Kategorie: HOHE LUFT


Ethik für alle – HOHE LUFT kompakt #5

Die Ethik ist in aller Munde. Alle rufen nach ihr, überall verlangt man nach ihren Antworten, ob es um Automobile geht oder Großtwitterer Donald Trump. Von der Wirtschaft zur Politik – bei großen gesellschaftlichen Fragen scheint es immer irgendwie um Ethik zu gehen. Aber haben sie sich schon mal gefragt, was dieser Begriff mit Ihnen zu tun hat?
Mit unserem neuen HOHE LUFT kompakt präsentieren wir eine Ethik für alle. Eine, die Ihnen und uns helfen soll, das eigene Handeln und Nicht-Handeln besser zu verstehen. Eine, die dazu verführt, das banale Montag-bis-Freitag-dann-Wochenende-und-schon-wieder-Montag-Einerlei kritisch-selbstironisch zu hinterfragen. Sind Lügen grundsätzlich schlecht? Was hat ethisches Verhalten mit Stil zu tun? Kann man, ohne es zu merken, böse sein? Wozu sich überhaupt ums Gutsein bemühen? Unsere Ethik für alle enthält aber nicht nur nachdenkenswerte und nachdenklich machende Texte und ein Glossar, sondern auch einen kleinen Selbsttest.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

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Wie gefällt Ihnen das neue kompakt-Heft? Lob, Anregungen und Kritik richten Sie wie immer gerne an: kontakt(at)hoheluft-magazin.de

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Wer ist schuld? Das Internet!

Hä? Sind wir jetzt völlig verrückt geworden? Vielleicht. Aber vielleicht auch nicht. Wir stellen fünf Eigenschaften des Netzes zur Diskussion, die – so meint die HOHE LUFT-Redaktion – für viele Übel dieser Welt verantwortlich sind.

 

1. SICHTBARKEIT

Hass gibt es nicht erst, seit es das Internet gibt. Aber das Internet bringt ihn an die Oberfläche: In Kommentarspalten, Tweets und Facebook-Posts oder auf Blogs ergießt sich der Hass ungehemmt in die Weiten des Netzes. Was vorher im stillen Kämmerlein gedacht, am Stammtisch in den Bierkrug genuschelt wurde, taucht jetzt aus der Versenkung auf, wird allgegenwärtig.

2. VERSTÄRKUNG

Das Internet bringt eine neue Form des ungebremsten Kapitalismus in Reinform hervor: Im Datenkapitalismus verdienen Google und Co. mit Informationen über die Nutzer Geld. Relevanz wird neu verhandelt: Kleinste Themen und Diskurse werden aufgeblasen und in einer sich selbst verstärkenden Reflexionsschleife bis ins Äußerste wiedergekäut. Emotionen und Meinungen bestärken sich gegenseitig, schaukeln sich hoch bis zu explosiven Ausmaßen.

3. FRAGMENTIERUNG

Obwohl alle Welt im Netz ist, lassen wir nur bestimmte Informationen und Personen zu uns durchdringen. Im Internet bewegt sich jeder in seiner eigenen Filterblase, die sein Weltbild bestimmt. Der Trend geht zur Personalisierung: Nur noch lesen, was den eigenen Interessen und Ansichten entspricht, statt sich zu konfrontieren mit anderen Meinungen und Ideen.

4. ENTGRENZUNG

Im Netz ist alles jederzeit verfügbar. Kam man früher nur übers Hinterzimmer der Videotheken an Pornos, kann man sich davor im Netz kaum retten. Jede Nische wird im Internet bedient, man findet Informationen, Bilder, Videos aus aller Welt zu allen Themen. Die Grenze zwischen Online- und Offline-Welt verschwimmt, wir sind eigentlich immer online. So gut wie überall auf der Welt gibt es Internetzugang, und wo es ihn nicht gibt, soll er irgendwann hinkommen.

