Kategorie: Interview


»Philosophie muss bescheidener werden«

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Philosoph Carlos Fraenkel, Foto: Wolfgang Stahr

Carlos Fraenkel ist Philosophie-Professor und ein Wandler zwischen den Welten. Er wuchs in Deutschland und Brasilien auf, studierte in Berlin und Jerusalem und er versucht, die Philosophie als Werkzeug zu nutzen, um Konflikte zu entschärfen. Er hat mit Studenten auf der ganzen Welt philosophiert und darüber das Buch »Platon in Palästina« geschrieben.

Auf dem 20. Philosophicum hielt er den Festvortrag über die Rolle der Philosophie in unserer unruhigen Zeit. HOHE LUFT-Redakteur Robin Droemer sprach mit ihm darüber, was die Liebe zur Weisheit kann – und was nicht.

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„Philosophie hält Fragen offen“

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Käte Meyer-Drawe (links) und Denise Du Rieux

„Über Gott und die Welt – Philosophieren in unruhiger Zeit“: Käte Meyer-Drawe von der Ruhr-Universität Bochum im Gespräch in der HOHE LUFT-Leselounge auf dem Philosophicum in Lech.

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„Luxus bedeutet Freiheit“

„Über Gott und die Welt – Philosophieren in unruhiger Zeit“: Lambert Wiesing im Gespräch in der HOHE LUFT-Leselounge auf dem Philosophicum in Lech. Den ganzen Artikel lesen

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In den Bergen auf Augenhöhe

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Carlos Fraenkel (rechts) mit Robin Droemer

„Über Gott und die Welt – Philosophieren in unruhiger Zeit“: Carlos Fraenkel im Gespräch in der HOHE LUFT-Leselounge auf dem Philosophicum in Lech.

Ist Religion das Thema der Stunde?

In gewisser Weise schon. Sowohl im akademischen als auch im gesellschaftlichen Bereich ist Kritik an der Säkularisierungstheorie weit verbreitet. Es wird viel darüber nachgedacht, was Religion bedeutet, für politische Konflikte – aber auch für die Gesellschaft.

Welches Thema oder Problem hält Sie nachts wach?

Das ist gerade eher ein persönliches Thema, ich arbeite an einem neuen Buch, in dem ich mich mit der Frage beschäftige, wie sich ein nicht-physischer Begriff von Heimat denken lässt. Ich bin ja in Deutschland und Brasilien aufgewachsen und frage mich, wie aus der Erfahrung einer fragmentierten Lebensgeschichte ein Konzept von Heimat und Persönlichkeit entstehen kann.

In den Bergen zusammen philosophieren – bringt das irgendetwas? Was können Philosophen überhaupt tun?

Ich halte nichts von der Platonischen Metapher, dass der Philosoph zu den großen Wahrheiten aufsteigt und diese dann unter der breiten Masse verkündet. Da bin ich inzwischen eher pessimistisch, was die Wirksamkeit der Philosophie betrifft als Tröster und Anleiter. Ich setze mich eher dafür ein, gemeinsam auf Augenhöhe zu diskutieren und dadurch zum Nachdenken angeregt zu werden.

Ihr bisheriger Aha-Moment auf dem Philosophicum?

Einen konkreten Moment kann ich gar nicht benennen. Aber mich reizt an dieser Veranstaltung vor allem die Möglichkeit, weit weg vom Großstadttrubel in dieser schönen Szenerie so viele anregende Leute zu treffen und sich auszutauschen.

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„Es muss nicht alles einen Zweck haben“

Auf dem 20. Philosophicum in Lech bitten wir die Vortragenden des Symposiums zum Gespräch in der HOHE LUFT-Leselounge. Der österreichische Bestseller-Autor und Mitinitiator des Philosophicums Michael Köhlmeier hat mit uns über das diesjährige Thema „Gott und die Welt – Philosophieren in unruhiger Zeit“ gesprochen. Den ganzen Artikel lesen

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»Wir sind eine chronisch übermüdete Gesellschaft«

Welchen Blick hat ein Chronobiologe – also einer, der die zeitliche Organisation physiologischer Prozesse untersucht – auf das Phänomen Zeit? Und was hat unser Schlaf mit Demokratie zu tun? Ein Gespräch mit Till Roenneberg, Professor am Institut für Medizinische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München Den ganzen Artikel lesen

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»Arbeit ist ein entscheidender Faktor«

Jörg Bernhard ist Personalleiter der Hamburger Stadtreinigung. Im Rahmen von Work in Progress, dem Hamburger Kongress zur Zukunft der Arbeit, gibt er den Teilnehmern einen Einblick in die Arbeit der Stadtreinigung – unter dem Thema »Die Wirksamkeit unseres Tuns«. Darüber haben wir mit ihm im Vorfeld gesprochen Den ganzen Artikel lesen

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»Die größte Gefahr des Internets ist, dass es sich selbst abschafft.«

Gilbert Dietrich ist Philosoph, Personalmanager bei der Musik-Streaming-Seite SoundCloud in Berlin und hat den Blog geistundgegenwart gegründet. Im aktuellen Heft spricht HOHE LUFT-Autorin Rebekka Reinhard mit ihm über das Fokusthema »Globale Vernetzung«. Die Langfassung des Interviews lesen Sie hier.

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HOHE LUFTpost – Einfach mal nichts tun

HOHE LUFTpost vom 27.11.2015: Einfach mal nichts tun

Es gibt Situationen, in denen kann man es nur falsch machen, und es gibt Menschen, die meisterhaft darin sind, andere Menschen in solche Situationen zu bringen. Dazu gibt es den Witz von der Mutter, die ihrem Sohn zwei Krawatten schenkt. Am nächsten Tag bindet er sich gleich eine davon um – Mama zuliebe. »Aha«, sagt sie, »die Andere gefällt dir wohl nicht.«

Was tun in solchen Situationen, in denen alles Tun irgendwie falsch ist? Leicht kann man eine weitere Option vergessen: nichts tun. »Wo das Tun in unserer Gewalt ist, da ist es auch das Unterlassen«, schreibt Aristoteles in seiner Nikomachischen Ethik. Es gilt nicht immer, aber es gilt oft: Wer in ein faules Spiel gerät, tut am besten daran, nicht mitzuspielen.

– Tobias Hürter

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Sonderheft HOHE LUFT kompakt

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In über 20 Ausgaben HOHE LUFT sind zahlreiche Interviews mit den brillantesten Köpfen entstanden. Zeit, eine Sammlung der spannendsten Gespräche aus den letzten Jahren im Rahmen eines Sonderheftes herauszubringen.

Von der Geistesphilosophie Derek Parfits über die Gerechtigkeitstheorien von Ronald Dworkin bis hin zu Axel Honneths Philosophie der Anerkennung erleben Sie in einem Heft, wie vielfältig und inspirierend die großen Denker unserer Zeit sind.

Das Heft ist ab dem 27.06.2015 für drei Monate im Zeitschriftenhandel verfügbar. Hier können Sie es versandkostenfrei bestellen.

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