Kategorie: Gesellschaft


HOHE LUFTpost – Eure Handys und unsere Sicherheit

HOHE LUFTpost vom 28.10.2016: Eure Handys und unsere Sicherheit

Handygebrauch und Autofahren vertragen sich nicht. Jeder weiß das, und viele tun dennoch beides gleichzeitig. Davon kann sich jeder überzeugen, der auf der Autobahn oder in der Ampelschlange gelegentlich zur Seite schaut. »Handy weg vom Steuer« – das scheint jeweils nur für die anderen zu gelten.

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Na logisch! Die Derailment-Taktiken, Teil 1

Daniel-Pascal Zorn schreibt in seiner Kolumne Na logisch! über Logik, Rhetorik und Argumentationstheorie.
Folge 19: Die Derailment-Taktiken, Teil 1

Wenn zwei Boxer in einem Ring aufeinander losgehen, dann sieht es im ersten Moment so aus, als wollten sie einander fürchterlich verprügeln. Vor dem Kampf werden Sprüche geklopft, wird der Gegner mit Spott und Häme überzogen. Die Kämpfer tauschen wilde Blicke aus oder üben sich in ignoranter Verachtung. Sobald beide dann aber im Ring einander gegenüberstehen, wird klar: Auch diese beiden Muskelpakete folgen bestimmten Regeln. Es gibt einen Ringrichter, der darüber wacht. Ihm müssen beide Kämpfer einen fairen Kampf versprechen. Es gibt eine Jury, die den Kampf genau beobachtet und nach einem festgelegten Schema Punkte verteilt. Den ganzen Artikel lesen

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HOHE LUFTpost – German Angst

HOHE LUFTpost vom 21.10.2016: German Angst

Wir Deutsche sind bei anderen Nationalitäten für unsere Autos und unsere Gründlichkeit bekannt. Und für unsere Angst. Im Englischen ist »German Angst« eines der raren Fremdwörter aus dem Deutschen. Aber wovor haben die Deutschen Angst? Dieser Frage ist das Allensbach-Institut in einer gerade veröffentlichten Studie nachgegangen. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Es sind gerade die Dinge, die in der öffentlichen Diskussion präsent sind – die aber gleichzeitig wenigen Menschen wirklich zustoßen. So zum Beispiel Terrorismus, Gewaltverbrechen, Datenklau. Offenbar sind es Risiken, die zwar »objektiv« weniger bedrohlich sind als andere, die aber irgendwie nebulös und ungreifbar sind. Diese Einsicht mag uns die Angst zwar nicht nehmen, sie könnte aber helfen, besser mit ihr umzugehen.

– Tobias Hürter

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HOHE LUFTpost – Besser andere schützen als sich selbst

HOHE LUFTpost vom 14.10.2016: Besser andere schützen als sich selbst

Die Erkältungszeit hat begonnen. Es wird schon wieder kräftig gehustet und gerotzt. In öffentlichen Räumen sieht man um diese Zeit manchmal Menschen mit Mundschutz – besonders in Asien ist das üblich. »Überängstliche Asiaten!«, dachte ich früher. »Sollen sie doch mal ihrem Immunsystem vertrauen.« Dann aber erfuhr ich, dass die meisten von ihnen den Mundschutz gar nicht aus Angst vor Ansteckung anziehen. Sie sind selbst erkrankt und wollen ihre Mitmenschen nicht infizieren. So herum ist der Mundschutz tatsächlich ein einfaches, wirksames Mittel gegen Ansteckung. Und er ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass es bei manchen Dingen besser sein kann, wenn alle an alle denken statt nur an sich selbst.

– Tobias Hürter

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HOHE LUFTpost – Bra‘ vs. ’ngelina

HOHE LUFTpost vom 30.09.2016: Bra’ vs. ‘ngelina

Wir leben offenbar in einer Zeit, in der alles vergänglich ist, sogar »Brangelina«, die Ehe von Angelina Jolie und Brad Pitt, die so unauflöslich schien, dass sie einen eigenen Namen bekam. Jetzt heißt es also »Bra’ vs. ‘ngelina«, und man kann sich fragen: Wenn schon diese zwei Mustermenschen es nicht hinkriegen, wem soll es dann gelingen?

