Der Fall Heidegger

Seit im letzten Jahr die Veröffentlichung von Martin Heideggers »Schwarzen Heften« begonnen hat, kommen immer mehr Details über das nationalsozialistische Gedankengut im Werk des Freiburger Philosophen ans Licht. Die neusten Enthüllungen der Denktagebücher legen nahe, dass das Denken Heideggers weit mehr mit den Idealen der Nationalsozialisten verknüpft ist, als bisher angenommen. Selbst führende Heidegger-Spezialisten, wie der derzeitige Herausgeber der Heidegger Gesamtausgabe Peter Trawny, zweifeln inzwischen an der Möglichkeit, Heideggers Philosophie abgesondert von seinen politischen Überzeugungen zu rezipieren.

Hohe Luft hat von Anfang an die Heidegger-Enthüllungen verfolgt und mit der Aktion #schlussmitheidegger ein Ende der Heidegger-Verteidigung gefordert. Auf dieser Seite finden Sie gesammelt alle Artikel und Interviews rund um den Fall Martin Heidegger.

„Die Selbstvernichtung der Juden“ – Das Exklusiv-Interview mit Donatella di Cesare

„Moralische Schuld ist in Heideggers Philosophie nicht möglich“ – Das Interview mit Peter Trawny

„Ein totalitärer Denker“ – Der ausführliche Artikel unseres Chefredakteurs Thomas Vašek aus der Ausgabe 06/14. 

„Des Meisters neue Kleider“ – Kritische Replik von Sidonie Kellerer zu den Interviews mit Donatella Di Cesare und Peter Trawny. 

„Begeistert von Hitler“ – Ein Briefwechsel zwischen Martin und seinem Bruder Fritz Heidegger wird unter Verschluss gehalten. Er enthält neue Bekenntnisse des Freiburger Philosophen zur Nazi-Ideologie. „Der Fall Heidegger“ ist Themenschwerpunkt im neuen HOHE LUFT Heft, das am 19. März erscheint.

„Schwarze Stellen und ‚große Politik‘. Zur Umstellung der Heidegger-Kontroverse“ von Reinhard Mehring.

„Heidegger hielt ‚Endlösung‘ für notwendig.“ – Der US-Ideenhistoriker Richard Wolin im Interview über die Verbindung von Heideggers Philosophie mit der Nazi-Ideologie.

„Die Heidegger-Gesellschaft muss sich öffnen“ der neue Vorsitzende der Heidegger-Gesellschaft Helmuth Vetter im Interview über seine Entscheidung, den Vorsitz zu übernehmen und die Konsequenzen für die Gesellschaft aus der Veröffentlichung der „Schwarzen Hefte“. 

„Catwalk für Akademiker. Antwort auf Per Leo“ – Gaëtan Pégnys kritische Antwort auf Per Leos Artikel über die Siegener Heidegger-Tagung 2015.

„Eine verlässliche Ausgabe und ein unredlicher Angriff“ – Vittorio E. Klostermann, Verleger der Heidegger-Gesamtausgabe, verteidigt sich gegen die Vorwürfe des US-Ideenhistorikers Richard Wolin. 

„Die Freiheit zum Irren, mit Heidegger“ – Der französische Semiotiker François Rastier über die Schrift »Irrnisfuge« des Philosophen Peter Trawny.

„J’accuse – Antwort auf Vittorio Klostermann“ – US-Ideenhistoriker Richard Wolin reagiert auf die Vorwürfe Klostermanns.

„Stellungnahme von Vittorio Klostermann“ – erneute Stellungnahme des Verlegers der Gesamtausgabe

12 Kommentare

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  5. Selbstverständlich war Heidegger ein Nazi, jedoch nicht im üblichen Sinne. Er war es und war es nicht. Er verstand sich wohl eher als Ideal-Nazi und der „blöde“ Hitler hat nicht auf ihn gehört. Der hat das Gestell, Ergebnis jüdischer Machenschaft, weiter getrieben, statt es zu versenken. Der Rassenwahn gehörte lt. Heidegger diesem Gestell an, weshalb es sich auch gegen die Juden richtete. Dies Gestell haben die Amerikaner dann weiter getrieben und wir sehen heute, wohin es uns gebracht hat, in eine weltweite Spekulationsblase, Bedrohung durch Atom, Seins-vergessenen Mainstream und Hawkins würde am Liebsten in den Weltraum abhauen.

