Gesellschaft, HOHE LUFT
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Was kommt nach dem Tod?

In wenigen Tagen ist Ostern – das Fest, an dem die Christen die Auferstehung Jesu feiern. Sie glauben, dass er den Tod überwunden hat und dass auf sie ebenfalls ein Leben nach dem Tod wartet. Damit stehen sie nicht allein. Die Überzeugung, dass das Leben nach dem Tod weitergeht, ist uralt und in allen Kulturen verbreitet.

Aber wie funktioniert das? „Kann ein Mensch seinen Tod überleben?“, fragen Tobias Hürter und Thomas Vašek in der aktuellen HOHEN LUFT (erhältlich seit 21.03.). Die Autoren kommen zu einem überraschenden Ergebnis, das hier nicht vorweg genommen werden soll.

Die Frage lautet vielmehr: Gehen Menschen, die an ein Überwinden des Todes glauben, anders mit dem Leben und Sterben um, als Menschen, die nicht daran glauben? Was sind Ihre eigenen Erfahrungen? Welche Haltung haben Sie zum Tod und dem, was eventuell danach kommt? Wie prägt das Ihr Leben?

– Katharina Burkhardt –

13 Kommentare

  1. Kartar Althoff sagt

    zu dem Thema, können wir den Tod überleben?

    gerade stand ich vor der Aufgabe meine Patientenverfügung zu verfassen, und war dadurch ganz konkret mit den Fagen konfrontiert, was ich den nun für eine Einstellung zum Sterben (bzw. Lebensverlängerden Maßnamen) habe, was Leben und Tod für mich bedeuten. In der Tat eine knifflige und zentrale Frag, die sich sicherlich nicht rein analytisch klären lässt. Eins ist mir jedoch klar geworden, der Tod ist in Wirklichkeit nicht nur das ende des Lebens sondern auch erst sein Schöpfer. Ohne Anfang und Ende würden wir Leben nicht als Leben erkennen können. Ohne den Tod währe Leben nicht lebendig, alle Versuche den Tod oder das Ende in eine fernere Zukunft oder in ein Jenseitz zu schieben, ist zwar menschlich, aber doch irgendwie absurd. Nur weil wir den Tod in unserer Vorstellung auf Später verschieben können, hat unser Leben die Grenzen des Zeitlichen. Nur weil wir in unserem Bewusstsein den Tod aus der Gegenwart in eine fernere Zukunft verschieben, sind wir an eine zeiliche, chronologische Wahrnehmung gebunden. Aber würden wir anderseits den Tod so gegewärtig wie das Leben erfahren, dann würden wir sicher alles anders wahrnemen und – wenn überhaupt- andere Fragen stellen.
    vieln Dank für ihre inspirierenden Anregungen.
    K. Althoff

  2. Das Glauben an die Überwindbarkeit des Todes überlassen ich denen, die daran glauben.
    Was ich weiß ist, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Für die Hinterbliebenen.
    Die leben nämlich weiter. Und damit uns das Weiterleben nach dem Tod besser gelingt,
    hat uns die Natur mit der Fähigkeit ausgestattet, zu trauern. Ich glaube an die lebendigkeitsfördernde Wirkung von gefühlvollem Trauerausdruck. Mir fehlt ein öffentlicher Diskurs darüber. Mir fehlt das Vorhandensein von Orten, wo getrauert werden darf. Mich stößt die Psychopathologisierung der Trauer ab. Die Anerkennung der Endlichkeit des Lebens bewahrt mich vor der Fassungslosigkeit angesichts des Todes, der ja nicht sein „darf“. So dass ich mich auf das Konzentrieren kann, was im Moment des Verlustes wesentlich ist: Traurig sein, Weinen, Klagen – Wir nennen es Trauern.

