Kategorie: Aktuell


»Neue Konzepte und Ideen müssen her«

Das soziale Job-Netzwerk XING verleiht im Januar zum zweiten Mal den New Work Award, der innovative Modelle neuer Arbeitsweisen auszeichnet. HOHE LUFT liegt die Frage nach der Zukunft guter Arbeit sehr am Herzen und hat darum Marc-Sven Kopka, Vice President Corporate Communications der XING AG, einige Fragen über die den Wandel in der Arbeitswelt und den New Work Award gestellt. Den ganzen Artikel lesen

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Haben Sie FOMO?

Das Wochenende ist noch nicht mal in Sichtweite und Sie haben jetzt schon Angst, etwas zu verpassen? Erwecken Posts von Freunden in sozialen Netzwerken in Ihnen immer wieder das Gefühl, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein? Dann leiden Sie an FOMO, der »Fear Of Missing Out«. Psychologen nehmen an, dass diese eigentlich uralte Angst heute insbesondere von den sozialen Medien geschürt wird, da wir dort permanent mit den tollen Erlebnissen anderer Leute konfrontiert werden. Die Bilder vom Palmenstrand oder der lässigen Rooftop–Grillparty lassen unser derzeitiges Tun ziemlich alt aussehen. Wir bekommen das ungute Gefühl, dass das wahre Leben gerade ohne uns stattfindet. FOMO – das ist die Volkskrankheit der medial vernetzten Menschen.  Den ganzen Artikel lesen

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Philosophie, ab ins Museum!

Der Verein DenkWelten bringt die Philosophie ins Museum! Aktuell läuft die zweite Ausstellung „überdacht! philosophie mit weitblick“ im Landgrafenschloss Marburg. Ziel ist es, das Verständnis von Philosophie zu erweitern und die ästhetische Qualität von philosophischer Reflexion ins Zentrum zu rücken. Das Museum widmet sich nicht einzelnen Philosophen und ihrer Vita, sondern der Veranschaulichung von philosophischen Ideen. Die ausgestellten Exponate verdichten wichtige Überlegungen großer Philosophen und machen diese sicht- und greifbar. Wir haben Tobias Weilandt, Vorstandsmitglied von DenkWelten, einige Fragen gestellt.

HOHE LUFT: Welche Idee liegt dem Philosophie-Museum zugrunde? Welche Ziele stehen dahinter?
Tobias Weilandt: Philosophische Ideen werden in zumeist interaktiven Exponaten versinnbildlicht und so breiten Bevölkerungsschichten auf eine neuartige Weise zugänglich gemacht. Ziel ist es dabei, deren Philosophieverständnis grundlegend zu erweitern. Philosophieren, wie wir es verstehen, ist keine bloße Beschäftigung mit philosophischen Gedanken, sondern eine Wissenschaft, mit eigenen Methoden. Bei unseren Exponaten legen wir großen Wert auf fachwissenschaftliche Seriosität. Wir sind zwar gezwungen Theorien und Thesen zu vereinfachen. Bevor wir aber philosophische Ideen allzu sehr simplifizieren, verwerfen wir lieber das Konzept. Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist der, den wir „Ästhetik der Theorien“ nennen. Jedes Exponat spiegelt die ästhetischen Qualitäten der ihm zugrundeliegenden Theorie wider. So ist das Wittgenstein-Exponat sehr nüchtern und streng gehalten. Die Kombination aus Fachwissenschaftlichkeit und künstlerischer Verarbeitung macht unser Museumskonzept weltweit einzigartig.

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Exponat L. Wittgenstein: Die Welt ist alles, was der Fall ist. © DenkWelten/M. Siegel, Frankfurt 2013.

HOHE LUFT: Warum konzentriert sich das Museum mehr auf einzelne philosophische Ideen als auf deren Urheber?
Tobias Weilandt: Unser Ziel ist die Realisierung eines Philosophie-, nicht eines Philosophenmuseums. Wir legen ganz klar den Fokus auf die philosophischen Ideen eines Immanuel Kants oder Ludwig Wittgensteins. Die Biographien der jeweiligen Denker sind zwar sicherlich ebenfalls interessant, spiegeln aber nicht das Interesse der akademischen Philosophie wider. Eine Theorie oder eine These muss unabhängig von den biographischen Umständen untersucht werden. Sie sind irrelevant, wenn es darum geht, eine Überlegung auf ihre logische Konsistenz zu prüfen. Die philosophische Idee sollte im Mittelpunkt des philosophischen Interesses stehen. Genau diese Form der akademischen Praxis möchten wir auch in unseren Ausstellungen zeigen. Dass unsere Ausstellungsstücke trotzdem Philosophennamen tragen hat nur den Zweck, dass sie eine erste Orientierung durch die Ausstellung bieten

