Kategorie: Curiosa


Ich like dich

Früher haben wir Dinge gemocht, vielleicht sogar geliebt. Heute liken wir sie. Neue Kommunikationstechnik transportiert nicht nur Sprache auf neuen Kanälen, sie verändert auch die Sprache. Das Verb »liken« ist eines der eindrucksvollsten Beispiele der letzten Zeit. Fast jeder kennt es, fast jeder versteht es. Im Duden steht es nicht – noch nicht. Ohne Facebook würden wir nicht »liken«, wir würden wohl immer noch mögen oder lieben. Aber ist das wirklich nur ein anderes Wort, liken statt mögen?

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Die Latte von Richard David Precht

“Precht hat die Latte so hoch gelegt, dass ich jetzt nur versuchen kann, mit Anstand darunter durchzugehen.” So begann Peter Strasser gestern seinen Vortrag auf dem Philosophicum. Mit Anstand unter Prechts Latte durchgehen – es sollte nicht die letzte Anzüglichkeit des Tages bleiben.

Die größte Dichte sexueller Anspielungen hatte sicherlich die Laudatio, die Professorin Ursula Pia Jauch, Expertin für “Damenphilosophie”, auf Tractatus-Preisträger Kurt Bayertz hielt.

Precht-Disser Peter Strasser und Greta Lührs (mit Bier)

Jauch gelang es, dem eigentlich sexualitätsfernen Thema der Anthropologie des aufrechten Gangs eine schlüpfrige Note zu geben. Am Ende ihres Vortrags dachten wirklich alle Zuhörer bei “aufrecht” an Erektion. “Wobei das mit dem Aufrichten ja auch nicht immer klappt”, rief Jauch den männlichen Zuhörern zu. Wenn sie vom Menschen als einem besonderen Fall sprach, fügte sie gleich hinzu, dass dieser “Fall” nicht mit PH zu schreiben sei. Preisträger Bayertz zeigte sich freundlich überrascht über diese neue Deutung seines Werks.

(HL)

 

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Gleich knallts, Immanuel!

Was tun Männer, wenn ihnen die Argumente ausgehen? Genau: auf die Fresse. Insofern war es geradezu eine Selbstverständlichkeit, was mehrere Nachrichtenagenturen am vergangenen Montag meldeten: Eine philosophische Diskussion zweier junger Männer in der südrussischen Stadt Rostow am Don endete in Handgreiflichkeiten.

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Liebeslied aus Philosophennamen

»Hey girl, I got to got to have you ’cause I need you need you need you so bad« – ein unauffälliger Anfang eines Liebeslieds.

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Philosophie auf dem iPhone

Wer unterwegs eine geniale philosophische Eingebung hat, oder dringenden Diskussionsbedarf verspürt, kann jetzt auf die Philosophie-App von Jonathan Weisberg zurückgreifen. Gibt es hier gratis für iOS. Und bald auch für Android.

– Tobias Hürter

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Bei Žižek daheim

Slavoj Žižek ist ein klein wenig exzentrisch, das ist allgemein bekannt. Jetzt würden wir sagen: er ist sehr exzentrisch. Er hat ein Stalin-Poster in seiner Wohnung hängen (»guter, ehrlicher Kerl«) und bewahrt seine Socken in einer Küchenschublade auf.

Glauben Sie nicht?

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Das Saufgelage

Das Gastmahl von Platon ist ein Buch für die einsame Insel – große Philosophie und große Literatur. Der englische Autor und Regisseur Jonathan Miller adaptierte das Werk im Jahr 1965 für die Leinwand.

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Das Gehirn im Tank

Ein viel umstrittenes Gedankenexperiment der analytischen Philosophie ist das »Brain in a vat« (Gehirn im Tank). Sein Erfinder Hilary Putnam erklärte es 1982 so:

Stellen Sie sich vor, das Gehirn eines Menschen wird dessen Körper entnommen und in einen Tank mit Nährstofflösung gesetzt, die das Gehirn am Leben hält. Die Nervenenden werden mit einem Supercomputer verbunden, der für die Person, der das Gehirn gehört, die Illusion erzeugt, alles sei ganz normal.

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