Aktuell HOHE LUFT Leseprobe Netz

Wer ist schuld? Das Internet!

Hä? Sind wir jetzt völlig verrückt geworden? Vielleicht. Aber vielleicht auch nicht. Wir stellen fünf Eigenschaften des Netzes zur Diskussion, die – so meint die […]

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Aktuell HOHE LUFT

Der deutsche Autismus. Heft 6/2017 ist da!

Warum wir das Automobil überwinden müssen. Die Deutschen und ihre Autos: Eine Geschichte des Erfolgs, des Wohlstands und der Freiheit und gleichzeitig eine der Abhängigkeit, […]

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Gegen den Strich ist sexy

Kolumne: »Schöne Gedanken«

Weiblichkeit und Männlichkeit sind nicht zuletzt deshalb so spannend, weil sie Gegenpole sind. Sie sind in vieler Hinsicht das Gegenteil voneinander – und Frauen finden ganz andere Dinge an Männern attraktiv als Männer an Frauen. Umso erstaunlicher ist, dass es ein Persönlichkeitsmerkmal gibt, das Frauen und Männer gleichermaßen anzieht: Nonkonformismus.

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Reflexe #10: Vergangenheit und Gegenwart

Ist das Vergangene wirklich vergangen oder ist es immer noch da? Jörg Friedrich bespricht die Thesen der Philosophin Susan Neiman zur Frage, welche Form von Verantwortung aus der persönlichen Vergangenheit folgen könnte. 

Inwiefern tragen wir heute lebenden Verantwortung für das, was unsere Vorfahren getan haben? Gibt es eine Verantwortung für die Vergangenheit, haben Menschen, die geboren wurden, als ein böses Geschehen längst vorbei war, irgendeine Verantwortung für das, was da passiert ist? Das ist eine Frage, die gerade in Deutschland die Gemüter bewegt. „Verantwortung für die Vergangenheit“ heißt auch der Beitrag von Susan Neiman zu dem Sammelband „Alles relativ?“, aus dem ich schon in meiner vorhergehenden Kolumne einen Beitrag besprochen habe. Dort habe ich gesagt, dass es interessant ist, diese beiden Beiträge einmal gedanklich zusammenzuführen. Aber der Reihe nach. Den ganzen Artikel lesen

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Das ethische Geschlecht

Warum Männer aufregender sind als Gender-Debatten

Es gibt gesellschaftliche Debatten, die nirgendwohin führen, weil es um die falschen Fragen geht. Man erkennt solche Debatten an ihrer ritualisierten Polemik. Die immer gleichen Positionen prallen aufeinander. Und je mehr gestritten und polemisiert wird, desto geringer ist der diskursive Ertrag. Im Grunde ist jeder gelangweilt, aber keiner will es zugeben, weil die Protagonisten beider Positionen davon leben, dass die Debatte genauso weitergeht wie bisher. Den ganzen Artikel lesen

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Was es heißt, ein Mann zu sein – Heft 5/17

Die Männlichkeit befindet sich in der Krise – so ist es derzeit überall zu lesen. Doch was ist das überhaupt: Männlichkeit? Warum es in der Geschlechterdebatte nicht um die Auflösung der Geschlechter, sondern um Werte gehen sollte, lesen Sie in der neuen Titelgeschichte.

Weitere Themen: Besser altern, das Denken der Neoreaktionäre, Wozu Rituale? Über das Absurde, Weniger Schein – mehr Sein? Die Jagd nach dem intensiven Leben.

Im Schwerpunkt widmen wir uns dem Leben und Denken Rudolf Steiners und der Frage, was seine Lehre, die Anthroposophie, für viele bis heute so anziehend macht. Mehr dazu lesen Sie auch hier.

Und: Der US-Philosoph und Politikwissenschaftler Jason Brennan kritisiert die Demokratie und möchte sie durch ein epistokratisches System ersetzen. Wir sprachen mit ihm über uninformierte Wähler und den Wert der Demokratie.

Hier finden Sie das aktuelle Inhaltsverzeichnis

…und hier unseren Online-Shop.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

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Reflexe #9: Kinder-Pflichten, Eltern-Sorgen

 

Was macht familiäre Beziehungen so einzigartig? Reflexe-Kolumnist Jörg Friedrich hat sich für die neue Folge Barbara Bleischs Thesen zur Verantwortungsbeziehung zwischen Eltern und Kindern angesehen. 

Philosophische Sammelbände, in denen mehrere Beträge verschiedener Autoren ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven untersuchen, haben einen besonderen Reiz. Als Leser kann man etwas tun, was den Autoren verwehrt bleibt: Man kann die verschiedenen Sichtweisen miteinander verbinden, man kann aus der Sicht des einen den Beitrag des anderen reflektieren. Den ganzen Artikel lesen

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Schwerpunkt Anthroposophie

Die »Anthroposophie« Rudolf Steiners ist eine Erfolgsgeschichte. Von der Waldorf-Pädagogik über den biodynamischen Landbau bis zur anthroposophischen Medizin: Kaum eine andere Lehre hat auf derart viele Bereiche des praktischen Lebens gewirkt. Dennoch ist die Anthroposophie bis heute umstritten. Die einen halten sie für eine spirituelle Weltanschauung, für ein ganzheitliches Lebenskonzept, das eine Alternative bietet zum Materialismus unserer Zeit, die anderen für nebulöse Esoterik mit weltfremden und antimodernen Zügen.

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Wie links ist die Gewalt?

