Kategorie: Artikel


Ein totalitärer Denker

Unter dem Hashtag #schlussmitheidegger plädieren wir derzeit dafür, endlich mit der Verteidigung des umstrittenen Philosophen Martin Heidegger aufzuhören.

Nicht alle teilen diese Meinung, es werden auch Gegenstimmen laut.

Im Rahmen dieser Diskussion möchten wir Ihnen den ausführlichen Artikel “Ein totalitärer Denker” unseres Chefredakteurs Thomas Vašek nicht vorenthalten, der in der Ausgabe 06/14 am 25.09. erschienen ist. Ab sofort ist der Artikel hier in voller Länge zu lesen. 

Wir sind weiterhin gespannt auf Ihre Meinung! Sollen wir ohne Heidegger denken? Oder geht es nicht ohne ihn?

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Die Ethik des Stil

Guter Stil ist mehr als eine Art, sich zu kleiden oder zu geben. Er ist eine Frage der Haltung. Es geht um Anstand, Respekt und Würde. Denn Stil hat nicht nur mit Geschmack zu tun, sondern auch mit Moral.

Der ganze Artikel zur Ethik des Stils aus unserer aktuellen Ausgabe ist jetzt online und kann hier gelesen werden.

Viel Spaß!

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KLAPPE HALTEN! SONST KNALLT’S!

Der Bonner Autor Akif Pirinçci hat eine Hasstirade in Buchform geschrieben.
Wie geht man mit so etwas um?
Ignorieren? Wäre fahrlässig.
Verbieten? Wäre kontraproduktiv.

Im Leitartikel aus der nächsten Ausgabe von HOHE LUFT plädieren Thomas Vašek und Tobias Hürter dafür zurückzuschlagen, denn: Redefreiheit muss für alle gelten.
Der Leitartikel kann bereits jetzt hier gelesen werden.

Viel Spaß!

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WENIGER HABEN UND MEHR SEIN

Besitz macht bekanntlich nicht glücklich. Dennoch giert alle Welt danach. Aber sollten wir uns nicht vielmehr über unser Sein definieren? Lässt sich vielleicht sogar eine Brücke vom Haben zum Sein schlagen?

Thomas Vašek und Tobias Hürter gehen diesen Fragen in ihrem Artikel aus der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT nach – und haben einen Vorschlag für einen Ausweg. Der ganze Beitrag kann jetzt auch online hier gelesen werden.
Viel Spaß – wir freuen uns auf Ihre Meinung!

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DIE ANDERS-MACHER

„Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.“, schrieb einst Friedrich Nietzsche in seinen „Gedanken über die moralischen Vorurteile“. „Anders-Sein“ ist ein äquivoker Begriff, er kann sowohl positiv wie negativ konnotiert sein – abhängig vom jeweiligen Gebrauch. Jedenfalls enthält er eine stark normative Komponente. Während Nietzsche zugunsten der „Andersdenkenden“ argumentiert, stößt der Begriff des „Anders-Seins“ im alltäglichen Sprachgebrauch nicht immer in dieselbe Richtung. Wer jemandem „Andersartigkeit“ attestiert, kann damit meinen, dass dieser Jemand seltsam und darum anders ist, zugleich kann damit aber auch jemand bezeichnet werden, der anders im Sinne von besonders ist. So kann ein außerordentlich begabter Schriftsteller, ein Genie, genauso „anders“ sein wie das Mitglied einer Subkultur. In beiden Fällen kann „Anders-Sein“ positiv wie negativ ausgelegt werden.

Anders-Sein heißt erst einmal „nicht-gewöhnlich“ – es bewegt sich abseits der Norm. Nicht selten stellen „Andersartige“ gängige Vorstellungen in Frage und rütteln an den Grundfesten unseres kulturellen Normensystems. Der außerordentlich begabte Schriftsteller kann gegen die Gesellschaft anschreiben, der Punk optisch ein Zeichen zur Abgrenzung setzen, etwa durch das Tragen eines Irokesen.
„Andersartigkeit ist für eine Gesellschaft enorm wichtig“, sagt Soziologe Prof. Ronald Hitzler im ARD-Nachtcafé zur Frage „Anders sein – Bürde oder Chance?“. Nur durch Andersartigkeit, so Hitzler, kann Neues entstehen, können Entwicklungen angestoßen werden. Die „Anders-Seienden“ warten mit Ideen und Ansichten auf, die gleichermaßen unkonventionell, befremdlich wie innovativ sein können. Was sie vom durchschnittlichen „Normalo“ unterscheidet, ist ein außergewöhnlicher Blick auf Gesellschaft, Politik oder Kunst.

