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Das große Ganze – Heft 4/18 ist da

Wir sind kosmosvergessen. Lieber starren wir stundenlang auf unser Smartphone als auf das unermessliche, funkelnde Display über uns. Und doch gibt es Momente, in denen wir das große Ganze erahnen, zu dem wir gehören, mit dem wir auf irgendeine rätselhafte Weise verbunden sind – ohne, dass man dafür zum Mystiker werden muss. Im neuen Heft (ab 24. Mai 2018 im Handel) fragen wir nach der Bedeutung des Kosmos‘ für die Philosophie und unsere eigene Existenz.

»Wir erleben heute eine brutale Wiederkehr der Metaphysik« beklagt der Philosoph Markus Gabriel. Wir haben Gabriel, einen der wichtigsten Vertreter des neuen Realismus, in Paris getroffen. Warum in seinen Augen die Metaphysik eine Mitschuld am Populismus trägt, lesen Sie in der neuen Ausgabe.

Weitere Themen: Sterben für Ideen – was treibt Märtyrer? Der Mann als Opfer des Patriarchats. Kann man das Leben würfeln? Luise Meier erklärt, wie man den Kapitalismus sabotiert. Wozu ist Sport gut? Mit Ludwig Wittgenstein im Schützengraben. Und: Like mich am Arsch? – was Facebook und Co. trotz Datenskandal so anziehend macht.

Das HOHE LUFT-Team wünscht viel Freude beim Lesen!

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Sie haben Lob, Kritik, Anregungen für uns? Schreiben Sie an: kontakt(at)hoheluft-magazin.de

1 Kommentare

  1. Matthias Bublitz sagt

    Wenn beim „großen Ganzen“ an den materiellen Kosmos gedacht wird, ist das für Philosophen zu gegenständlich und naturalistisch. Das „große Ganze“ zu sehen, sollte sich für die Philosophie auf das Ganze einer Kultur, das Ganze einer Weltanschauung (im Gegensatz zum konkreten Problembezug verstanden), das Ganze einer Gesellschaft beziehen – also auf das, was man nicht sehen und sich unmittelbar vorstellen kann, sondern des abstrakten Denkens bedarf. Was den Smartphone-Benutzer und den Sternengucker verbindet, ist das Verhaftetsein im Gegenständlichen. Dies verleiht selbst diesem vermeintlich „metaphysischen“ Thema in vorliegender Gegenüberstellung etwas allzu Körperhaftes. Gegen eine derartige materielle Kosmologie ist nichts zu sagen, doch sollte man sie in erster Linie den PhysikerInnen überlassen. Die Philosophie sollte sich um andere Ganzheitlichkeiten kümmern – doch dafür wird der Sinn beim Publikum ja gezielt zerstört. Es gibt immer nur „subjektiv“ oder „naturwissenschaftlich“ in diesem dualistischen Weltbild. Ganz unschuldig ist der Mainstream in der Popularphilosophie/ Philosophiedidaktik an dieser Verkürzung des Denkens nicht.

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