Brennende Autos, zerbrochene Scheiben, zerstörte Läden – so sieht Chaos aus. Dazu Sprechchöre, Polizeisirenen, der Lärm der kreisenden Helikopter – Szenen wie aus einem Bürgerkrieg. Aber welches Ziel hatten die vermummten Steinewerfer, Brandstifter und Plünderer, die während des G-20-Gipfels Teile des Hamburger Schanzenviertels in ein Schlachtfeld verwandelten? Und was hat das mit linkem Protest zu tun?

Nichts, sagen manche. Für die einen handelt es sich um reine Kriminelle, für die anderen um einen neuen Typ radikaler Partyhopper, die Autos anzünden statt abzutanzen. Dennoch gibt es auch gute Gründe, die Hamburger Ausschreitungen in die Tradition linker Militanz einzuordnen. Schließlich war und ist der Kampf gegen das »System«, gegen den Kapitalismus und den »bürgerlichen« Staat, gegen die »Bullenschweine« fester Bestandteil einer radikalisierten linken Ideologie.

Die Referenzpunkte der linken Militanz reichen vom Spanischen Bürgerkrieg über Che Guevara bis zur RAF; in Ausläufern bis zur Punk- und Hausbesetzerszene. All diese verschiedenen Ausprägungen linker Gewalt gründen schließlich in einer gemeinsamen Denkfigur: Es ist letztlich die Vorstellung, dass der »revolutionäre« Zweck, die Überwindung des Feindes Kapitalismus, auch den Einsatz von Gewalt rechtfertigt oder sogar notwendig macht. Diese Vorstellung reicht zurück bis zu Marx´Idee der sozialen Revolution. So legitimieren radikale Linke bis heute physische Gewalt als Antwort auf die »strukturelle« Gewalt, die vom »System« und seinen Handlangern ausgehe.

Die marxistische Theorie nahm lange Zeit ein revolutionäres »Subjekt« an, dem die historische Aufgabe zukommen sollte, die dem Kapitalismus innewohnenden Widersprüche zuzuspitzen und schließlich in der Revolution aufzuheben – dem Proletariat. Doch dieses revolutionäre Subjekt existiert nicht mehr. Von diesem Verlust hat sich die Linke nie erholt. Oder anders: Jeder kann nun ein solches Subjekt »spielen«. Dazu muss man weder Marx gelesen, noch sich über die Globalisierung informiert haben. Man braucht dazu nur eine schwarze Maske, ein paar Böller und Steinschleudern – und ein internetfähiges Handy, um alles live zu dokumentieren.

Das Mittel – die Gewalt – scheint zum Zweck geworden zu sein, die revolutionäre »Tat« zum Event, die Befreiung vom System zur Selbstverwirklichung. Die Marxsche Dialektik ist einer pervertierten Logik zum Opfer gefallen: Im emanzipatorischen Kampf gegen das System zerstören sich die notorisch Unterlegenen selbst, indem sie eben nicht nur Porsches abfackeln, sondern auch die Kleinwägen derer, die noch ihnen unterlegen sind. Ihr eigenes Viertel. Ihre eigenen Ideale. Ihre eigenen Werte. Steht am Ende des linken Widerstandes ein neuer Nihilismus?

Rebekka Reinhard, Thomas Vašek

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Reflexe #8: Figuren auf der Schwelle

Jörg Friedrich sichtet für seine Kolumne »Reflexe« aktuelle philosophische Bücher und Strömungen. In der achten Folge: Dieter Thomäs philosophiegeschichtliche Analyse des Störenfrieds.

Die politische Philosophie wird von „Figuren“ bevölkert. Da gibt es den Anderen und den Fremden, natürlich den Freund und den Feind. Diesen Figuren hat Dieter Thomä nun eine weitere hinzugefügt: Den Störenfried. Genauer gesagt: in seinem Buch „Puer Robustus“ hat er den Störenfried in der Philosophiegeschichte aufgespürt und über die Jahrhunderte begleitet, um eine Theorie des Störenfrieds zu entwickeln. Den ganzen Artikel lesen

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Evolution und Schönheit

“Warum gibt es so viel Schönheit?” Mit dieser Frage brachte mich ein amerikanischer Biologe ins Grübeln. Er heißt Richard Prum, lehrt an der Yale University, und hat gerade ein Buch namens “The Evolution of Beauty” geschrieben. Darin beschäftigt er sich mit jener Art von Schönheit, die das eine Geschlecht zum anderen hinzieht: “Oh, ist der/die heiß!”

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Reflexe #7: Gegen Epistokratie

Jörg Friedrich sichtet für seine Kolumne »Reflexe« aktuelle philosophische Bücher und Strömungen. Heute setzt er sich kritisch mit den Thesen des US-amerikanischen Philosophen Jason Brennan auseinander, dessen Buch »Gegen Demokratie« kürzlich erschienen ist. 

Jason Brennan ist Amerikaner, und vielleicht muss man sein Buch „Gegen Demokratie“ deshalb mit einer gewissen Nachsicht lesen, auch wenn 2016, also das Buch im Original erschien, der amerikanische Präsident noch Obama und nicht Trump hieß. Die deutsche Fassung erschien im April diesen Jahres, da war der neue Präsident schon im Amt, und viele, vermutlich auch der Autor selbst, werden das Ergebnis der amerikanischen Präsidentschaftswahl als Bestätigung der Hauptthese des Buches sehen: die Demokratie führt dazu, dass die falschen Leute an die Macht kommen, und diese falschen Leute treffen die falschen Entscheidungen, sodass die Ergebnisse demokratischer Politik schlecht für die Bürger sind, die von ihr betroffen sind. Den ganzen Artikel lesen

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