  3. Torsten Kliem sagt

    Es gibt viele Theorien über das, was nach dem Tod kommen könnte. Was das ist, wissen wir nicht. Wir beobachten aber, dass der Tod notwendiger Weise zum Leben dazuzugehören scheint. Wie sollte es auch anders sein? Gäbe es eine Anfang ohne Ende, Schatten ohne Licht, Erlösung ohne Leiden, Freude ohne Trauer? Ergibt nicht erst beides zusammen das Ganze? Solang wir versuchen, nur das Leben zu betrachten und den Tod mit aller Gewalt verdrängen, solange verkennen wir das Ganze. Mit der Konsequenz, dass die Angst vor dem Tod unser Leben bestimmt und uns zu angsterfüllten Gedanken und Handlungen zwingt. Erst wenn wir Leben und Tod als zusammengehörendes Ganzes betrachten, erst dann werden wir in der Lage sein, ein selbstbestimmtes, freies Leben zu führen. Geburt und Tod sind Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr am eigenen Körper auszumachen. Ist der Säugling der wir waren, nicht längst vergangen? Ist aus diesem Säugling nicht ein Kind geworden? Ist das Kind nicht längst vergangen? Ist aus diesem Kind nicht ein Erwachsener geworden? Ist der Erwachsenen nicht längst vergangen? Ist aus diesem Erwachsenen nicht ein Greis geworden? Sollten wir nicht endlich die Augen öffnen und uns nicht mehr vom Mainstream blenden lassen? Das Titelthema ist doch ein großartiger Anfang.

  4. diejenigen,die iman haben und gute werke tun,werden Wir in Gärten eingehen lassen,unter denen Bäche fliessen;darin werden sie ewig verweilen.Da dieser Vers die Wahrheit der Ewigen Glückseligkeit als frohe Botstchaft verkündet.indem er sagt:“Die Wahrheit des Todes,die sich einen armen Menschen in jeder Minute zeigt ,rettet sowohl den menschen selbst als auch seine Welt ,als auch alle seine Lieben vor der Hinrichtung auf ewig und lässt ihn ein immerwärendes Königreich gewinnen“.“ Er gibt den Tod,das heisst;der den Tod gibt,ist Er,d.h.:Er enbindet dich von der Aufgabe deines Lebens,tauscht deinen Platz in dieser vergänglichen Welt und befreit dich von den Anstrengungen deines dienstes.Dieses Wort (und er gibt den Tod,arabisch yumit)ruft den Menschen und Dschinnen mit lauter Stimme zu und sagt:Gute Nachricht für Euch!Der Tod ist keine hinrichtung,er ist nicht das Nichts,kein Verwehen und Vergehen,kein The End,keine ewige Trennung,keine völlige Leere,kein Zufall,kein abbruch ohne einen,der wieder aufbaut,im Gegenteil:er ist eine entlassung durch einen allweisen und allbarmherzigen Schaffer(fail,arabisch),ein Platzwechsel er ist ein Transport zur ewigen Glückseligkeit(saadet-i ebediye),zu Eurer eigentlichen Heimat.Er ist ein Tor,(hinter dem die Menschen) zusammenkommen,um (hinüber zugehen)in die Welt des Zwischenreiches(bersah),ein versammlungsort für 99% Eurer Freunde. PROF. SAID NURS-I

  5. alles was einen Anfang hat hat auch ein Ende.
    Aber etwas kann nicht aus „NICHTS“ kommen, das heisst das irgendwas inteligentess unser Univarsum kreirt hat.
    Das heisst das Got sehr warcheinlich existiert, so dass es ein Leben nach dem Tod geben sollte. Zumindest hoffe ich es-

  6. Nach dem Tod kommt für manche die Hölle für andere das Paradiese. Habt ihr keinen Religionsuntericht gehabt ! 🙂

  7. Hermann B. ESKA sagt

    nach dem tod des körpers kommt für das ICH nichts mehr, wenn es mit dem körper stirbt. dann ist auch das ICH tod. wie und ob, das ICH nach dem tod existieren kann, können wir menschen nicht erkennen. wir können noch nicht einmal unsere existenz zu lebzeiten erkennen. lebe jetzt.
    lg

  8. Nach dem Tod kommen die Guten in den Himmel und die Bösen in die Hölle! So zumindest habe ich es als Kind in der Kirche gelernt hehe 🙂

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