Neuromülltrennung

Ein Artikel in der New York Times hat in den letzten Tagen Furore gemacht:
Is Neuroscience the Death of Free Will?

Der amerikanische Philosoph Eddy Nahmias verteidigt das Konzept des freien Willens vehement gegen die Neurowissenschaft. Es ist ein Höhepunkt in einem bemerkenswerten Trend der letzten Monate: Die Neurowissenschaft wird derzeit auf Normalmaß zurecht gestutzt, nachdem sie 20 Jahre lang der große Hype war.

Es ging richtig los, als Anfang der 1990er Jahre der amerikanische Präsident George W. Bush die “Dekade des Gehirns” ausrief. Milliarden Dollar und Euro flossen in Forschungsprogramme und Hirnscanner. Wer sich früher “experimenteller Psychologe” nannte, nennt sich jetzt Neurowissenschaftler. Das Versprechen war, dass die Hirnforschung entschlüsseln würde, wer wir sind, wie wir sind, und warum wir so sind. Mit ihren teuren Spielzeugen machten die Forscher sich auf die Suche nach Hirnmodulen für Lust, Logik und Lachen. Sie fanden Nervenzellen, die darauf spezialisiert sind, uns an Bill Clinton zu erinnern – wovon George W. Bush wohl nicht begeistert war.
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