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Reflexe #8: Figuren auf der Schwelle

Jörg Friedrich sichtet für seine Kolumne »Reflexe« aktuelle philosophische Bücher und Strömungen. In der achten Folge: Dieter Thomäs philosophiegeschichtliche Analyse des Störenfrieds.

Die politische Philosophie wird von „Figuren“ bevölkert. Da gibt es den Anderen und den Fremden, natürlich den Freund und den Feind. Diesen Figuren hat Dieter Thomä nun eine weitere hinzugefügt: Den Störenfried. Genauer gesagt: in seinem Buch „Puer Robustus“ hat er den Störenfried in der Philosophiegeschichte aufgespürt und über die Jahrhunderte begleitet, um eine Theorie des Störenfrieds zu entwickeln. Den ganzen Artikel lesen

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Reflexe #6: Neue Partnerschaften

Jörg Friedrich sichtet für seine Kolumne »Reflexe« aktuelle philosophische Bücher und Strömungen. In dieser Folge bespricht er das Buch »Neue Freunde« des Publizisten und Kurators Björn Vedder

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Trumps Rhetorik: Die Macht der Atmosphäre

„America first!“ Ex-Reality-TV-Star Donald Trump ist ein Meister der Setzungen. Er spricht, wie er twittert. Hart, schnell, undiplomatisch. „Menschen strömen in Rekordzahlen nach Washington!“ „Es friert und schneit in New York. Wir brauchen die globale Erwärmung!“ Das Problem mit solchen Exklamationen ist nicht nur, dass sie nicht wahrheitsfähig sind. Sätze wie diese schaffen nicht einfach „alternative Fakten“, sie besitzen eine eigene imaginierte, ästhetische Wirklichkeit, die der Realität ihren Stempel aufdrückt. Trump Aussagen sind mit „Bullshit“ (Harry G. Frankfurt) nicht hinreichend beschrieben. Sie bewegen sich über Bereich des bloß Sprachlichen hinaus. Sie tun etwas. Sie erzeugen eine Atmosphäre der Erregung, des Ereignisses und des Aufbruchs hin zu einem Eigentlichen (eigentlich Relevanten).

Atmosphären sind extrem machtvolle Gebilde. Sie bedingen, so Gernot Böhme, „eine Neuorientierung der Aufmerksamkeit: weg von der Beurteilung der Dinge, die man wahrnimmt, hin zu dem, was man empfindet“. Die Atmosphäre, die von Trumps Worten ausgeht, ist mächtiger, perfider, vieldeutiger als das, was man eine rhetorisch kalkulierte „einschüchternde Wirkung“ oder „Stimmung bebender Größe“ nennen könnte (wie Adam Soboczynski in der ZEIT schrieb). Sie zwingt auch die logisch-rhetorisch Versiertesten in ihren Einflussbereich: die Vertreter der „Elitenmedien“. Wenn Trump, der nun mächtigste Mann der Welt, diese als „verzerrt und ungenau“ deklariert, provoziert dies bei den so Verurteilten Fassungslosigkeit – und die Frage, was man einem derartigen Statement sinnvollerweise entgegensetzen kann. „Ich bin kein Politiker.“

Die Macht Trumps ist die Macht der Atmosphäre. Eine verbal erzeugte, visuell unterlegte Atmosphäre, der es spielend gelingt, jeglicher Kritik an ihr den Zahn zu ziehen: nicht nur jener Kritik, die sich mit naivem Objektivitätsanspruch brav an der Widerlegung des Ungeheuerlichen abarbeitet; sondern auch derjenigen, die sich dreist an der ironischen Aneignung des Gesetzten versucht. Exemplarisch für die allgegenwärtige atmosphärische Kontamination ist eine Satire von Oliver Trenkamp auf SPIEGEL Online,  in der die Ausrufung alternativer Fakten als „Beginn einer neuen Freiheitsbewegung“ gepriesen wird: Trenkamp will performativ davon überzeugen, dass die Immanenz seiner kritischen Inszenierung sehr wohl Anspruch auf einen transzendenten, der Wahrheit verpflichteten Standpunkt erhebt.

