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Na logisch! Der Ad-ignorantiam-Fehlschluss

Daniel-Pascal Zorn schreibt in seiner Kolumne Na logisch! über Logik, Rhetorik und Argumentationstheorie. Heute: Der Ad-ignorantiam-Fehlschluss 

Es klingt vielleicht auf den ersten Blick unglaubwürdig: Aber manche der hier verhandelten Fehlschlüsse waren verantwortlich für die Entscheidung über die gesellschaftliche Ächtung oder sogar über Leben und Tod vieler Menschen. Zwei Beispiele können das illustrieren:

Im März 1938 wurde der marxistische Wirtschaftstheoretiker und Philosoph Nikolai Iwanowitsch Bucharin nach einem Schauprozess in Moskau wegen eines angeblichen Komplotts gegen Stalin hingerichtet. Etwas mehr als ein Jahr früher hatte er vor dem Zentralkomitee seine letzte öffentliche Rede gehalten. Verzweifelt stellte er seinen Fall dar, um die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe zu entkräften: Er habe viele politische Fehler gemacht und er gebe auch zu, der Partei geschadet zu haben. „Ich beanspruche nichts. Ich lege nur dar, was ich denke und was ich durchmache“, sagte Bucharin. „Aber“, so fügte er hinzu, „ich kann nicht etwas gestehen, dessen ich nicht schuldig bin, weder heute noch morgen, noch übermorgen.“ Doch die Entscheidung gegen ihn war bereits gefallen. Das wurde spätestens dann klar, als Stalin ihm verdeutlichte, dass noch ein Selbstmord zu den „letzten und schlauesten und einfachsten Mitteln“ gehöre, „die Partei zu bespucken, und ein letztes Mal zu täuschen, bevor man stirbt“. Indem Bucharin der Forderung nach einem Geständnis widerstand, legte er es ab. Er hatte keine Wahl.

Zwölf Jahre nach Bucharins Hinrichtung stand ein Senator aus Wisconsin vor dem US-amerikanischen Senat. Er behauptete öffentlich, er habe über 80 nachweisliche Fälle von kommunistischen Umtrieben in der US-amerikanischen Regierung gesammelt. Nachweise allerdings konnte er kaum welche liefern, und so erklärte er, nach einem seiner Fälle befragt: „Ich habe nicht viel Information, bis auf den allgemeinen Eintrag …, dass es nichts in den Akten gibt, um kommunistische Umtriebe zu widerlegen.“ Für Senator McCarthy galt jeder, der nicht beweisen konnte, dass er kein Kommunist war, als Kommunist.

In beiden Fällen galt den Verantwortlichen ihre eigene Behauptung so lange als wahr, bis sie widerlegt würde. Und aus Sicht der Angeklagten galt ihre Behauptung so lange als falsch, wie sie nicht das Gegenteil beweisen konnten. In beiden Fällen war das Kriterium für die Widerlegung wie für den Beweis von der Willkür der Verantwortlichen, Stalin und McCarthy, abhängig und konnte von ihnen beliebig erweitert werden – einfach dadurch, dass sie sich auf die Unglaubwürdigkeit des Beweises oder der Widerlegung beriefen.

Weil als Kriterium für die Beurteilung von Sinn, Plausibilität oder Richtigkeit einer These das eigene (vermeintliche) Nichtwissen, Nichtverstehen oder Nichteinsehen eingesetzt wird, wird dieser Fehlschluss ‚Argument ad ignorantiam‘ – von lat. ‚aus Unwissen‘ – oder ‚Fehlschluss aus persönlichem Unglauben‘ genannt. Er tritt dann auf, wenn eine These für falsch erklärt wird, weil sie bisher noch nicht bewiesen wurde oder umgekehrt für richtig erklärt wird, weil sie bisher nicht widerlegt wurde.

Solange die eigene Weltsicht nicht widerlegt ist, gilt sie – wer will, dass man etwas anderes denken soll, der soll das erst einmal überzeugend darlegen.

Der Fehlschluss ist darin Fehlschlüssen verwandt, die ich hier bereits besprochen habe: Wie bei einem Bestätigungsfehler, der auf einer verabsolutierten Annahme basiert, wird sowohl die Bejahung als auch die Verneinung einer These gewertet. Bei ideologischen Unterstellungen führt das insbesondere dazu, dass die Verneinung einer These durch die ideologische Verzerrung des Gegenübers ‚erklärt‘ wird. Ein analoger Fall tritt bei Pathologisierungen auf, die z. B. die Psychoanalyse dazu benutzen, um psychische Fehlstellungen zu behaupten, die durch ihre Verleugnung angeblich nur umso deutlicher bestätigt werden. Was wie investigatives Fragen aussieht, ist so einfach ein billiges Mittel, um immer im Recht zu bleiben.