HOHE LUFT: In der aktuellen Ausstellung gibt es ein Exponat zu Gottlob Frege, das die Unterscheidung zwischen Sinn und Bedeutung aufgreift. Das zweigeteilte Stadtdiorama zeigt die Stadt einmal bei Morgen- und einmal bei Abenddämmerung. Beide Stimmungen sind geprägt von ein- und demselben Stern (Morgen-/Abendstern), der jedoch je nach Tageszeit einen unterschiedlichen Sinn hat. Was kann der Besucher daraus lernen?
Tobias Weilandt: Das Exponat „Der Morgenstern ist der Abendstern“ visualisiert Freges begriffliche Unterscheidung zwischen „Sinn“ und „Bedeutung“. Er erkannte, dass man sprachliche Ausdrücke nicht nur dadurch versteht, dass man weiß, worauf sie sich beziehen, sondern auch, wie auf das bezeichnete Objekt Bezug genommen wird. Am vorliegenden Beispiel lässt sich Freges Überlegung gut erklären: Als Abendstern bezeichnen wir den Stern, den wir abends als erstes sehen. Der Morgenstern hingegen ist der Stern, der als letzter am morgendlichen Himmel erscheint. Am Abend, wie am Morgen betrachten wir denselben Gegenstand, nämlich die Venus. Nach Frege haben also die Wörter Abendstern und Morgenstern dieselbe Bedeutung. Vertauschen lassen sich beide Bezeichnungen aber nicht, denn sie haben nicht denselben Sinn. Der Abendstern ist eben nicht der Stern, der morgens als letzter Stern zu sehen ist. In unserem Frege-Exponat verbildlichen wir diese Unterscheidung, indem wir je ein Stadtdiorama zur Morgen- und zur Abendzeit darstellen. Hier ist der Morgenstern bzw. der Abendstern zu sehen. Schaut man von oben auf die Dioramen, erkennt man, dass es sich bei beiden Sternen um denselben Gegenstand, nämlich die Venus handelt.
Das Exponat motiviert unter anderem zu der Frage nach dem Verhältnis von Sprache und Welt. Ist die Sprache tatsächlich nur ein bloßes Abbild der Welt, wie dies lange behauptet wurde?

HOHE LUFT: Welche Vorteile hat die Visualisierung abstrakter Ideen gegenüber der Lektüre?
Tobias Weilandt: Bereits im Alltag gelten Ausdrücke, wie Bildlichkeit oder Anschaulichkeit als Synonyme für Verständlichkeit. Der große Vorteil von Visualisierungen liegt darin, dass sie einen übersichtlichen Einblick in ein Thema geben. Sie können mehrere Sachverhalte gleichzeitig darstellen, denn die relevanten Informationen stehen räumlich nebeneinander. Die Informationen müssen nicht erst aus einer langen Liste von Sätzen extrahiert und ins Verhältnis gesetzt werden. Sie sind in einem Objekt fokussiert. Bestimmte Aspekte einer philosophischen Theorie können mehr oder weniger direkt abgelesen werden. Wir behaupten nicht, dass Visualisierungen in irgendeiner Weise besser seien als Texte. Beide Medien ergänzen sich gegenseitig. So gibt es zu jedem Ausstellungsstück einen kurzen Text, der den Blick des Betrachters lenken soll. Ganz ohne Kontextualisierung wären unsere Exponate auch nur Dekorationsgegenstände.

Tobias Weilandt im Interview mit HOHE LUFT-Redakteurin Christina Geyer

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Aktives Konsumieren

Pferdefleisch in der Lasagne, Sägespäne im Joghurt, Bioeier aus Legebatterien oder die Aufschrift »100 % natürlich«. Als Verbraucher hat man es nicht leicht. Ständig wird man Opfer von Täuschungsmanövern der Industrie, die uns tägliche Konsumgüter vorsetzt, die gar nicht das halten, was sie versprechen. Und da man es nicht besser weiß und oft auch nicht anders kann, greift man eben zu. Um sich dann kurzzeitig aufzuregen, wenn ein neuer Skandal vorübergehend die mediale Berichterstattung beherrscht und dann weiterzumachen wie gehabt. Den ganzen Artikel lesen

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Muscheln sammeln gegen den genealogischen Abgrund

Kein Stuhl bleibt leer in der Denkerei, Berlin-Kreuzberg. Und immer noch strömen neue Zuhörer in den Raum. Es sind die echten Fans, die ohne Anmeldung, die auf den Stehplätzen. Es ist die Südkurve der Philosophie, und sie grölt heute für Sloterdijk.