Doch die Atmosphäre des Trumpschen Vokabulars, die Schein und Sein, Ernst und Ironie, Verstehen und Missverstehen unterschiedslos ineinander verschwimmen lässt, vervielfacht zwangsläufig die interpretatorischen und kommentatorischen Möglichkeiten seines Texts (von: „Mir sind alternative Fakten wesentlich lieber als das Totschweigen von Ereignissen“ bis: „Hä? … Soll das Satire sein?“: s. Kommentarleiste). Trenkamp partizipiert an der Ästhetisierung des Realen, natürlich ohne es zu wollen; ähnlich wie etwa Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt, wenn er formuliert: „Soll er doch. Er kann uns mal“.

Was die unter atmosphärischem Einfluss stehende Kritik der Aneignung mit dem Original teilt, ist die Lust am Draufhauen, an der Zerstörung – am Krieg? In den Worten von Trump-Unterstützer und Breitbart-Redakteur Milo Yiannopoulos: „Wir wollen den ganzen Scheiß in die Luft sprengen!“

Das Problem liegt jedoch nicht auf der Ebene der Ästhetik. Die Ästhetisierung des Realen schafft die Realität ja nicht ab. Vielmehr prägt sie ihre Gestalt auf machtvolle, gefährliche Weise. Die größte Macht besitzt nicht, wer Recht hat – sondern der Meister der Atmosphäre. „America first!“ (Rebekka Reinhard)

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Reflexe #2: Die Angst beim Spiel mit dem Luxus

Jörg Friedrichs monatliche Kolumne »Reflexe« geht in die zweite Runde, dieses Mal mit Lambert Wiesings Theorie des Luxus.

Lambert Wiesing ist Phänomenologe, und in seinem Buch über den Luxus kann man ganz wunderbar lernen, was diese philosophische Methode leistet und wie sie vorgeht. Allein dafür lohnt es sich schon, das Buch zu lesen. Aber es lohnt sich auch dann, wenn man eine aktuelle Antwort auf die große philosophische Frage „Was ist der Mensch?“ finden möchte.

Genauer gesagt, lautet die Frage, eben phänomenologisch formuliert: Wie ist es, sich als Mensch zu erleben? Natürlich wissen die meisten Menschen, wenn sie gefragt werden, dass sie Menschen sind. Aber was macht das Menschsein aus, und wann merken wir, dass wir gerade wirklich ganz Mensch sind? In seinem Buch über den Luxus will Wiesing genau diese Frage für die Gegenwart, für unser hier und heute beantworten. Er zieht dabei eine Linie von Schiller über Heidegger zu seiner eigenen Sicht, in der er ausgerechnet dem Luxus einen entscheidenden Platz zuweist.

Der Mensch merkt nicht ständig, dass er ein Mensch ist, diese Tatsache spielt im täglichen Leben, in dem wir uns um das nötige kümmern und in Zwängen eingebunden sind, auch nur eine untergeordnete Rolle. Nur in bestimmten Momenten, in eher außergewöhnlichen Situationen, die Wiesing die fruchtbaren Momente nennt, spürt man das eigene Mensch-Sein ganz besonders. Und was diese fruchtbaren Momente sind oder sein können, hängt, so argumentiert Wiesing, von der konkreten Situation ab, in der sich der Mensch befindet, von der Zeit, in der er lebt. Zu Schillers Zeiten waren dies andere Momente als vor hundert Jahren oder eben heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Schiller hat diesen besonderen Moment im Spiel gefunden, und Wiesing zitiert den berühmten Satz aus Schillers Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen, wonach es eine Identität zwischen dem „ganz Mensch sein“ und dem Spielen gibt. Allerdings lässt Schiller die Frage, was denn wirklich Spielen in diesem Zusammenhang sei, nicht so im Ungefähren, wie Wiesing meint. Wenn wir uns kritisch mit Wiesing beschäftigen wollen, lohnt es sich, zu verstehen, was es mit dem Spiel bei Schiller auf sich hat.

Schiller: Im Spiel ganz Mensch sein

Schillers Erläuterung des Spiels ist abstrakt, aber nicht verschwommen. Kurz gesagt, unterscheidet Schiller zwei Sphären, in denen der Mensch sich bewegt: die materielle, in der er handeln kann, mit der er das Endliche verändern kann, und die geistige, in der er das Unendliche erfassen, in die Form von Ideen bringen kann. Das Spielen ist der Versuch, beides zusammenzubringen, mit dem endlichen Handeln die unendliche Idee zu erreichen, sozusagen einerseits handelnd in die Unendlichkeit der Ideen hineinzureichen und andererseits das Unendliche der Ideen in die Endlichkeit unserer Leben hineinzuholen.