5. NIVELLIERUNG

Das Internet – der große Gleichmacher. Seit Food-, Mode- und Einrichtungstrends um die ganze Welt gehen, gleicht sich die Ästhetik weltweit an. Ob man in Bangkok oder Hamburg ins Café geht, macht keinen großen Unterschied mehr. Vor dem Internet sind auch im demokratischen Sinne alle gleich. Das ist positiv. Die Kehrseite allerdings ist: Jeder kann reinschreiben, was ihm beliebt.

Wenn das Internet an so vielem schuld ist, dann ist das eine gute Nachricht. Und zwar nicht, um einen Sündenbock zu haben, sondern weil es uns mit einem Raum konfrontiert, der zwar einerseits als eigene Sphäre funktioniert, andererseits aber vor allem Dinge modifiziert, verstärkt, sichtbar macht und transportiert, die es ohnehin schon gibt und gab. Das Internet wirft sie quasi auf uns zurück, direkt vor unsere Füße, und fordert uns auf, uns damit auseinanderzusetzen.

Alle großen Themen unserer Zeit sind auch Internet- Themen. Es geht nicht darum, das Internet abzuschaffen. Wir wollen es als Phänomen, als Medium, als Lebensraum ernst nehmen und mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen.

Wie denken Sie darüber? Bitte schreiben Sie uns unter redaktion(at)hoheluft-magazin.de

Dieser Text stammt aus der aktuellen Ausgabe 6/2017. Hier können Sie diese und ältere Ausgaben versandkostenfrei bestellen. 

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Der deutsche Autismus. Heft 6/2017 ist da!

Warum wir das Automobil überwinden müssen.

Die Deutschen und ihre Autos: Eine Geschichte des Erfolgs, des Wohlstands und der Freiheit und gleichzeitig eine der Abhängigkeit, der verengten Fahrerperspektive und – wie der Dieselskandal nun zeigt – auch der Verlogenheit.
In der Titelgeschichte der neuen Ausgabe hinterfragen wir den Automobilmythos und seine Bedeutung für die deutsche Identität.

Weitere Themen im neuen Heft: Donald Trumps Vordenkerin Ayn Rand. Wo Grausamkeit anfängt. Wozu sind Grenzen gut? Gegen die Ehe. Wieso wir Kompromisse brauchen. Die Bedeutung von Revolutionen. Handeln ohne zu handeln – vom Geschehenlassen. Ist das Internet Schuld?

Und: Dirk Baecker bezweifelt, »dass wir Menschen grundsätzlich als Vernunftwesen unterwegs sind.« Wir haben mit dem Soziologen und Systemtheoretiker über Komplexität, Kommunikation und digitalen Wandel gesprochen.

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Das ethische Geschlecht

Warum Männer aufregender sind als Gender-Debatten

Es gibt gesellschaftliche Debatten, die nirgendwohin führen, weil es um die falschen Fragen geht. Man erkennt solche Debatten an ihrer ritualisierten Polemik. Die immer gleichen Positionen prallen aufeinander. Und je mehr gestritten und polemisiert wird, desto geringer ist der diskursive Ertrag. Im Grunde ist jeder gelangweilt, aber keiner will es zugeben, weil die Protagonisten beider Positionen davon leben, dass die Debatte genauso weitergeht wie bisher. Den ganzen Artikel lesen

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Was es heißt, ein Mann zu sein – Heft 5/17

Die Männlichkeit befindet sich in der Krise – so ist es derzeit überall zu lesen. Doch was ist das überhaupt: Männlichkeit? Warum es in der Geschlechterdebatte nicht um die Auflösung der Geschlechter, sondern um Werte gehen sollte, lesen Sie in der neuen Titelgeschichte.

Weitere Themen: Besser altern, das Denken der Neoreaktionäre, Wozu Rituale? Über das Absurde, Weniger Schein – mehr Sein? Die Jagd nach dem intensiven Leben.

Im Schwerpunkt widmen wir uns dem Leben und Denken Rudolf Steiners und der Frage, was seine Lehre, die Anthroposophie, für viele bis heute so anziehend macht. Mehr dazu lesen Sie auch hier.