Der Meister hat mal wieder mit Tinte gekleckst. Ergebnis: „Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“. Ein gewaltiges Feuerwerk deutscher Sprache, das jedem die Haare versengt, der sich frei wähnt, wirklich Neues zu erschaffen. Denn die schrecklichen Kinder sind Bastarde. Jene, die sich von allem lossagen, ohne Rücksicht auf Vor- und Nachfahren: Die Napoleons, die Marcel Duchamps, die Avantgarde. Das Bürgertum ist empört, und Klassensprecher Sloterdijk weist die Frechdachse in ihre Schranken. Keine Zukunft ohne Herkunft! Den ganzen Artikel lesen

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Eine Frage der Verantwortung

Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen? HOHE LUFT machte diese und andere Fragen zum Ausgangspunkt einer neuen Veranstaltungsreihe: unter dem Titel »geistreich« kamen am 26.11. in der Bucerius Law School in Hamburg vier Experten aus Philosophie und Wirtschaft zusammen, um unter der Moderation von Ina Schmidt über die verschiedenen Formen und Auffassungen von Verantwortung zu sprechen. Den ganzen Artikel lesen

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Der Papst und die Monaden

Als Papst Franziskus vorgestern vor dem Europaparlament sprach, sagte er mitten in seiner Rede einen Satz, der so erstaunlich ist, dass man ihn in voller Länge wiedergeben muss:

»Es gibt nämlich heute die Tendenz zu einer immer weiter reichenden Beanspruchung der individuellen – ich bin versucht zu sagen: individualistischen – Rechte, hinter der sich ein aus jedem sozialen und anthropologischen Zusammenhang herausgelöstes Bild des Menschen verbirgt, der gleichsam als ›Monade‹ zunehmend unsensibel wird für die anderen ›Monaden‹ in seiner Umgebung.«

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Nicht glauben – sondern wissen

Die Naturwissenschaften schicken sich an, uns die ganze Welt zu erklären. Die Lücken, die noch bleiben, werden von Jahr zu Jahr weniger. Das Übersinnliche, das früher zur Erklärung des Unerklärlichen herhielt, scheint ausgedient zu haben. Dennoch hebt sich in vielen Gesellschaften eine Tendenz zu einer neuen Spiritualität ab. Obwohl besonders Großstädter inzwischen Yoga, Meditation und andere Selbstübungen für sich entdeckt haben, wird das Ganze gerne als seichter Wellness-Trend abgetan, das mit der rationalen Disziplin der Wissenschaft nichts zu tun hat.
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Jetzt am Kiosk: Die neue HOHE LUFT

HL_Cover_0115_großMit Sprache kann man nicht nur Dinge beschreiben. Sie ist sehr viel machtvoller. In der heute erschienenen HOHE LUFT-Ausgabe gehen wir der Frage nach, wie wir durch Sprache unsere Lebenswelt strukturieren und verändern können.
Keine philosophische Strömung ist so bedeutsam für die US-amerikanische Kultur wie die des Pragmatismus. Wir werfen einen Blick auf die Zusammenhänge zwischen pragmatistischem Denken und dem »American Dream«.
Weitere Themen dieses Mal: Die Ambivalenz der neuen Rituale. Können Vorurteile gut sein? Über die Kraft der ästhetischen Erfahrung. Sind wir zum Spenden verpflichtet? Und: HOHE LUFT zu Gast in Cambridge­ – Der Philosoph und Ökonomie-Nobelpreisträger Amartya Sen im Interview über globale Gerechtigkeit und das gute Leben.

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Zur Vorweihnachtszeit haben wir ein ganz besonderes Angebot für Sie: Sichern Sie sich jetzt Ihr HOHE LUFT Abo zum Selberlesen oder Verschenken und Sie bekommen ein hochwertiges Notizbuch von sensebook im HOHE LUFT-Design von uns geschenkt. Zu den Angeboten geht’s hier lang.

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Künstler-Radar und Jutebeutel-Kommunikation

Noch bis morgen läuft die Affordable Art Fair in Hamburg. Wir haben die Kunstmesse zum Anlass genommen, über den Sinn von Mode nachzudenken. Dazu haben wir Hobbykulturproduzent Uwe Lewitzky einige Fragen gestellt. Ein Interview über (abnehmende) Individualität, Kommunikation und die Ehrlichkeit, so sein zu dürfen, wie alle sind. Lewitzky ist übrigens auch auf der Affordable Art Fair vertreten. Den ganzen Artikel lesen

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