Dass Schiller dies als Spiel bezeichnet, liegt auf der Hand, wir können vermuten, dass er das Schauspiel dabei im Sinn hatte. Ein Schauspiel gelingt, wenn die Teilnehmer im endlichen Spiel die unendlichen Ideen, etwa der Freiheit, der Schuld, der Liebe, klar erkennen können. Aber es gibt andere Spiele, die diesem Konzept entsprechen, etwa das sportliche Spiel. Wir sagen auch, das ein Bergsteiger etwa mit „seinem Leben spielt“ wenn er an die Grenzen dessen geht, was er kann. Und wir verstehen auch, dass im Erreichen des Berggipfels ein menschliches Ideal real wird.

Wenn wir das Beispiel des Bergsteigers im Kopf behalten, dann kommen wir ganz selbstverständlich zu Heideggers besonderem Moment des Mensch-Seins, den Wiesing zitiert: die Angst. Heidegger hat sich im §40 von Sein und Zeit der Angst gewidmet. Wichtig ist aber, dass Heidegger die Angst von der Furcht unterscheidet. Wie Wiesing ist Heidegger Phänomenologe, und um Phänomene deutlich werden zu lassen, um sie klar sichtbar zu machen, nutzt man in dieser Disziplin gern Begriffe, deren Bedeutung ganz nah zusammenliegt, um unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Aspekte oder sogar verschiedene, wenn auch verwandte Phänomene kenntlich zu machen. Dabei wollen Phänomenologen diese Begriffe nicht etwa „richtig“ definieren, sie wollen auch nicht den täglichen Sprachgebrauch ändern. Es geht nur darum, etwas sichtbar, etwas einsehbar zu machen, und dazu benutzen sie für bestimmte Verschiedenheiten eben verschiedene Begriffe.

Heidegger: Angst, aber nicht Furcht

Furcht ist für Heidegger konkret, das, wovor man sich fürchtet, ist etwas reales, etwa eine Prüfung, einen Abgrund, ein wildes Tier. Daneben gibt es noch etwas anderes, was keine konkrete Gefahr als Anlass hat. Die Angst betrifft das Leben als Ganzes. Der Mensch kann Angst davor haben, den Sinn seines Lebens zu verfehlen, etwas Wesentliches zu versäumen. Wer diese Angst spürt, der spürt sein Mensch-Sein, denn die Angst betrifft immer die Frage, ob man den Sinn des eigenen Lebens finden, erkennen, erfahren oder ob man ihn verfehlen wird.

Man sieht schon, dass, anders als Wiesing meint, Schillers Spiel und Heideggers Angst gar keine verschiedenen Möglichkeiten sind, das Mensch-Sein ganz zu spüren. Ein Beispiel: Stellen wir uns eine junge Pianistin vor, die fleißig das Klavierspielen übt, und mit viel Gefühl, vielleicht sogar theatralisch, „Für Elise“ spielt. Ohne, dass sie es so ausdrücken würde, erlebt sie in diesem Spiel ihr Mensch-Sein, den Sinn ihres Lebens. Gleichzeitig erfasst sie die Angst, dass sie den Sinn ihres Lebens auch verfehlen könnte. Das kann unterschiedliches bedeuten: durch die Konzentration aufs Klavierspielen lässt sie andere Möglichkeiten aus, vielleicht verpasst sie die große Liebe ihres Lebens. Aber auch das Spiel selbst: Ist es wirklich das ganz große Erlebnis der Musik, oder will sie vielleicht nur anderen gefallen? Strebt sie vielleicht in Wirklichkeit nur eine Karriere an, wird die Musik als spielerisches Erlebnis dabei auf der Strecke bleiben? Sollte sie vielleicht gerade nicht Pianistin bleiben, um sich die Musik als Spiel zu erhalten?

Das sind die Ängste, die wir in jedem wahren Spiel finden, wir können sagen, dass das wahre Spiel immer in Angst stattfindet. Nicht etwa in konkreter Furcht, etwa vor ausbleibendem Applaus, oder davor, eine Prüfung nicht zu bestehen, oder einen Fehler zu machen. Die Angst ist, dass das Spiel selbst verfehlt wird, dass das große Gefühl nicht erreicht wird, welches sich einstellt, wenn praktisches Handeln und unendliche Idee zusammentreffen. Und es ist die Angst, dass aus dem Spiel Ernst werden könnte, wie wir sagen, dass es in die Alltäglichkeit des Geldverdienens zurückfällt.