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HOHE LUFTpost – Die Wirkung der Worte

HOHE LUFTpost vom 16.09.2016: Die Wirkung der Worte

Ein großes Jubiläum steht bevor. Im nächsten Jahr sind es 500 Jahre, dass der Theologieprofessor Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche veröffentlichte. Die Wirkung war gewaltig und – wie Willi Winkler in seiner neuen Luther-Biografie erzählt – unbeabsichtigt. Die Kirche spaltete sich. Luther selbst trieb die Spaltung nicht voran. Seine Worte entwickelten ein Eigenleben, das niemand mehr kontrollieren konnte. Damit setzte Luther ein eindrucksvolles Beispiel für die Macht der Sprache. Feine Schwingungen der Luft, Zeichen auf Papier können wirkungsvoller sein als alle Maschinen, Herrscher und Armeen der Welt.

– Tobias Hürter

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Wo ist die Autonomie?

Jedes Jahr organisiert ein Team des Studiengangs »Philosophy & Economics« der Universität Bayreuth die »Bayreuther Dialoge«, eine zweitägige Konferenz auf dem Unigelände, dieses Mal am 29. und 30. Oktober. Wir haben mit dem Projektleiter Lukas Fehrmann über das diesjährige Thema »Autonomie? AUSVERKAUFT« gesprochen.  Den ganzen Artikel lesen

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HOHE LUFTpost – Burka und Symbole

HOHE LUFTpost vom 02.09.2016: Burka und Symbole

Deutschland diskutiert über ein Burka-Verbot – mal wieder. Fast jeder hat eine Meinung dazu, und das ist kein Wunder. Die gefühlte Bedrohung durch den Islamismus ist zum großen Teil abstrakt, aber die Burka ist wunderbar anschaulich.

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Utopie als Motor der Veränderung

Das Projekt- und Aktionsnetzwerk living utopia organisiert im November UTOPIKON, die »Utopie-Ökonomie-Konferenz« rund um die Frage, wie eine solidarische, zukunftsfähige Ökonomie aussehen könnte. Tobi Rosswog vom Organisationsteam hat uns erzählt, warum er an die Kraft von Utopien glaubt.   Den ganzen Artikel lesen

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HOHE LUFTpost – Lochte, Lohfink und Opferglauben

HOHE LUFTpost vom 26.08.2016: Lochte, Lohfink und Opferglauben

Der amerikanische Schwimmer Ryan Lochte und das deutsche Model Gina-Lisa Lohfink haben etwas gemeinsam: Beide haben sich als Opfer eines Verbrechens ausgegeben. Während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro behauptete Lochte, er und drei Sportskameraden seien mit vorgehaltener Knarre ausgeraubt worden. Lohfink zieh zwei Männer, mit denen sie vor laufender Handy-Videokamera Sex hatte, der Vergewaltigung. Lochtes Geschichte wurde später sogar von seinen Kameraden bestritten.
Lohfink wurde wegen falscher Verdächtigung vom Amtsgericht Tiergarten zu einer Geldstrafe verurteilt. Beide haben also offenbar gelogen – zumindest aus Sicht der Strafverfolgungsbehörden. Lohfinks Anwalt wollte das nicht einsehen und sagte, er mache sich nach diesem Urteil nun Sorgen um alle Frauen, die eine Vergewaltigung anzeigen wollten. Aber war es nicht eher seine Mandantin, die den ehrlichen Opfern von Straftaten geschadet hat?

»Den Opfern glauben«, das ist ein oft wiederholter feministischer Slogan – und ein oft missverstandener. Er bedeutet nicht, dass wir jeden Quatsch, jede Lüge blindlings glauben sollen. Es bedeutet, dass wir mutmaßlichen Opfern von Verbrechen mit Wohlwollen und der Bereitschaft, ihre Geschichte zu glauben, begegnen sollen. Nicht mit Vorurteilen wie »Leute mit schlecht gefärbten Haaren [eben wie Lochte und Lohfink] glaube ich schon mal gar nichts«. Auch nicht, nachdem Lochte und Lohfink dieses Wohlwollen enttäuscht haben.

– Tobias Hürter

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