Wer einen Fehlschluss ad ignorantiam begeht, der fordert sein Gegenüber auf, die eigene These zu widerlegen. In dieser Hinsicht ist der Fehlschluss eine Beweislastumkehr, die zu den Tu-quoque-Argumentationen gehört: Solange die eigene Weltsicht nicht widerlegt ist, gilt sie – wer will, dass man etwas anderes denken soll, der soll das erst einmal überzeugend darlegen. Auch wenn man es nicht zugeben will: aber auf diese oder ähnliche Weise argumentieren wir oft, wenn wir uns in einer Diskussion in die Enge gedrängt sehen oder unsere eigene Überzeugung, nur weil wir sie haben, schon für ein hinreichend gültiges Argument halten.

Weil der Fehlschluss ad ignorantiam sich so gut eignet, in Diskussionen scheinbar im Recht zu sein, wird er auch oft im Zusammenhang mit Philosophie angewendet. Denn dort werden ja überproportional viele Thesen aufgestellt, die das eigene Weltbild erst einmal verwirren oder sogar bedrohen. Wenn Philosophen also etwas schreiben, was man selbst nicht versteht, dann beruft man sich gerne auf die ‚Unverständlichkeit‘ oder die ‚Dunkelheit‘ von Philosophen, die sich mit ihrem Geraune doch nur wichtigmachen wollen.

Doch auch hier macht derjenige, der so urteilt, sein eigenes subjektives Verstehen zum Kriterium für einen Text – und verlangt so absurderweise, dass Texte aus knapp 2500 Jahren sich von vornherein seinem eigenen Verständnishorizont fügen sollen. Weil das, eben qua Voraussetzung, unmöglich ist, wird das Scheitern der Texte an diesem unmöglichen Kriterium für den Beweis genommen, dass man sich in seinem eigenen Weltbild nicht beunruhigen lassen muss: Die Philosophen sollen erst einmal lernen, verständlich zu schreiben! Weil man in solchen Urteilen nie alleine ist, kann man sich dann stets immer auch auf andere berufen – und begeht damit den nächsten Fehlschluss.

Inkompetente Menschen halten sich selbst, aus Unwissen über ihre eigene Inkompetenz, für kompetent

Der Fehlschluss ad ignorantiam ist allerdings mit einem Effekt verbunden, der noch etwas komplexer ist als die bloße Verabsolutierung der eigenen Sichtweise. Dieser Effekt wurde 1999 von den beiden Psychologen David Dunning und Justin Kruger beschrieben. Sie stellten fest, dass inkompetenten Menschen – wegen ihrer Inkompetenz – genau diejenigen Kriterien fehlen, die sie brauchen würden, um ihre eigene Inkompetenz einzusehen. Diese Kriterien sind aber dieselben Kriterien, mit denen sie erkennen könnten, dass andere kompetenter sind als sie selber.

Inkompetente Menschen halten sich also selbst, aus Unwissen über ihre eigene Inkompetenz, für kompetent – und sie halten entsprechend kompetente Menschen, weil sie sie nicht als kompetent erkennen können, für tendenziell inkompetent. Denn diese teilen ja gegebenenfalls nicht die eigene, kompetente Meinung.

Der Fehlschluss ad ignorantiam lässt sich mit einer scheinbar ganz einfachen Methode überwinden: Man bezweifelt die endgültige Richtigkeit der eigenen Meinung und der Meinungen anderer so lange, bis sie sich in der gemeinsamen Prüfung im Gespräch als richtig herausgestellt haben. Das klingt wirklich sehr einfach, gehört aber zu den schwersten Übungen in der Philosophie: Sich selbst das eigene Nichtwissen oder Nichtverstehen einzugestehen – um erst von dort aus zu richtigem, gemeinsam errungenem Wissen zu gelangen. Nicht umsonst sind wir Philosophen mit gerade dieser Lektion seit über zweieinhalbtausend Jahren auf Tour.

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  1. Johann Richter sagt

    Lieber DPZ,

    denken Sie, dass die Beweislast immer bei demjenigen liegt, der etwas behauptet oder kann sie auch mal bei demjenigen liegen, der etwas in Frage stellt.

    In den Fällen McCarthy und Stalin ist die Sache klar. Wenn aber jemand in Frage stellt, dass sich die Erde um die Sonne dreht, dann bin ich doch nicht in der Pflicht mich zu rechtfertigen. In diesem Fall würde ich den Satz „Wer will, dass man etwas anderes denken soll, der soll das erst einmal überzeugend darlegen.“

    Der Fehlschluss ad ignorantiam tritt doch erst dann auf, wenn ich eine These damit _begründe_, dass die These nicht widerlegt ist.

    LG Johann

  2. DPZ sagt

    @Johann Richter: „denken Sie, dass die Beweislast immer bei demjenigen liegt, der etwas behauptet oder kann sie auch mal bei demjenigen liegen, der etwas in Frage stellt.“ – Das kommt auf die jeweilige Situation an.

