Kategorie: Artikel


Zurück zur Natur?

Alle Welt scheint sich heute nach mehr Naturverbundenheit zu sehnen. Gegen die moderne Technik hingegen gibt es ein tiefes Misstrauen. Doch wie sinnvoll ist es, die Natur zu verklären? Und worum geht es wirklich beim Wunsch, zu den Wurzeln zurückzukehren?

HOHE LUFT-Volontärin Greta Lührs widmet sich diesen Fragen in der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT. Der ganze Artikel kann jetzt auch hier online gelesen werden.

Viel Spaß!

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Du sollst nicht lügen!

- Aber warum eigentlich?

Jeder missbilligt es, aber jeder tut es. Das Paradox der Lüge liegt darin, dass sie grundsätzlich schlecht ist, aber manchmal auch richtig.

HOHE LUFT-Chefredakteur Thomas Vašek und Philosophin Rebekka Reinhard laden am 01.04. um 20:00 ins Café Luitpold ein, um die Beziehung von Lüge und Wahrheit einer kritischen Prüfung zu unterziehen.
Wer vorab schon ein bisschen tiefer in die Materie dringen möchte, kann hier den Artikel aus der ersten Ausgabe von HOHE LUFT zum Thema Lügen lesen.

Viel Spaß!

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„Wer gesehen werden will, den kann man auch leicht überwachen“

Wenn Deutschlands wohl bekanntester Internet-Experte einräumt, er habe sich im Hinblick auf das Internet geirrt und es im gleichen Atemzug für „kaputt“ erklärt, kommt das, so der FOCUS, durchaus einer Zäsur gleich. Sascha Lobo setzt das Internet angesichts des NSA-Skandals mit „Totalüberwachung“ gleich – Anlass genug, das Netz auf Lobos Vorwürfe hin zu prüfen. HOHE LUFT-Chefredakteur Thomas Vašek hat den Versuch unternommen und festgestellt, dass wir nicht nur mit unserer Privatsphäre bezahlen – vielmehr zerstört Überwachung auch unser Vertrauen in das Netz. Sascha Lobo scheint diese These zu bestätigen.

Der ganze Artikel aus der neuen HOHE LUFT-Ausgabe, die heute in einer Woche erscheint, kann bereits jetzt hier gelesen werden.

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Liebe ist kein Gefühl

Tobias Hürter, stellvertretender Chefredakteur von HOHE LUFT, im Gespräch mit der ARD: In Anlehnung an seinen Artikel aus der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT erklärt Hürter was Liebe ist – und was sie nicht ist.

Hier kann das Interview online gehört werden.
Viel Spaß!

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Wahre Liebe

Das Fest der Liebe haben wir gerade erst gefeiert – ein guter Anlass also, um die Liebe einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Sie ist das größte Gefühl und das höchste Ideal. Doch was genau macht sie aus? Tobias Hürter versucht sich in der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT an einer Definition. Sein Artikel kann jetzt auch hier gelesen werden.

Viel Spaß!

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Gut sein für lau

Wer sich sozial engagiert, schuftet zum Nulltarif – auf freiwilliger Basis. Das macht soziales Engagement philosophisch interessant, widerspricht es doch der ökonomischen Logik des Eigennutzes.

Robin Droemer beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT mit dem Phänomen des sozialen Engagements und fragt, warum Menschen sich überhaupt engagieren. Sein Artikel kann jetzt auch hier gelesen werden.

Viel Spaß!

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Die graue Grütze

Das Gehirn ist eine hochkomplizierte Angelegenheit. Alle reden darüber, keiner versteht es richtig, aber viele glauben, es zu verstehen. Hirnforscher wollen Philosophen von vermeintlich jahrhundertealten Verwirrungen befreien. Philosophen wollen den Forschern beibringen, sorgfältig mit Begriffen umzugehen. Es wird viel belehrt, gestritten und aneinander vorbeigeredet.

In der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT schreibt Tobias Hürter, was Philosophen und Neurowissenschaftler von Immanuel Kant über das Gehirn lernen können. Der ganze Artikel kann jetzt hier gelesen werden.

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Wer hat an der Uhr gedreht?

Zeitmangel scheint ein Charakteristikum unserer Zeit zu sein: Kaum einer wünscht sich nicht mehr Zeit, weil er schlicht „keine Zeit“ hat. Das ist erstaunlich – hat doch der Tag für alle Menschen gleichermaßen 24 Stunden. Und doch kämpfen wir oft um mehr Zeit: Wir planen und organisieren und takten. Aber kann uns ein gutes Zeitmanagement überhaupt zu mehr Zeit verhelfen?

Nicht immer war Zeiteinteilung so wichtig wie heute: In früheren Gesellschaften etwa wurde Bedürfnissen zeitunabhängig nachgegeben. War man hungrig, aß man, war man müde, schlief man. Der Soziologe Norbert Elias unterschied im Zusammenhang damit zwischen passiver und aktiver Zeitbestimmung. Mit der Ablösung der passiven durch die aktive Zeitbestimmung sei die moderne Gesellschaft schließlich dazu gezwungen worden, „ihre physiologische Uhr an einer sozialen Uhr auszurichten“. Die Zeit wurde gewissermaßen zu domestizieren versucht – obwohl sie uns mehr denn je zu dominieren scheint.