So verfasste etwa Beststeller-Autor Timothy Ferriss ein leidenschaftliches Plädoyer für eine 4-Stunden-(Arbeits-)Woche in seinem gleichnamigen Buch, das immerhin Platz 1 auf der New York Times-Bestsellerliste belegte. Ferris, der ganz nebenbei auch noch den Weltrekord für die meisten aufeinander folgenden Tango-Drehungen in einer Minute hält, verteidigt darin das MBA: Management by Absence. Man mag von diesem Ansatz halten, was man will – Ferriss rührt mit seinem Konzept an ein Tabu, indem er die klassische 40-Stunden-Woche in Frage stellt.
Und darin liegt letztlich auch die Zündkraft der „Anders-Seienden“: Obwohl sie in der Unterzahl sind, kommt gerade ihnen das Potenzial zu, Veränderungen durchzusetzen. Wieso? Sie haben den Mut, Neues zu denken – und anders zu handeln.

Veranstaltungshinweis:
Die Konferenz für Andersmacher: Am 15.05. findet ACT DIFFERENT! im Kosmos Berlin statt. Die Konferenz bietet eine Plattform für Ideen, Erfahrungen und Grundhaltungen, die nicht selbstverständlich sind. 13 Impulsgeber vermitteln großartige Ideen aus ungewohnter Perspektive.
HOHE LUFT verlost 1 Karte im Wert von 990€!
Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht – mit etwas Glück sind Sie dabei!

- Christina Geyer

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Kunst meets Öffentlichkeit

„Kunst im öffentlichen Raum kann andere Atmosphären schaffen, die gewohnten Kleinigkeiten des Alltags umstellen und Ideen weiter tragen. Es sind die sozialen Kräfte, die bei den Interventionen das Verständnis der Themen auslösen“, sagt Matthias Ulrich, Kurator der Schirnkunsthalle in Frankfurt, gegenüber dem Kunstmagazin art. Kunst im öffentlichen Raum meint die Erschließung städtischer Räume und findet meist in sogenannter „Street Art“ oder „Urban Art“ ihren Ausdruck. Hannah Arendt schreibt in ihrem Werk „Vita Activa oder Vom tätigen Leben“ von einem „Zwischen“, einem Raum, der durch „Handeln und Sprechen“ etabliert wird. Ein solcher Raum muss gemäß Arendt öffentlich sein, da erst die Öffentlichkeit das Selbst sichtbar machen kann. Das muss konsequenterweise auch auf Kunst zutreffen – oder kann sich Kunst auch dann noch Kunst nennen, wenn sie auf dem Dachboden verstaubt? Wohl eher nicht. Vielmehr scheint die Öffentlichkeit ein zentrales Moment von Kunst zu sein: Sie gibt sich somit, im Licht der Öffentlichkeit, ihren Betrachtern preis.

Koppelt man Kunst nun an öffentliche Räume, so verändert sich der Charakter von Öffentlichkeit – der Raum wird gewissermaßen umgewidmet, umgeschrieben und kann in diesem Sinn als Heterotopie verstanden werden. Der Neologismus Heterotopie wurde vom Philosophen Michel Foucault (1926-1984) geprägt – er meint damit „wirkliche Orte, die in die Einrichtung der Gesellschaft hineingezeichnet sind, sozusagen Gegenplatzierungen, tatsächlich realisierte Utopien, gewissermaßen Orte außerhalb aller Orte, wiewohl sie tatsächlich geortet werden können“. Ein gelungenes Beispiel für eine solche Heterotopie ist die  Messe STROKE ART FAIR  (30.04.-04.05.2014) in München, die junge, spannende und vor allem bezahlbare Kunst präsentiert. Die STROKE nutzt dafür öffentlichen Raum – genauer: Die Praterinsel in München. Dabei verschmelzen öffentlicher Raum und Kunst zu einem Gesamt(kunst)werk, zu urbanem Lifestyle. Überlebensgroße Figuren lehnen an Bäumen, während Wände von Sprayern live vor Ort bemalt werden. Heuer gibt es sogar ein Tattoo-Studio auf der Praterinsel – für alle, die Kunst im wahrsten Sinne des Wortes hautnah erleben wollen.