    Wenn eine These von jemandem aufgestellt wird, dann liegt die Beweislast bei ihm. Wenn ich diese These infragestelle, ohne eine positive Gegenthese aufzustellen, bleibt die Beweislast bei ihm – er will mich ja von etwas überzeugen. Aber: „positive Gegenthese“ gilt auch noch für implizite Voraussetzungen. Das heißt: Wenn ich eine Begründung nicht einsehe, dann muss ich begründen können, warum. Oder ich gebe zu, dass ich es nicht verstanden habe und bitte um eine neuerliche Erklärung. Sie sehen sicherlich selbst, wie sehr man hier aufpassen muss, um nicht in den oben beschriebenen Fehlschluss zu geraten.

    Das ändert sich bzw. wird komplexer, wenn ich seine These verneine und aber eine positive Gegenthese aufstelle. Dann spielt man quasi ein Argumentationsspiel auf zwei Ebenen: er ist für seine These verantwortlich, Sie für Ihre. Das kann sehr fruchtbar sein, wenn beide ihre jeweilige Beweislast ernst nehmen und versuchen, die Erkenntnisse aus der Prüfung der eigenen These auf die Diskussion der anderen zu übertragen. Es erfordert umgekehrt aber auch einige Übung – weil zwei positive Thesen schnell in einem unproduktiven gegenseitigen Rechthaben-Wollen enden kann.

    „Wenn aber jemand in Frage stellt, dass sich die Erde um die Sonne dreht, dann bin ich doch nicht in der Pflicht mich zu rechtfertigen.“ – Nein, denn dann stellt er ja im Gespräch die erste These auf: „Die Erde dreht sich nicht um die Sonne“ oder „Ich behaupte, dass sich die Erde nicht um die Sonne dreht“. Die Beweislast liegt auch hier bei demjenigen, der eine These aufstellt. Wenn Sie behaupten, dass sich die Erde um die Sonne dreht, fällt es Ihnen umgekehrt sicher nicht schwer, die Beweislast zu erfüllen. Es geht also um den konkreten Gesprächskontext, nicht um ein irgendwo festgeschriebenen Kanon von feststehenden Thesen, den Sie jetzt verteidigen müssen.

    Wenn Sie also sagen „wer will, dass man etwas anderes denken soll [als das, was gilt], soll das erst einmal beweisen“ haben Sie sich ggf. ohne Not in eine schwächere Position begeben, weil Sie für das Gespräch davon ausgehen, dass das Anerkennen bestimmter Thesen quasi von vornherein dazugehört. Sie können das aber einfach umgehen, indem Sie – wie oben beschrieben – so darauf reagieren: „Du behauptest also, die Erde dreht sich nicht um die Sonne. Wie begründest Du diese Behauptung?“ Indem Sie für sich keine positive These in Anspruch nehmen – so gut die wissenschaftlich belegt ist -, umgehen Sie die Ansprüche des anderen, Ihre positive These belegen zu müssen, selbst wenn das kein Problem ist.

    Es erscheint für den Alltagsverstand absurd, bestimmte wissenschaftliche Erkenntnisse nicht als selbstverständliches Wissen voraussetzen zu können. Aber wenn man das zulässt, müsste man entweder alle Erkenntnisse zulassen – womit sich das Problem ergibt, warum wir überhaupt Wissenschaft betreiben -, oder man müsste das Kriterium dafür angeben, warum man bestimmte Erkenntnisse für selbstverständlich hält und bestimmte eben nicht. Letztere Fragestellung ist m. E. die fruchtbarere – und führt in hochinteressante Debatten.

    Für die Argumentation selbst sollte man aber immer eine Petitio principii vermeiden. Sehr schnell kann man nämlich von einem ‚Wer nicht die wissenschaftliche Begründung anerkennt, dass die Erde um die Sonne kreist, ist unwissend oder macht einen Denkfehler‘ in ein ‚Wer wissenschaftliche Erkenntnisse nicht a priori als Wahrheit anerkennt, ist irrational‘ hineinfallen.

  3. Johann Richter sagt

    Lieber DPZ,

    vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Und – ja – es scheint ungeheuer schwierig zu sein, diesen Fehlschluss nicht zu begehen. Wer trägt im philosophischen Gespräch gerade die Beweislast? Gerade die Position des Zweiflers (demjenigen ohne positive These) stehen sehr viele Rechte zu, aber keine Pflichten. Das ist nicht gut. Diese Rolle scheint mir zu leicht ausgenutzt werden zu können und jedes Gespräch völlig unproduktiv werden zu lassen.

