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HOHE LUFT_live: WORK LIFE BULLSHIT

Nächste Woche mittwochs, 04.09.2013, findet wieder unser monatliches Event HOHE LUFT_live in der modern life school in Hamburg statt. Das Thema des Abends lautet diesmal „Work Life Bullshit“ – nach dem gleichnamigen Buch von Thomas Vašek, das am 02.09. erscheint.

Gemeinsam mit dem Soziologen Prof. Mathias Stuhr wird Thomas Vašek diskutieren, warum die Trennung von Arbeit und Leben in die Irre führt.
Ist die Work-Life-Balance Selbstbetrug? Beginnt das wahre Leben wirklich erst nach Feierabend? -Oder ist Arbeit vielmehr das Zentrum unseres Lebens und das Herz der Gesellschaft?
Was denken Sie?

Wir freuen uns auf Ihre Antworten und hoffen, Sie nächste Woche in der modern life school begrüßen zu dürfen!

2 Kommentare

  1. Viele Länder sah Zarathustra und viele Völker: keine größere Macht fand Zarathustra auf Erden, als die Werke der Liebenden: „gut“ und „böse“ ist ihr Name.
    Wahrlich, ein Ungetüm ist die Macht dieses Lobens und Tadelns. Sagt, wer bezwingt es mir, ihr Brüder? Sagt, wer wirft diesem Tier die Fessel über die tausend Nacken?
    Tausend Ziele gab es bisher, denn tausend Völker gab es. Nur die Fessel der tausend Nacken fehlt noch, es fehlt das eine Ziel. Noch hat die Menschheit kein Ziel.
    Aber sagt mir doch, meine Brüder: wenn der Menschheit das Ziel noch fehlt, fehlt da nicht auch – sie selber noch? –

    Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra / Von tausend und einem Ziele.

    In „dieser Welt“ (zivilisatorisches Mittelalter) kann der Mensch nur versuchen, auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu leben (Zinsgewinner), oder andere werden auf seine Kosten leben (Zinsverlierer), denn eine dritte Möglichkeit – die eigentliche Definition von Leben – ist in einer Zinsgeld-Ökonomie nicht vorgesehen!

    So it´s on and on and on – it´s Heaven and Hell

    In beiden Fällen gibt es noch kein bewusstes Leben, wenn wir ein solches als eine sinnvolle Abfolge von bewusstem Wollen und zumindest möglicher Willensbefriedigung auffassen. Denn ein Zinsverlierer muss ständig etwas wollen, um nur zu existieren, ohne aber die Chance zu haben, das Gewollte zu erreichen, während ein Zinsgewinner bereits existiert, ohne etwas zu wollen, und daher nicht wissen kann, was er wirklich will.

    Die Verhältnisse ändern sich radikal, sobald durch die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung, dem eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation, eine stetige Proportionalität von marktwirtschaftlich erbrachter Leistung und Gegenleistung für alle Wirtschaftsteilnehmer besteht, damit eine konstruktive Verbindung von Individual- und Sozialprinzip hergestellt ist (Eigennutz = Gemeinnutz), und es somit automatisch das Beste für alle bedeutet, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt. Die so genannte Moral (naives Schablonendenken in „gut“ und „böse“) löst sich auf:

    http://www.deweles.de/globalisierung/die-3-gebote.html

    Der Erkenntnisprozess der „Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion“ ist nicht in wenigen Tagen zu bewältigen, erzeugt beim noch unbewussten Menschen in der Regel massive Angstreaktionen (auch wenn diese gänzlich unbegründet sind, aber das wird immer erst im Nachhinein klar), und kann an dieser Stelle das Vorurteil aufkommen lassen: „ich will nicht in einer „unmoralischen Einheitswelt“ leben – das muss doch langweilig sein“. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall:

    In der vom Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) befreiten Marktwirtschaft können verdiente Knappheitsgewinne aufgrund eigener, technologischer und kultureller Innovation (der eigentliche Antrieb unternehmerischen Handelns) nicht mehr durch unverdiente Knappheitsgewinne (Zinsen, Renditen, Spekulationsgewinne und private Bodenrenten) von Sparern, die sich für „große Investoren“ halten, geschmälert werden, sodass die Natürliche Wirtschaftsordnung (Freiwirtschaft = echte Soziale Marktwirtschaft) nicht nur die gerechteste, sondern auch die innovativste Wirtschaftsform darstellt, in der sich der eigenverantwortliche und kreative Mensch frei entfalten kann.

    Die Beseitigung des Urzinses beendet den quantitativen Wachstumszwang sowie den Verschuldungszwang und führt zu einem grundsätzlich geänderten Verhältnis von Kultur und Natur durch den Wegfall der Rentabilitätshürde: Innovative, mittelständische Unternehmen werden konkurrenzfähiger als Konzerne (diese zerfallen in kleinere, effektivere und selbständige Einheiten), regenerative Energien verdrängen auch ohne Subventionen die fossilen Energien, vollständiges Recycling wird wirtschaftlicher als Raubbau und Müllhalden, Individualität und Vielfalt ersetzen Vermassung und Eintönigkeit, und nicht zuletzt der Weltfrieden wird zur selbstverständlichen Realität.

    Was ist der Sinn des Lebens?

    „Die Schaffung von Reichtum ist durchaus nichts Verachtenswertes, aber auf lange Sicht gibt es für den Menschen nur zwei lohnende Beschäftigungen: die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Das steht außer Diskussion – streiten kann man sich höchstens darüber, was von beidem wichtiger ist.“

    Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

  2. uwe kaiser sagt

    Arbeit ist einfach, Punkt. Wer sich darin verwirklichen kann, hat Glück gehabt oder verfügt über eine besondere Gabe, für die ein Bedarf besteht, was in den seltensten Fällen so ist. Alles darüber hinaus hat den Status von Küchenpsychologie/philosophie oder ideologischer Schwärmerei – übrigens auch das Jammern darüber, dass sie einen von der Selbstverwirklichung abhalte oder sinnlos sei.

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