  6. Noch einen drauf! Heidegger war Antisemit aber nicht Befürworter der Shoa. Nicht jeder Antisemit ist rassistisch!
    Heidegger wirft dem Judentum (wer immer das sein mag) vor, das Rechnen, die Zahl und Geometrie (wie Platon auch)in die Zivilisation eingebracht zu haben. Seitdem würde Rechnen mit Denken verwechselt und so käme es zum „Schacherjuden“. Wer
    wollte ihm angesichts der FED und Wallstreet Machenschaften noch widersprechen?

    • Wolfgang Pomrehn sagt

      Noch so ein ressentimentgeladener geistiger Dünnschiss! Du bist selbst ein Gimpel, der bereitwillig rassistische Stereotype aufnimmt und wiederkäut, weil er die Komplexität der Welt in seinem naiven Weltbild nicht unterbringt und einfachste Erklärungsmuster braucht. Danke! Dank solcher sogenannter Philosophen haben wir Hitler bekommen!

  7. Heidegger ist tot ! Die Daseinsanalyse als Therapieform ist der Beweis, dass Philosophie und Person nie getrennt wurden. Längst müsste die Daseinsanalyse als Therapieform kritisch hinterfragt worden sein.
    Unfassbar, dass es seit den schwarzen Heften noch Therapeuten gibt, die
    weitermachen, als wäre alles wie davor. Unverständlich, dass die Daseinsanalyse als Therapieform nicht spätestens seit der Veröffentlichung der schwarzen Heften verboten ist !

  8. Karlheinz Baumgartl sagt

    „Hohe Luft“ ist eine Zeitschrift für Philosophie. Die Philosophie lebt von der Rede und Gegenrede. Jeder Mensch übernimmt durch seine Worte und Taten Verantwortung. Deshalb ist es nicht einzusehen, warum eine Glaubensorganisation oder einzelne Mitglieder daraus nicht kritisiert bzw. charakterisiert werden dürfen. Es ist unerträglich, daß jeder Kritiker an den Juden als „Antisemit“ herabgewürdigt wird. Auch die Juden haben sich der geistigen Auseinandersetzung zu stellen.
    Das 2. Problem sehe ich darin, daß wir Deutsche uns zu den Vorwürfen aus jüngerer Geschichte (z.B. Holocaust) nicht verteidigen dürfen. Es droht der Paragraph 130 Strafgesetzbuch. Das ist juristisch ein äußerst fragwürdiger Zustand, worüber sich schon die höchsten Richer Wolfgang Hoffmann-Riem und Winfried Hassemer kopfschüttelnd geäußert haben. Wir dürfen allerdings fragen, wem dieser Paragraph nützt. – Er schadet auf jeden Fall der geistigen Auseinandersetzung.
    Karlheinz Baumgartl
    Heimatforscher und Kosmologe
    84367 Zeilarn

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  10. Karlheinz Baumgartl sagt

    Albert Schweitzer (1875-1965): „Mit dem Geist der Zeit befinde ich mich in vollständigem Widerspruch, weil er von der Mißachtung des Denkens erfüllt ist.“ – „Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird nicht vergeben werden“ (Matthäus).

    Martin Heidegger (1889-1976) in „Was heißt Denken ?“: „Daß man ein Interesse an der Philosophie zeigt, bezeugt keineswegs schon eine Bereitschaft zum Denken. Selbst die Tatsache, daß wir uns Jahre hindurch mit den Abhandlungen und Schriften der großen Denker eindringlich abgeben, leistet noch nicht die Gewähr, daß wir denken oder auch nur bereit sind, das Denken zu lernen“.

    Karlheinz Baumgartl
    Heimatforscher und Kosmologe
    http://www.cosmopan.de

  11. Wolfgang Pomrehn sagt

    Hier sammelt sich bei den Widersprüchlern offenbar der braune Bodensatz. Dass Heidegger ein Rassist und übelster Nazi war liegt schon anhand der dümmlichen Gegenreden auf der Hand. Einen besseren Beweis als diese Kommentare gibt es nicht.

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