    Wenn man diese Rollenbeschreibung völlig ernst nimmt, dann kann er auch ohne Weiteres eine positive These via impliziter Voraussetzungen umgehen. Das heißt: Er müsste auch nicht begründen, warum er eine Begründung nicht einsieht. Denn eine Begründung bringt ja stets mind. zwei neue positive Thesen mit sich. Da kann der Zweifler sich ja direkt wieder dumm stellen und fragen: „Und warum hältst du die Prämisse für wahr?“. Das ist doch – genau wie die „tu quoque“ Argumentation – eine aus der Kindheit bekannte Methode: Und warum, und warum, und waaaarum?

    Nein, der Zweifler soll auch Pflichten bekommen. Er soll dem Befragten gegenüber stets klar machen, wie er die Sache selbst sieht. Wenn er die Sache so sieht, wie ich, dann gibt es keinen Grund zu fragen. Wenn er die Sache anders sieht, dann haben wir das „Argumentationsspiel auf zwei Ebenen“. Wenn er angibt keine Meinung zu haben, dann muss es für mich zumindest ein Ausweg sein dürfen, ihm doch eine Meinung nachzuweisen.

    Aber darüber hinaus sollte man beim Anzweifeln von etabliertem Wissen zumindest einen qualifizierten Zweifel (also einen mit einer positiven These) einreichen. Ich möchte noch einmal zu meinem Beispiel zurückkehren und es in ein kleines Gespräch umwandeln:

    A: Was meinst du? Wie verhält sich die Erde zur Sonne?
    B: Erm… Ja, die Erde dreht sich um die Sonne. Weiß doch jeder.
    A: Ich nicht. Wieso meinst du, dass die Erde dreht sich sich um die Sonne dreht?
    B: Gegenfrage: Wieso meinst du, dass sie sich *nicht* um die Sonne dreht?
    A: Das habe ich nie gesagt (hehehe). Ich bin nur *nicht* überzeugt von deiner Behauptung.
    B: Nein, meine Überzeugung ist die anerkannte. Nicht davon überzeugt zu sein, ist die Außenseiter-Position. Du kannst nicht einfach Zweifel einreichen, ohne einen Anlass zu haben.
    A: Du willst hier nur die Beweislast umkehren. Du behauptest, du musst liefern.

    Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann wäre A im Recht eine Begründung einzufordern. Meinen Sie das tatsächlich? Auch in diesem Fall?

    LG Johann

  4. DPZ sagt

    @Johann Richter: „Gerade die Position des Zweiflers (demjenigen ohne positive These) stehen sehr viele Rechte zu, aber keine Pflichten“ – So ganz richtig ist das nicht: In meiner nächsten Kolumne werde ich mich mit einer Argumentationsstrategie beschäftigen, die diese scheinbare Macht des Zweiflers betrifft. Denn auch, wenn der Zweifler keine positive These vertritt, so signalisiert sein „Warum?“ z. B. auch, dass er Gründe erfahren will – und so in einer Antwort auf diese Gründe auch angemessen auf sie eingehen muss. Insofern hat auch der Zweifler Pflichten.

    „Wenn man diese Rollenbeschreibung völlig ernst nimmt, dann kann er auch ohne Weiteres eine positive These via impliziter Voraussetzungen umgehen.“ – Nein, das eben wäre schon eine positive These im Sinne der Argumentationslogik. Sobald es eine Voraussetzung gibt, ist sie ja gegeben. Wenn diese Voraussetzung zunächst implizit bleibt, handelt es sich um ein Velatus-Sophisma. Und das kann man ganz einfach offenlegen, indem man nach einer Weile zurückfragt: „Warum genau fragst Du an dieser Stelle immer wieder nach? Machst Du bestimmte Voraussetzungen?“

    Spätestens an dieser Stelle wird der Zweifler begründungspflichtig für seinen Einsatz seines Zweifels, ohne sich z. B. auf die selbst eingeforderten Antworten zu beziehen. Das liegt daran, dass ‚Begründungspflicht‘ eben nicht nur den inhaltlichen, sondern auch den operativen Aspekt der Rede betrifft (trivialerweise).

    Derjenige, der dem Zweifler Antwort stehen soll, ist nicht verpflichtet, ein Fragen zu akzeptieren, das missbraucht wird, um ihn z. B. in einen Antwortzwang ohne positives Anerkennen der eingeforderten Antworten (als solche) zu stellen. Diesen Trick gebrauchen Sophisten oft: sie stellen Fragen und nehmen das Nichtgeben einer Antwort dann als ‚Beweis‘ dafür, dass der andere unbegründete Meinungen vertritt.

    Bei genauerem Hinsehen haben sie darin aber meist eine bestimmte Form des Antwortens als einzig valide implizit vorausgesetzt. Und das wäre ein Fehler, für den der Zweifler haftbar zu machen ist. Sokrates umgeht diese Form des Sophismus übrigens regelmäßig dadurch, dass er seinem Gesprächspartner die Umkehrung der Rollen anbietet: ‚Wenn du nicht mehr antworten kannst, befrage du mich und ich stehe Rede und Antwort‘.

