HOHE LUFT
Kommentare 3

KLAPPE HALTEN! SONST KNALLT’S!

Der Bonner Autor Akif Pirinçci hat eine Hasstirade in Buchform geschrieben.
Wie geht man mit so etwas um?
Ignorieren? Wäre fahrlässig.
Verbieten? Wäre kontraproduktiv.

Im Leitartikel aus der nächsten Ausgabe von HOHE LUFT plädieren Thomas Vašek und Tobias Hürter dafür zurückzuschlagen, denn: Redefreiheit muss für alle gelten.
Der Leitartikel kann bereits jetzt hier gelesen werden.

Viel Spaß!

3 Kommentare

  1. BlueMay sagt

    Wenn Hassrede und Beleidigung keine Grenze der Redefreiheit mehr darstellt, dann gibt es keine Grenzen mehr. Und natürlich kann man einer Meinung nur entgegentreten, wenn sie ausgesprochen wird. Eine Demokratie sollte so etwas aushalten können. Aber was, wenn das „Aushalten“ dazu führt, dass diese Meinung an Bedeutung gewinnt? Wenn andere sich bestätigt fühlen? Wenn daraus eine Mehrheit wird? Wie frei könnte man wohl in einer Welt reden, in der lauter Akif Pirinçcis das Sagen haben?

  2. Bernd sagt

    Was ist hier anders als bei den Büchern Buschkowskys oder Sarrazins? Lediglich die Form . Gleich bleibt der öffentliche Furor, der ausbricht, wenn Dinge ausgesprochen werden. Und da kommt es mir seltsam vor, wenn offen davon geredet wird, Meinungen zu bekämpfen weil sie „an Bedeutung“ gewinnen könnten. Sie gewinnen nicht an Bedeutung weil Akif Pirinçci oder Sarrazin sie aussprechen, sondern weil das Gesagte bei einer Vielzahl von Menschen auf Zustimmung trifft. Das konsequente Leugnen dieser Tatsache ist weitaus gefährlicher, als die Beiträge der oben genannten.

  3. Uwe Kaiser sagt

    Jede Äußerung, ob in Buchform oder anderswo getan, wird durch die modernen Kommunikationsmittel heute einem breitem Publikum bekannt. Diese Äußerungen enthalten Meinungen und Ansichten, die nur um den Preis nordkoreanischer oder meinetwgen orwellscher Zustände wirksam zu unterdrücken wären. Denn sie sind da und waren immer da und werden immer da sein. Wenn es Hass ist, was Akif Pirinçci da aus der Feder/Tastatur quoll, dann gilt es, darauf zu reagieren, sich ihm entgegenzustellen, ihn zurückzuweisen, dem Autoren einen Spiegel seiner Dummheiten vorzuhalten – ohne dabei in falsche Zimperlichkeiten zu verfallen.

    Noch unerträglicher als dieser Autor ist dieser Ruf nach §§, er ist feige, bequem, dumm und zeugt von einer Geringschätzung von Freiheit, die der des Autoren nahekommt.

    Ein bisschen weniger Angst, etwas mehr Gelassenheit, nicht zuletzt auch etwas mehr Mut vor scharfer geistiger Auseinandersetzung täte dieser Gesellschaft der saturierten Streitverächter hin und wieder gut – sie käme auch dem Freiheitsgedanken zugute.

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