Und: Der US-Philosoph und Politikwissenschaftler Jason Brennan kritisiert die Demokratie und möchte sie durch ein epistokratisches System ersetzen. Wir sprachen mit ihm über uninformierte Wähler und den Wert der Demokratie.

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Schwerpunkt Anthroposophie

Die »Anthroposophie« Rudolf Steiners ist eine Erfolgsgeschichte. Von der Waldorf-Pädagogik über den biodynamischen Landbau bis zur anthroposophischen Medizin: Kaum eine andere Lehre hat auf derart viele Bereiche des praktischen Lebens gewirkt. Dennoch ist die Anthroposophie bis heute umstritten. Die einen halten sie für eine spirituelle Weltanschauung, für ein ganzheitliches Lebenskonzept, das eine Alternative bietet zum Materialismus unserer Zeit, die anderen für nebulöse Esoterik mit weltfremden und antimodernen Zügen.

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Seminar: Stressprävention und Resilienz

Am 13. und 14. Oktober findet es statt – das erste HOHE LUFT BUSINESS CLASS-Seminar am Margarethenhof.

In einer Zeit des schnellen Wandels kommt die Aufmerksamkeit auf die eigene Person oft zu kurz. Die Folgen: mentale Übersteuerung, Überreiztheit, Stress. Wie schafft man es, trotz permanenten Zeitdrucks und Überlastung bei sich zu bleiben? Wie kann man den eigenen körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnissen gerecht werden? Wie hängen Selbstsorge und Selbstführung zusammen?

Lernen Sie in unserem neuen Seminar wirksame Methoden der Stressbewältigung kennen, um künftig schwierige Lebensumstände in Beruf und Privatleben gestärkt meistern zu können. Freuen Sie sich auf inspirierende philosophisch-psychologische Vorträge und praktische Übungen, die Ihre Leistungsfähigkeit trainieren und Sie künftig vor Überlastung und Burnout schützen.

Seminar-Themen

  • Sich wahrnehmen
  • Selbstsorge
  • Achtsamkeit

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Muss ich arbeiten? Oder darf ich träumen? HOHE LUFT 4/17

Wir brauchen eine neue europäische Vision, eine sichere Grundlage, auf der wir uns frei entfalten können und die uns ermöglicht, über die wirklich wichtigen Fragen nachzudenken. In der neuen Ausgabe lesen Sie, warum wir jetzt das Experiment eines bedingungslosen Grundeinkommens wagen sollten.

Außerdem im neuen Heft: Der US-Philosoph Paul Boghossian spricht über Wahrheit in Zeiten von Trump, Brexit und Fake-News. Wozu ist Kritik gut?
Die Demontage der »Political Correctness«. Geschichten und Philosophie. Das wilde Leben der Existenzialisten. Was tun wir mit Erinnerungen – und sie mit uns? Die Phänomenologie des Lambert Wiesing.

Nach fünf Jahren haben wir HOHE LUFT zu dieser Ausgabe optisch und inhaltlich etwas weiterentwickelt. Vor allem ging es uns dabei darum, das Heft noch zugänglicher und leserfreundlicher zu machen – und das eine oder andere neu auszuprobieren. Zum Beispiel eine Cover-Illustration, mehr Zusatzelemente und eine erweiterte Bücherstrecke.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen und sind gespannt, wie es Ihnen gefällt!

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Was gibt Ihnen Zuversicht, Christoph Kappes?

Große Fragen zeichnen sich dadurch aus, dass jeder kluge Kopf sie auf seine Weise beantwortet. In unregelmäßiger Folge stellen wir große Fragen an verschiedenste Persönlichkeiten. Unsere dritte große Frage: WAS GIBT IHNEN ZUVERSICHT? Es antwortet: Christoph Kappes, Jurist, Unternehmer und Publizist. 

