maschinen zu betrachten pflegt.
Ist es wirklich sinnvoll, so einfach gebauten Lebewesen Emotionen zuzusprechen? Ja! So wird ihr Verhalten verständlich. Sie schwirren aufgeregt umher, weil sie Angst um ihr Leben haben. Erst allmählich, eine Weile nach dem Reiz, beruhigen sie sich wieder. Natürlich wissen wir nicht sicher, was sie dabei empfinden. Aber das wissen wir, wenn man es ganz genau nimmt, bei unseren Mitmenschen auch nicht. Dennoch ist es vernünftig, ihnen vergleichbare Emotionen zuzuschreiben, wie jeder sie von sich selbst kennt. Und bei Fliegen liegt die Sache ähnlich, wie wir jetzt in »Current Biology« nachlesen können. Mehr Mitgefühl mit den Fliegen!

– Tobias Hürter

3 Kommentare

  1. Horst Klein sagt

    Es gibt in der Natur nichts dummes, außer man tut es. Dafür braucht es Selbstreflektion und Absicht. Würden wir uns innerhalb der Natur und als Teil von ihr begreifen und nicht separiert, könnten wir auch klar erkennen, dass die Fliege ein organisiertes Lebewesen ist, das bewusst Handlungen ausführt. Ich beobachte das ganz genau. Sobald ich mein Bewusstsein auf das Töten der Fliege richte, bin ich mit ihrem morphischen Feld verbunden und sie reagiert bereits panisch, ohne dass ich eine Bewegung ausführe. So sind wir wohl alle Fraktale ein und derselben Schöpfung. Die Fliege weiß das wohl eher, als wir, weil wir uns auf ein Podest gestellt haben, das uns blind macht für die Schöpfung. Die Fliege als einfach gebautes Lebewesen zu bezeichnen ist schon derbe, denn genau betrachtet, können wir ihr rein körperlich kaum etwas entgegensetzen außer unsere Größe. Würde man diese Relativität anpassen, kämen wir wohl eher schlecht weg. Auf die Spitze der Betrachtung treibt es dann wohl auch JOHN GRAY in Ausgabe 4, der sich wohl sehr gerne parlieren hört, sich allerdings nur in seinem begrenzten kleinen Gray-Universum bewegt, das dummerweise jede Schöpfung und deren Designer ausklammert und sie dem Zufall übereignet. Ein Interview mit unterhaltsamen dennoch sinnlosen Antworten auf einer Basis von Unverstand und Dualität. Schade!

    • Wolfgang sagt

      Manche Biologen erklären die Sache ganz ohne Resonanz damit das die meisten Lebewesen, aus verständlichen Gründen, ziemlich panisch auf große Augen reagieren die sie anschauen.

  2. Wolfgang sagt

    So gesehen wird es kaum irgendein Lebewesen ohne Emotion geben; Computer haben keine und darum wird es ihnen auch in einer nicht endenden logischen Schleife nie „langweilig“. Was erklärt das ein Computer auf sich selbst gestellt nicht sonderlich erfolgreich wäre.

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