    „der Zweifler soll auch Pflichten bekommen. Er soll dem Befragten gegenüber stets klar machen, wie er die Sache selbst sieht“ – Nein, soweit kann man die Pflicht des Zweiflers nicht treiben. Das eben wäre eine Beweislastumkehr, ggf. gebrochen durch einen Schiedsrichter-Fehlschluss. Der Zweifler (oder Kritiker) darf nicht genötigt werden, eine positive These zu vertreten, nur weil man selbst eine vertritt. Wie oben dargestellt, wird er ja spätestens in seiner Zurückweisung einer Begründung selbst begründungspflichtig. Ein unbegründetes „Nein“ fällt eben wieder in den Ad-ignorantiam-Fehlschluss.

    Entsprechend falsch ist das Schema: Wenn das Argumentationsspiel auf einer Ebene nicht anerkannt wird, wie soll dann das Argumentationsspiel auf zwei Ebenen, die ja einfach zwei erste Ebenen mit vertauschten Rollen sind, anerkannt werden?

    Das geht nur mit der Forderung „der Zweifler soll auch Pflichten bekommen“. Die Begründung ‚weil er sonst per impliziter Voraussetzung das Gespräch derailen kann‘, geht, wie oben dargelegt, fehl – weil sie erstens die Begründungspflicht nur auf der inhaltlichen, nicht aber auch auf der operativen Ebene verortet und weil sie zweitens (deswegen) mehrere Fehlschlüsse auf Umwegen wieder validiert – eben auch den oben genannten (wegen der Zugabe der unbegründeten Verneinung, die oben die wesentliche Basis von Ad-ignorantiam ist) und das Velatus-Sophisma, aber auch die Argumentation ad nauseam und sogar (wie das Beispiel unten zeigt) die Petitio principii.

    Sie übersehen dabei, dass – durch die doppelte Aufmerksamkeit ‚operativ/inhaltlich‘ – Fehlschlüsse und Argumentationsfehler nicht nur eine Ebene des Gesprächs betreffen.

    Ein Beispiel: Sie behaupten „Der Umstand X hat sich so zugetragen.“ Sie geben keine Begründung. Schon die kategorische Form kann hier als Fehlschluss gelten, eben weil Sie keine Begründung dafür geben. Man kann hier fragen: „Warum?“ – und macht damit ggf. die Voraussetzung deutlich oder eine Petitio principii: „Weil es eben so ist.“ Oder man kann sagen: „Das legen Sie nicht unbegründet fest, weil eine solche unbegründete Festlegung eine Petitio principii wäre.“ Das reagiert nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Operation.

    Ein anderes Beispiel: Ich behaupte „Philosophie ist die Kunst der Rechtfertigung.“ Sie fragen: „Warum?“ Ich sage: „Weil wir uns gerade, performativ, in Ihrer Frage, darauf geeinigt haben, dass wir Thesen begründen müssen.“ Sie fragen: „Warum?“ Ich sage: „Weil Sie offenbar mit Ihrem ‚Warum‘ nach einer Begründung fragen.“ Sie fragen: „Warum“? – Und hier kann ich nun fragen: „Sind Sie an meiner Antwort interessiert? Wenn nein: Warum fragen Sie dann weiter? Wenn ja: Warum gehen Sie nicht auf meine Antworten ein?“

    „Wenn er angibt keine Meinung zu haben, dann muss es für mich zumindest ein Ausweg sein dürfen, ihm doch eine Meinung nachzuweisen.“ – Nein, dieser Ausweg steht Ihnen nicht offen. Denn er ist eine Beweislastumkehr. Denn Sie stehen in der Begründungspflicht – nicht der andere, nur weil er Ihre fehlende oder eine gegebene Begründung kritisiert.

    „darüber hinaus sollte man beim Anzweifeln von etabliertem Wissen zumindest einen qualifizierten Zweifel (also einen mit einer positiven These) einreichen“ – Warum „sollte“ man das? Und wer legt fest, was „etabliertes Wissen“ ist? Dass und inwiefern der Kritiker keine positive These vertreten muss, sollte bereits deutlich geworden sein.

    Ihre beiden Sollens-Sätze beruhen sämtlich auf dieser Annahme:

    „Wenn man diese Rollenbeschreibung völlig ernst nimmt, dann kann er auch ohne Weiteres eine positive These via impliziter Voraussetzungen umgehen. Das heißt: Er müsste auch nicht begründen, warum er eine Begründung nicht einsieht.“

    Aber erstens handelt es sich nicht um eine „Rollenbeschreibung“, sondern um eine Funktionsbeschreibung. Zweitens kann eine positive These eben gerade nicht via impliziter Voraussetzung umgangen werden – weil eine implizite Voraussetzung eben eine positive These ist. Die kann der (bislang) Antwortende dann auch erfragen – weswegen hier die ‚Rollen‘ wechseln (deswegen „Funktionsbeschreibung“). Und drittens gilt deswegen für „das heißt“ non sequitur.