»Große Fragen« vor einem leeren Blatt nehmen mir für kurze Zeit die Zuversicht. Daher bin ich froh, dass ich niemanden trösten, sondern nur von mir Auskunft geben soll. Meine Zuversicht kann nur aus meiner Vergangenheit folgen, da ich die Gegenwart oft als fragil wahrnehme und ich die Zukunft nicht kenne. In meiner Vergangenheit hielt die Gewissheit des Kindes, dass die Dinge gutgehen werden, noch sehr lange an. Ländlich­-übersichtliche Verhältnisse, viel Kontakt zur Natur und eine katholische Erziehung haben mir früh das Gefühl vermittelt, dass die Welt wohlgeordnet ist und ich in etwas Größeres eingebettet bin. Die Umstände, in die ich geboren wurde, erwiesen sich im Nachhinein als Glück: Ich bin aufgewachsen wie ein Hund, dem man den Fressnapf hinstellte. Ich war frei und unbesorgt. Ich war der deutsche Pippi Langstrumpf.

Später gab es Erschütterungen, ich schien aus einem Traum zu erwachen. Ich war plötzlich Objekt: eingegliedert in eine fremde Familie, zweifelnd am Glauben, von Systemen prozessiert (Staatsexamen), getrieben von den eigenen Zielen (Unternehmen). Unglücke kamen: Der Tod meines besten Freundes, dem ich nicht helfen konnte, und der Tod meines Vaters kurz nach unserem Kennen­ lernen. Ich musste lernen, Ich und Du zu unterscheiden, Angst zu sehen, Alleinsein auszuhalten, Muster und Projektionen zu verstehen. Erst nach Jahren stellte sich ein Zustand reflektierter Zuversicht ein. Eine Zuversicht, in der die Möglichkeit des Scheiterns immer mitläuft. Diese Art Zuversicht verdanke ich nicht der Philosophie, sondern der Psychotherapie. In der vorerst letzten Phase wühle ich in Theorie. Soziologische Lektüre hat mich staunen gemacht, wie gut Gesellschaft mit ihren Interdependenzen funktioniert und doch fragil ist, wenn wechselseitige Erwartungen irritiert und Routinen gestört werden. Doch Theorie kann mich nicht halten: Ich sehe immer mehr, dass alles auch ganz anders sein könnte. Und wo es im Wandel doch wenigstens Muster geben könnte, fürchte ich mich vor ihrer Wiederholung. Es mag seltsam und meinem Alter geschuldet sein, aber so, wie meine Zuversicht auf persönlicher Vergangenheit gründet, wird auch meine Sorge aus einer geschichtlichen Vergangenheit gespeist.

Der Jurist, Publizist und Berater Christoph Kappes (*1962) besitzt eine Beratungsagentur für Digital Business. Kürzlich startete er das Netzwerk »Schmalbart« gegen Fake-News und Rechtspopulismus.

Weitere Antworten Prominenter finden Sie im aktuellen Heft (HOHE LUFT 3/2017) – jetzt am Kiosk oder im Onlineshop.

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HOHE LUFT 3/17: Was ist Haltung?

Meinungen und Einstellungen hat jeder. Doch was zeichnet eine Haltung aus? Was macht sie so besonders und so wertvoll? Was hat Haltung mit Halt zu tun? Im neuen Heft erklären wir, wieso es gerade in haltlosen Zeiten die Haltung ist, auf die wir bauen und an der wir uns orientieren können.

Außerdem: Ist Martin Heideggers Werk noch zu retten? Darüber streiten in dieser Ausgabe die Heidegger-Expertin Marion Heinz und die ungarische Philosophin und Holocaust-Überlebende Ágnes Heller.

Weitere Themen: Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag? Das Denken des Jacques Lacan. Darf ich mich selbst lieben? Mary Wollstonecraft rebelliert. Die Macht der Scham. Facebook und der Tod.
Und: Was gibt Ihnen Zuversicht? Prominente antworten auf die »Große Frage«.

Das neue Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.

Das neue Heft ist ab dem 30. März im Handel erhältlich oder hier versandkostenfrei bestellbar.

HOHE LUFT 4/2017 erscheint am 24. Mai 2017. 

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