Aber was ist Zeit überhaupt? Ist sie etwas, das objektiv, unabhängig von der Bestimmung durch den Menschen, existiert oder ist sie erfunden worden, um das Leben erst strukturieren zu können? Womöglich gibt es die Zeit im engeren Sinne gar nicht. Vielleicht ist unsere Vorstellung von ihr als dreidimensionaler Realität (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) nur ein Trugschluss?! Es wäre doch denkbar, dass die Vergangenheit nichts als Erinnerung ist und die Zukunft einzig als Erwartung in unseren Köpfen existiert. Das würde bedeuten, dass Zeit in nichts als eine ewige Gegenwart zerfällt und alles Sein im „Jetzt“ im Sekundentakt unwiderruflich verloren geht. Das Durchlebte würde fortan nur noch als Erinnerung bestehen und wäre nicht in einer tatsächlich existierenden Vergangenheit bis in alle Ewigkeit archiviert.

Aristoteles geht im Zusammenhang damit davon aus, dass erst Veränderungen, oder in seinen Worten „Bewegungen“, den Eindruck einer Richtung von Zeit erzeugen: „Wir messen nicht nur die Bewegung mittels der Zeit, sondern auch mittels der Bewegung die Zeit und können dies, weil sich beide wechselseitig bestimmen“. Zeit wäre demzufolge bloß eine Abfolge von Bewegungen, also von Veränderungen, die aus dem von uns Erlebten resultieren.

Ob es sie nun wirklich gibt, die Zeit, oder nicht, ob sie nur als Gegenwart besteht oder tatsächlich in drei Dimensionen zerfällt; was uns jedenfalls bleibt sind die Entscheidungen über unser Leben. Letztlich sind sie es, die unsere Vorstellung von Zeit strukturieren – und nicht umgekehrt.

- Christina Geyer

VERANSTALTUNGSHINWEIS

Zeit ist auch das zentrale Thema der diesjährigen Bieler Philosophietage (15.-17.11.):

„Die Bieler Philosophietage 2013 beschäftigen sich mit dem grundlegenden Begriff ‚Zeit‘ in einer Zeit, die die Zeit nutzen will für das, was die Lebenszeit wertvoll macht. Doch von welchen Werten ist die Rede in der ‚gestundeten Zeit‘?“

Das detaillierte Programm kann hier eingesehen werden.

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Wo die Ewigkeit wohnt

Friedrich Nietzsche würde heute vielleicht 169 Jahre alt werden, wenn er der von ihm geprägte Übermensch gewesen wäre. In Gedenken an den großen Philosophen hat der stellvertretende HOHE LUFT Chefredakteur Tobias Hürter einen Artikel über Nietzsches letzte Jahre verfasst, die von Krankheit und dem abgeschiedenen Leben im alpinen Oberengadin geprägt waren. Wie Nietzsche in einer ständigen Zerrissenheit zwischen Schwäche und Macht, Todessehnsucht und Lebensbejahung in den Bergen auf Zarathustra stieß, können Sie hier nachlesen oder in der allerersten Ausgabe HOHE LUFT.

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Zur Ästhetik von Topfreinigern

Seit jeher produzieren Menschen Kunst – und setzen sich mit dieser auseinander. Von Platon über Arthur Schopenhauer bis hin zu Martin Heidegger wurde immer schon versucht, Kunst auch philosophisch zu ergründen. Was ist der Sinn von Kunst? Ist sie selbsterklärend? Muss jeder Mensch ein Kunstwerk gleichermaßen begreifen können? Nicht nur die Kunst selbst, auch die Ansätze zur Erklärung ihres Sinns haben sich im Laufe der Zeit immer wieder stark verändert. Platon etwa war noch davon überzeugt, Kunst müsse zu einem tugendhaften Leben erziehen. Für ihn war Kunst eine pädagogische Maßnahme – etwas, das uns nach Wahrheit und Werten streben lassen sollte. Dabei unterschied Platon zwischen Künstlern, die etwas schöpferisch herstellen, wie etwa ein Tischler, und Künstlern, die sich mit der Darstellung der Wirklichkeit befassen, wie etwa Maler. Letztere würden Ideen der Wirklichkeit immer nur nachahmen, während Erstere  Ideen verwirklichen – und der Wahrheit somit näher stehen. Heute hingegen nehmen wir diese Unterscheidung kaum mehr vor – selten werden Baumeister Künstler genannt. Ruhm und Ehre scheint jenen Künstlern vorbehalten, die „Bilder zweiter Ordnung“ schaffen. Welche Idee wird uns nun aber durch moderne Kunst vermittelt? 1964 stellte Andy Warhol in New York eine Reihe von bedruckten Topfreiniger-Kisten der Marke Brillo aus – und deklarierte sie als Kunst. Was unterschied diese Kisten nun von jenen aus dem Supermarkt? Die Kunstwelt stand Kopf: Auf einmal schien alles Kunst sein zu können. Michael Hauskeller erklärt in Anlehnung an den Philosophen Arthur Danto den wesentlichen Unterschied zwischen einem Kunstwerk und einer gewöhnlichen Topfreiniger-Kiste. Was erst einmal paradox anmutet, gibt schließlich Antwort: Welche Kiste nun ein Kunstwerk ist, wissen wir erst, wenn wir wissen, welche Kiste ein Kunstwerk ist – zudem, und das ist wesentlich, müssen wir auch Kenntnis davon haben, warum jene Kiste Kunst ist, diese jedoch nicht. Kunst braucht Gründe und muss sich erklären können – auch wenn sie sich nur aus sich selbst heraus erklärt. – Oder in den Worten von Hauskeller: „Um das Werk zu verstehen, muss man die Metapher verstehen, auf der es beruht, also nicht nur die Bedeutung, sondern auch die Gründe, warum sie gerade auf diese und keine andere Weise zu verkörpern war.“

- Christina Geyer -

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