    Ihr „kleines Gespräch“ ist entsprechend schief inszeniert. Es funktioniert außerdem nur durch die Reduktion von Kontexten. Und es verwechselt Reflexionslogik, die sich auf ein konkretes Gespräch mit konkreten Argumenten bezieht (und beziehen muss, weil es sonst keine Rückbezüglichkeiten gibt), mit formaler Logik, also einer Logik, die Formen vorgibt und entsprechend beansprucht, alle möglichen Fälle damit lösen zu können.

    Das „Ich nicht“ von A erscheint mir etwa wie ein analytisches Argumentationsspiel, in dem man sich beliebig dumm stellen kann, um eine Antwort zu provozieren (was unredlich wäre). Man könnte entsprechend fragen: „Warum nicht?“ Auch die Reaktion „Ich nicht“ auf „Weiß doch jeder“ (selbst kein besonders günstiger Zug, weil es ad populum argumentiert), rechtfertigt nicht die Nachfrage „wieso meinst Du … ?“ Denn man könnte sagen: „Das meine nicht ich, das weiß jeder, weil es anerkanntes wissenschaftliches Wissen ist.“ Die Gegenfrage „Wieso meinst du, dass sie sich *nicht* um die Sonne dreht?“ wird zu Recht mit „Das habe ich nie gesagt“ beantwortet – denn „Ich nicht“ bezieht sich erkennbar auf „Weiß doch jeder“. Die nächste Aussage: „Ich bin nur *nicht* überzeugt von deiner Behauptung“ kann man beantworten mit: „Warum bist Du nicht überzeugt? Kennst Du die wissenschaftliche Argumentation nicht? Oder kennst Du sie und sie überzeugt Dich nicht? Wenn ja: warum nicht?“ usw. „meine Überzeugung ist die anerkannte“ wiederholt das Ad-populum-Argument, das also A nun bereits zum zweiten Mal hätte einklagen können. Die Aussage „Nicht davon überzeugt zu sein, ist die Außenseiter-Position“ kann man als Schluss aus einem Bestätigungsfehler werten – spätestens an dieser Stelle wäre eine Petitio principii zu vermuten. „Du kannst nicht einfach Zweifel einreichen, ohne einen Anlass zu haben“ kommt aus dem Nichts – warum kann er keine Zweifel einreichen, ohne einen Anlass zu haben? Und ebenso kann man ihm dann unter – ggf. recht komplexem – Verweis auf die Voraussetzungen gemeinsam geteilter Messverfahren, astronomische Beobachtungen und physikalische Berechnungen zeigen, wie die Behauptung begründet ist. „Du willst hier nur die Beweislast umkehren. Du behauptest, du musst liefern“ ist in diesem Fall richtig – und zwar weil der Satz ‚Du musst einen Anlass haben, um einen Zweifel einzureichen‘ präzise das ist: Eine Beweislastumkehr.

    „Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann wäre A im Recht eine Begründung einzufordern“ – Eine Begründung kann man immer einfordern, nur nicht für alles. A ist also stets im Recht, hier eine Begründung einzufordern. Versäumt wurde die Klärung des „Ich nicht“, weswegen B nun „Weiß doch jeder“ und „meine Überzeugung ist die anerkannte“, sowie „Nicht davon überzeugt zu sein, ist die Außenseiter-Position“ und „Du kannst nicht einfach Zweifel einreichen, ohne einen Anlass zu haben“ rechtfertigen muss. Denn keiner dieser Sätze wurde mit einer Begründung vorgebracht.

    Anders gesagt: Sie haben eine Beweislastumkehr in ein Beispiel eingebettet, in dem die Infragestellung einer allgemein anerkannten Wahrheit absurd erscheint, um die Beweislastumkehr ebenfalls absurd erscheinen zu lassen – übrigens unter Missachtung des Verbots der Petitio principii (also einer Ausblendung anderer Fehlschlüsse, die hier besprochen werden). Und haben dabei übersehen, dass die Beweislastumkehr sich auf eine konkrete Redehandlung bezieht und nicht auf eine Argumentationsform, die man irgendwie verallgemeinern könnte. Anders und kürzer gesagt: Sie verwechseln hier operational aufmerksame mit formaler Logik.

