HOHE LUFT
Kommentare 1

Was ist Identität?

Die Frage nach der Identität stellen wir der Regisseurin und Schriftstellerin Doris Dörrie in der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT – Doris Dörrie stellt gleich zu Beginn fest:
„Ich war mir meiner Identität noch nie sicher.“ 

Der ganze Text aus unserer Rubrik „Die Philosophische Frage“ ist jetzt online.
Viel Spaß beim Lesen!

1 Kommentare

  1. Uwe Kaiser sagt

    „Um mir über meine Identität klar zu werden, habe ich mich gefragt, wo sie anfängt und endet.“

    Sie beginnt mit der Einsicht, dass niemand meine Gedanken denken kann, niemand meine Erinnerungen haben kann und endet dort, wo das Subjekt des Erinnerns zwischen sich und dem Erinnerten keinen Bezug mehr herstellen kann.

    Dass es außerhalb der Gedanken kein Ich gibt, keine Ich-Substanz, ist dann eher Binse.

    Und die Geschichte mit Japan zieht auch nicht. Dort ist „Ich“ auf andere Weise überhöht: Wer jeder ist, wie er auf sich selbst Bezug nimmt ist halt konventionell festgelegt, wie ich von mir als „Ich“ spreche hängt davon ab, welche Rolle oder gesellschaftliche Stellung der andere innehat. Was es also gibt, ist eine andere Art und Weise des Selbstbezugs im gesellschaftlichen Leben, aber deshalb bleibe ich immer noch derjenige, der die eigenen Gedanken denkt. Und das schließt ganz automatisch den Wandel ein, denn jeder Gedanke lässt mich ein wenig anders zurück – auch Binse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.