Öffentlicher Raum wird genutzt, um etwas zu präsentieren, wobei das Zu-Präsentierende selbst auf den Raum angewiesen ist, der es nämlich erst zu dem macht, was es ist. Das heißt: Öffentlicher Raum und Kunst bedingen sich wechselseitig und ergeben erst in Kombination das endgültige Ergebnis. Und damit wird die STROKE Art Fair auch „eine Art junge Protestaktion gegen den klassischen Kunstmarkt, der mit seinen Höchstpreisen eine Welt schafft, die nur einer handvoll Menschen zugänglich ist.“ (Kultur-Port)
Raiko Schwalbe, der gemeinsam mit seinem Bruder Marco Schwalbe die STROKE Art Fair ins Leben gerufen hat, bestätigt das auf der Webseite der Schwestern-Messe ARTMUC (29.05.-01.06.2014), die ebenfalls in München stattfindet: „Im Gegensatz zu vielen anderen Messen geht uns nicht um eine möglichst schnelle Gewinnmaximierung. Die Teilnehmergebühren für die ARTMUC sind daher keine absurden Beträge. Andere Veranstaltungen auf ähnlichem Niveau kassieren gern mal das Zehnfache.“

Was in dem Fall aus der Verbindung von öffentlichem Raum und Kunst resultiert, ist eine Plattform, die sich durch Erlebnis, Gestaltung und Statement auszeichnet. Pop-Art trifft auf Live-Acts, Graffitis auf schreiend bunte Bilder. Kultur-Port prophezeit: „Es ist zu erwarten, dass das Einheitsschwarz der sonst üblichen Kustmessengänger auch bunter Neonkleidung und auffälligen Turnschuhen weichen muss.“ – und vielleicht ist das das größte Verdienst der STROKE: Sie weicht gängige Assoziationen zur Kunst auf und schreibt sich Understatement auf die Fahnen. Überteuerte Farbkleckse auf weißer Leinwand sucht man hier vergeblich – und das ist auch gut so.

- Christina Geyer

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Zurück zur Natur?

Alle Welt scheint sich heute nach mehr Naturverbundenheit zu sehnen. Gegen die moderne Technik hingegen gibt es ein tiefes Misstrauen. Doch wie sinnvoll ist es, die Natur zu verklären? Und worum geht es wirklich beim Wunsch, zu den Wurzeln zurückzukehren?

HOHE LUFT-Volontärin Greta Lührs widmet sich diesen Fragen in der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT. Der ganze Artikel kann jetzt auch hier online gelesen werden.

Viel Spaß!

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Du sollst nicht lügen!

- Aber warum eigentlich?

Jeder missbilligt es, aber jeder tut es. Das Paradox der Lüge liegt darin, dass sie grundsätzlich schlecht ist, aber manchmal auch richtig.

HOHE LUFT-Chefredakteur Thomas Vašek und Philosophin Rebekka Reinhard laden am 01.04. um 20:00 ins Café Luitpold ein, um die Beziehung von Lüge und Wahrheit einer kritischen Prüfung zu unterziehen.
Wer vorab schon ein bisschen tiefer in die Materie dringen möchte, kann hier den Artikel aus der ersten Ausgabe von HOHE LUFT zum Thema Lügen lesen.

Viel Spaß!

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„Wer gesehen werden will, den kann man auch leicht überwachen“

Wenn Deutschlands wohl bekanntester Internet-Experte einräumt, er habe sich im Hinblick auf das Internet geirrt und es im gleichen Atemzug für „kaputt“ erklärt, kommt das, so der FOCUS, durchaus einer Zäsur gleich. Sascha Lobo setzt das Internet angesichts des NSA-Skandals mit „Totalüberwachung“ gleich – Anlass genug, das Netz auf Lobos Vorwürfe hin zu prüfen. HOHE LUFT-Chefredakteur Thomas Vašek hat den Versuch unternommen und festgestellt, dass wir nicht nur mit unserer Privatsphäre bezahlen – vielmehr zerstört Überwachung auch unser Vertrauen in das Netz. Sascha Lobo scheint diese These zu bestätigen.

Der ganze Artikel aus der neuen HOHE LUFT-Ausgabe, die heute in einer Woche erscheint, kann bereits jetzt hier gelesen werden.

Viel Spaß!

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Liebe ist kein Gefühl

Tobias Hürter, stellvertretender Chefredakteur von HOHE LUFT, im Gespräch mit der ARD: In Anlehnung an seinen Artikel aus der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT erklärt Hürter was Liebe ist – und was sie nicht ist.

Hier kann das Interview online gehört werden.
Viel Spaß!

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