    P. S.: Ich habe, wohl aus einer Art Dejà-vu heraus, statt „Johann“ „Jörg“ gelesen… Insbesondere die nach zunächst einfach erscheinenden Nachfragen und einer andere Fehlschlüsse ignorierenden Begründung formulierten Sätze „soll auch Pflichten bekommen“, „soll … klar machen“, „sollte man … einen qualifizierten Zweifel … einreichen“, die im Vortragsstil formulierte Passage „Ich möchte noch einmal zu meinem Beispiel zurückkehren und es in ein kleines Gespräch umwandeln“, sowie die etwas provozierende Nachfrage „Meinen Sie das tatsächlich? Auch in diesem Fall?“ erinnert mich ein wenig an einen narzisstisch arg gekränkten Benutzer hier im Forum, der die Beiträge meiner Kolumne regelmäßig nutzt, um seine eigene Vorstellung von Philosophie zur Geltung zu bringen, ohne allerdings darauf zu achten, dass er sich dabei immer wieder selbst übertölpelt.

    Bitte haben Sie in jedem Fall Verständnis, dass ich – nach diesem ausführlichen Beitrag – aus Zeitgründen nur noch auf kürzere Fragen eingehen kann. Ansonsten erreichen Sie mich für ausführliche Diskussionen zum Thema auf FB oder per Mail.

  5. Johann Richter sagt

    Lieber DPZ,

    es handelt sich um ein Dejà-vu, nicht mehr. Ich bin nicht mit dem Jörg, den Sie kennen, identisch und hoffe, dass Sie die schlechten Erfahrungen mit ihm nun nicht auf mich übertragen. Das wäre dann auch ein assoziativer Fehlschluss 😉 – ich lese gerade Ihre vorherigen Kolumnen mit großer Begeisterung. Wie ich darüber nachdenke, ist das auch ein interessantes Beispiel für das Thema „Beweislast“. Sie haben für Ihre These, dass ich mit dem Jörg identisch sein soll, Begründungen angegeben. Und ich behaupte das Gegenteil. Muss allerdings dazu sagen, dass ich es als völlig unzulässig empfinden würde, wenn Sie von mir nun einen Nachweis meiner Identität verlangen würden 😀 Ich sehe, dass ich die Zusammenhänge in Bezug auf Beweislast noch nicht gut verstanden habe und freue mich schon auf Ihre nächste Kolumne über Argumentationsstrategien.

    Meine ganze Argumentation beruhte ja auf meiner Interpretation, dass der Zweifler in Ihrer Konzeption keine Pflichten hat. Das erschien mir intuitiv falsch und darauf baute sich alles weitere auf. Da sie es nun gar nicht so sehen, fällt hier natürlich einiges zusammen. Wir können das Gespräch daher nun auch gerne hier abbrechen. Ich habe durch Ihre Ausführungen nun schon einiges mehr verstanden und warte jetzt lieber Ihre nächste Episode ab.

    Ich formuliere nur noch eine Frage und hoffe, dass ich Sie nicht erneut falsch verstanden habe:

    Wenn die Begründungspflicht auch die operative Ebene betrifft und das Fragen-nach-Warum eine Operation ist, dann besteht dafür eine Begründungspflicht. Wie entscheidet man jetzt, wer seiner Begründungspflicht als erstes nachkommen soll? Der Behauptende seiner inhaltlichen Begründungspflicht oder der Zweifelnde seiner operativen Begründungspflicht.

    Liebe Grüße

    Johann Richter

  6. DPZ sagt

    @Johann Richter: „Das wäre dann auch ein assoziativer Fehlschluss“ – Die „These, dass ich mit dem Jörg identisch sein soll“, gibt es nicht. Ich neige nur dazu, selbst meine assoziativen Annahmen für mein Gegenüber zu plausibilisieren, eben gerade um dem assoziativen Fehlschluss zu entgehen. Weil es diese These nicht gibt habe ich es einen ‚Verdacht‘ genannt. Gut, dass er sich nicht bestätigt hat.

    „Meine ganze Argumentation beruhte ja auf meiner Interpretation, dass der Zweifler in Ihrer Konzeption keine Pflichten hat. Das erschien mir intuitiv falsch…“ – Sie sehen, dass Sie hier den richtigen Riecher hatten. Eventuell spielt Ihnen aber auch die Annahme einen Streich, die sich in „Ihrer Konzeption“ verbirgt. Lassen Sie es mich daher noch einmal verdeutlichen:

    Gegenstand von Argumentationslogik ist stets das konkrete Gespräch, der Dialog und der in und mit diesem Dialog ausgetauschte Logos. Meine Kolumne bespricht nacheinander verschiedene Fehlschlüsse und -argumente – die sich aber allesamt auch auf ein und denselben Logos anwenden lassen, wenn er sie denn einsetzt. Vielleicht hilft es also weiter, die verschiedenen Kolumnenbeiträge als so etwas wie unterschiedliche Perspektiven auf eine gegebene Rede zu betrachten. Das wird auch ein wenig nahegelegt durch die enge ‚Verwandtschaft‘ einiger Fehlschlüsse untereinander. Ein dogmatischer Fehlschluss führt zu einem Bestätigungsfehler; in diesem wiederum kann sich die ‚Bestätigung‘ aufbauen und erhalten durch assoziative oder genetische Fehlschlüsse; der Anwender immunisiert sich gleichzeitig gegen Kritik durch Tu-quoque-Argumentationen (also z. B. Beweislastumkehr), Ad-ignorantiam-Fehlschlüsse und Selbst-Viktimisierungen usw.

