HOHE LUFT
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Charlie Hebdo und der Kampf für die Aufklärung

Kurz vor Drucklegung unserer nächsten Ausgabe erreichte uns die Nachricht vom Anschlag auf die Redaktion der Pariser Satirezeitschrift Charlie Hebdo.

Wir haben einen neuen Leitartikel geschrieben, gewidmet Charlie Hebdo – einem Blatt, das wie kaum ein anderes für die Redefreiheit steht, einen der wichtigsten Werte unserer Gesellschaft.

Den Leitartikel können Sie ab sofort hier online lesen.

2 Kommentare

  1. Ein großes Kompliment an die Redaktion, dass es Ihnen so schnell noch gelang, einen Artikel über die Pariser Attentate zu platzieren! Und die schon druckgelegte Ausgabe zu ändern. Die französischen Demonstrationen des 11. Januar werden ganz gewiss zu den Jahrhundertereignissen zählen. Vielleicht wird man dereinst sagen: der Januar 2015 brachte die Welt-Zivilgesellschaft hervor. Dann wäre der Tod der 17 Opfer nicht sinnlos gewesen.

  2. So so … nach Ihnen also die Sintflut?!

    Wer bestimmt einmal mehr die Geschicke geopolitischen Handelns? Ganz klar, die Europäer. Und welchem Symbol erhobener Fahnen folgen sie – denn im Folgen bleibt der Europäer in der Tat einsame Spitze und Unschlagbar, mit Fingerzeig auf ein faschistisches Europa des letzten Jahrhunderts – der gleichen abgeschmackten Freiheitsversprechungen, die, unter uns Ordensschwestern, es überhaupt nicht per definitonem gibt und geben kann:

    Aber nun gut, in der mir obliegenden und dafür auch mal einstudierten Rolle als Pädagoge, werde ich künftig die Redefreiheit freiheitlich und frei von Repressalien vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Alltagstreiben umsetzen. Zuerst aber gestalte ich die Reichskristallnacht 2.0 und versemmel meine Bücher, allen voran, die Kommunikationstheorien von Bühler oder Watzlawick, das Grundgesetz sowieso, die Utilitaristen verbrannte ich letztens schon und die Bibel, das habe ich mir zur Gewohnheit angedeihen lassen, befreie ich Tag für Tag, Seite um Seite, so dass zumindest der Küchenofen zu Licht und Wärme findet.
    Zurück bleiben lediglich „Die Theorie der Gerechtigkeit“ von Rawls, die Marx’schen Schriften und das konvivialistische Manifest. Ob ich zuzüglich Kants Aufsatz zur Aufklärung noch anbei ins nimmersatte Feuer lege, da bin ich mir auch noch nicht sicher, welkt schließlich gerade die Dialektik der Aufklärung in jener lodernden Flammenbrunst dahin. Somit sei die Hoffnung inmitten des Raumes verrückt, der Aufklärung ihrer monotheistischen Geister auszutreiben, die Aufklärer quasi aufzuklären. Und wehe einer von euch Lümmeln aus der letzten Reihe macht Gebrauch von seinem Rederecht in dem von mir erteilten Unterricht. Dann sitzt es aber was!!

    Nichtsdestotrotz und das Pamphlet am Rande, eine solche Hinrichtung hat die Dummheit dennoch nicht hinzunehmen, wie ich mein tiefstes Beileid für die Hinterbliebenen empor festhalten möchte. Nein, diese Haltung ist in der Tat kategorisch abzulehnen, denn Gestorben wird schon viel zu viel.

    Mit freundlichen Gruß
    Rainer Stahl

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