Luxus: Ein Spiel in Angst?

Wie ist das nun mit dem Luxus, um endlich auf den eigentlichen Gegenstand von Wiesings Buchs zu kommen? Wiesing, ganz Phänomenologe, unterscheidet den Luxus vom Protz und vom Komfort. Protz richtet sich auf eine Wirkung bei anderen, er soll etwas signalisieren. Komfort macht die Benutzung eines Dings angenehmer, macht das Leben einfacher, weniger anstrengend. Beides hat also einen Nutzen, wohingegen Luxus eigentlich gar keinen Nutzen hat, jedenfalls auf keinen Fall um eines Nutzens Willen existiert. Der Luxus bietet eine rein ästhetische Erfahrung.

Wiesing meint, dass das Luxus-Erleben gerade für unser Hier und Jetzt der passende fruchtbare Moment ist, in dem sich das Mensch-Sein zeigt. In der durchfunktionalisierten, auf Effizenz der Mittelverwendung ausgerichteten Welt ist der Luxus als pure übertriebene Nutzlosigkeit sozusagen das Ausbruch, in dem sich der Mensch als Mensch und nicht nur als Teil einer Effizienzmaschine erlebt.

Aber ist der Luxus nicht auch ein Spiel im Sinne Schillers? Jeder Luxus hat das Zeug, das Schöne als Idee zu verkörpern. Nicht nur, dass wir jeden Luxus, der kein Protz ist, als schön empfinden, auch im luxuriösen Handeln, etwa im Müßiggang, im Musizieren nur für uns selbst, oder im bloßen Genießen des Anblicks der Natur, erleben wir etwas von den großen Ideen – denen des guten Lebens.

Und ist nicht jedes Spiel auch Luxus? Wenn wir diese Frage stellen, sind wir plötzlich ganz unmittelbar mit den politischen Zwängen unserer Zeit konfrontiert. Theater, sollen ihren Nutzen für die Gesellschaft eindeutig nachweisen, um die Mittelkürzungen in Grenzen zu halten. Sie sind Luxus, ja. Sie sollen es auch sein, ein möglichst für jeden erreichbarer und erlebbarer Luxus, so wie auch sportliche Spiele und Konzerte.

Schließlich ist auch die Angst im Heideggerschen Sinne dem Luxus nicht fremd, im Gegenteil, sie scheint zu ihm zu gehören wie zum Spiel. Denn jeder Luxus ist in Gefahr, als bloßer Protz zu enden, und somit als Luxus zu scheitern. Gleichzeitig begleitet jedes Luxuserleben die Angst, dass über den Luxus das Notwendige vergessen wird, dass der Mensch also im Luxus am Alltag scheitert.

Es scheint, als ob es gar keine Folge von verschiedenen Möglichkeiten gibt, den fruchtbaren Moment des Mensch-Seins zu erleben, die abhängig wäre von den historischen Umständen. Vielmehr scheint dieser fruchtbare Moment immer Aspekte des Spiels, der Angst und des Luxus zu haben. Dass der Luxus tatsächlich dazu gehört, kann man in Wiesings Buch sehr schön nachvollziehen.

Jörg Friedrich lebt in Münster und ist Philosoph und IT-Unternehmer. Er schreibt und spricht vor allem über technik-und wissenschaftsphilosophische Themen und Fragen der praktischen Philosophie (Ethik, politische Philosophie, philosophische Ästhetik). In seiner monatlichen Kolumne »Reflexe« reflektiert er über einen aktuellen philosophischen Ansatz und lädt zum kritischen Weiterdenken ein.

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»Reflexe« – die neue Kolumne von Jörg Friedrich. Folge 1: Markus Gabriels neuer Realismus

Jörg Friedrich lebt in Münster und ist Philosoph und IT-Unternehmer. Er schreibt und spricht vor allem über technik-und wissenschaftsphilosophische Themen und Fragen der praktischen Philosophie (Ethik, politische Philosophie, philosophische Ästhetik). In seiner neuen monatlichen Kolumne »Reflexe« reflektiert er über einen aktuellen philosophischen Ansatz und lädt zum kritischen Weiterdenken ein. 