    „Wenn die Begründungspflicht auch die operative Ebene betrifft und das Fragen-nach-Warum eine Operation ist, dann besteht dafür eine Begründungspflicht“ – Nicht ganz. Für die andauernde Wiederholung ohne Bezug auf die gegebenen Antworten besteht eine Begründungspflicht. Weil die ja durch die Operation des ständigen Nachfragens faktisch gegeben ist.

    „Wie entscheidet man jetzt, wer seiner Begründungspflicht als erstes nachkommen soll?“ – Ganz einfach: Derjenige, der eine These aufgestellt hat, soll seiner Begründungspflicht nachkommen (inhaltlich). Der Fragende fragt aber nach einer Begründung – nutzt er dagegen sein Nach-Begründungen-Fragen, um sein Gegenüber in einen Antwortzwang zu stellen, in dem sich der Fragende faktisch gar nicht für das interessiert, was er erfragt, dann ist der Fragende für diese Praxis in der Begründungspflicht (operativ).

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  8. OPC sagt

    „Wie entscheidet man jetzt, wer seiner Begründungspflicht als erstes nachkommen soll?“ – Ganz einfach: Derjenige, der eine These aufgestellt hat, soll seiner Begründungspflicht nachkommen (inhaltlich). Der Fragende fragt aber nach einer Begründung – nutzt er dagegen sein Nach-Begründungen-Fragen, um sein Gegenüber in einen Antwortzwang zu stellen, in dem sich der Fragende faktisch gar nicht für das interessiert, was er erfragt, dann ist der Fragende für diese Praxis in der Begründungspflicht (operativ).“

    Wie kann der vom Fragenden ausgehende, latent inquisitorische Legitimationszwang beweisen, dass seine Praxis nicht a.) sadistischer Quällust entspringt, zusammen mit b.) dem Bedürfnis durchs Dem-Anderen-die-Leviten-lesen auf einfache Art Überlegenheit zu erzielen und Distinktionsgewinne zu verbuchen und c.) selber mittels der Strategie der ununterbrochenen Anklage Anderer der Rechtfertigungspflicht zu entkommen und das eigene Vorgehen gegen Kritik abzudichten? Sondern demgegenüber – ja, was, eigentlich? – echtem, aufrichtigem Interesse an der Sache, der Wahrheit und dem Wohle aller?

  9. DPZ sagt

    @OPC: „Wie kann der vom Fragenden ausgehende, latent inquisitorische Legitimationszwang beweisen, dass seine Praxis nicht … sadistischer Quällust entspringt … usw.“ – Diese Fragestellung etabliert eine Beweislastumkehr: Sie fragt danach, wie jemand beweisen kann, dass er etwas nicht aus irgendeiner Motivation tut. In der Beweislast steht aber derjenige, der behauptet, dass die Praxis des Fragenden „sadistischer Quällust entspringt“, einem „Bedürfnis durchs Dem-anderen-die-Leviten-lesen auf einfache Art Überlegenheit zu erzielen …“ usw. Diese ersten beiden sind eine Pathologisierung (Angriff ad personam) und eine Unterstellung von Absicht (Pappkamerad) und entsprechend fehlerhaft.

    Allein c) unterstellt keine Absicht oder eine krankhafte Veranlagung, sondern beschreibt eine Strategie. Und darauf habe ich die Antwort oben schon gegeben: Wenn der Fragende nicht so erscheinen will, dass seine Fragen nicht an Antworten interessiert sind, sondern „mittels der Strategie der ununterbrochenen Anklage Anderer der [eigenen] Rechtfertigungspflicht zu entkommen sucht“, muss er sich auf die Antworten beziehen, die er erfragt hat. Tut er das nicht, muss er sich für seine Praxis ständigen Fragens, das nicht an Antworten interessiert ist, rechtfertigen.

    Will der Fragende also beweisen, dass er mit „echtem, aufrichtigem Interesse an der Sache“ interessiert ist (muss ja nicht gleich „die Wahrheit“ oder „das Wohl aller“ sein), dann würde ich vorschlagen, Interesse an der Sache zu zeigen und dieses Interesse dem Gesprächspartner zu signalisieren. Der wiederum darf sich dann aber auch nicht mehr – gegen das faktisch vorgebrachte Interesse – künstlich zum Opfer einer nicht gegebenen Fragepraxis erklären.

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