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Gegen den Terror denken: Ein Aufruf

Wir müssen den Terror besser verstehen. Das ist eine Aufgabe für Philosophen, Soziologen, Psychologen, Politikwissenschaftler und viele andere. Der Kampf gegen den Terror ist nicht nur die Aufgabe der Politiker und Sicherheitsbehörden. Es ist eine Aufgabe für alle denkenden Menschen. Es geht darum zu zeigen, dass die Vernunft der Unvernunft gewachsen ist. Dass die Vernunft am Ende siegt. Dass das Menschliche siegt über das Unmenschliche, über die Sehnsucht nach Transzendenz, über Ideologie und Fanatismus, im Namen welcher Glaubenslehren auch immer.

Der islamistische Terror ist vom Terror der Nazis nicht so weit entfernt, wie manche vielleicht denken. Gerade aus der historischen Erfahrung könnte, ja sollte uns eine neue Aufgabe erwachsen: die Aufgabe, uns an die Spitze des Kampfes gegen den Terrorismus zu stellen – eines Kampfes, der nicht allein mit polizeilichen oder militärischen Mitteln zu gewinnen ist.

Der Kampf gegen den Terror ist auch eine intellektuelle Aufgabe – eine Aufgabe des Denkens.

Dies ist ein Aufruf: Denken wir gemeinsam gegen den Terror, der uns alle erschüttert. Es genügt nicht, unsere Werte zu beschwören. Es genügt nicht, sich nicht einschüchtern zu lassen. Was die Aufklärung, was die Vernunft wert ist, muss sich erweisen im Kampf gegen den Wahnsinn. Wir werden die Wahnsinnigen nicht überzeugen können. Aber wir können dazu beitragen, sie effektiver zu bekämpfen. Dazu müssen sich auch die Philosophen aus ihrer Komfortzone herausbewegen – und sich für zuständig erklären für die vielleicht größte Bedrohung unserer Zeit. Was sind Ihre Ideen? Bitte schreiben Sie uns. Thomas Vašek   

 

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