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„Wir brauchen keine geschützten Denkwerkstätten, sondern eine lebendige Philosophie“

HOHE LUFT Chefredakteur Thomas Vašek widerspricht der These Peter Trawnys, die Philosophie liefe Gefahr, sich durch ihre zunehmende Popularisierung selbst abzuschaffen. Philosophie ist in Thomas Vašeks Augen für alle da und sollte sich nicht auf elitäre Scheindiskurse beschränken. 

Der Kapitalismus ist ein Übel. Rücksichtlos drängt er sich in alle Lebensbereiche, korrumpiert unsere Werte und Beziehungen – und wenn man Peter Trawny folgt, zerstört er jetzt auch noch die Philosophie. Den ganzen Artikel lesen

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Der Mörder in uns

»Wir bekommen die Irrationalität der Spezies Mensch vorgeführt, ihre Brutalität und Grausamkeit«

Für halb Deutschland ist jeden Sonntag Abend Tatort-Zeit. Fans jeder Altersstufe zieht es für dieses Ritual vor den Fernseher. Aber warum lieben wir Krimis so sehr? Ist es das Blut, die Spannung oder der menschliche Abgrund?

Rebekka Reinhard spürt im aktuellen Heft diesem Phänomen philosophisch nach. Hier geht es zum ganzen Text.

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Ontologischer Faschismus

Das Stichwort auf Martin Heideggers Notizzettel lautet »Rasse«; darunter steht, in der Handschrift des Philosophen, folgender Satz: „Wenn eine Rasse die Berührung mit dem, was allein Beständigkeit hat und geben kann – mit der Welt des Seyns – verloren hat, dann sinken die von ihr gebildeten kollektiven Organismen, welches immer ihre Größe und Macht sei, schicksalhaft in die Welt der Zufälligkeit herab.“

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Eine verlässliche Ausgabe und ein unredlicher Angriff – Vittorio E. Klostermann über die Heidegger-Gesamtausgabe

Vittorio E. Klostermann

Vittorio E. Klostermann, Verleger der Heidegger-Gesamtausgabe

Der Verleger der Heidegger-Gesamtausgabe Vittorio E. Klostermann antwortet auf ein HOHE LUFT-Interview mit Richard Wolin, das im März veröffentlicht wurde. Die Vorwürfe Wolins gegenüber der Arbeit des Verlages seien nicht haltbar und kompromittierend, so Klostermann. 

Richard Wolin, der US-amerikanische Ideenhistoriker, erhebt in einem in Hohe Luft abgedruckten Interview (Heft 3-2015) schwere Vorwürfe: „Seit Jahrzehnten wissen wir, dass es Probleme mit der Gesamtausgabe und der Publikationsgeschichte von Heideggers Werk gibt. Das ist ein Skandal. Eben gab es einen Artikel in der Zeit „Was heisst ‚N. Soz.?‚“ von Adam Soboczynski, der die Verbreitung und Ausmaß dieser Probleme bestätigt. Es gibt viele kompromittierende Passagen aus seinen Vorlesungen, die man einfach weggelassen hat. Und diese Probleme gibt es noch immer. Zum Beispiel ist der wichtige Briefwechsel mit seinem Bruder Fritz für die Forscher gesperrt. Und das Problem wird immer schlimmer, solange der Heidegger-Nachlass nicht völlig für die Forschung freigegeben ist.“ Den ganzen Artikel lesen

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Verändern wir die Welt! – Philosophisches Manifest

Unter dem Titelthema der neuen Ausgabe „Mutig, weiblich, wichtig – Manifest für eine Philosophie, die uns bewegt“ haben wir in zehn Punkten zusammengefasst, wie unserer Ansicht nach eine relevante, moderne Philosophie aussehen sollte. Uns interessiert, wie Sie darüber denken. Welche Erwartungen haben Sie an zeitgemäße Philosophie? Welche Rolle sollte sie in der Gesellschaft spielen?

Das ganze Manifest können Sie nun hier lesen und uns in den Kommentaren, auf Facebook oder Twitter Ihre Meinung dazu sagen. Wir freuen uns sehr über zahlreiche Stimmen und sind gespannt auf Ihre Ideen und Vorschläge für eine Philosophie, die uns alle angeht und bereichert.

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