Kategorie: Aktuell


HOHE LUFT im NDR

Letzten Samstag war es soweit: HOHE LUFT goes TV!

Im Rahmen der NDR-Nordtour wurde das Generalsviertel in Hamburg vorgestellt, in dem auch HOHE LUFT seinen Verlagssitz hat. Volontärin Greta Lührs präsentierte dem NDR unsere Zeitschrift und erklärt, woher der Name HOHE LUFT eigentlich stammt.
Wer die Sendung verpasst hat, kann den Beitrag zum Generalsviertel nun auch hier online ansehen.

Viel Spaß!

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Zurück zur Natur?

Alle Welt scheint sich heute nach mehr Naturverbundenheit zu sehnen. Gegen die moderne Technik hingegen gibt es ein tiefes Misstrauen. Doch wie sinnvoll ist es, die Natur zu verklären? Und worum geht es wirklich beim Wunsch, zu den Wurzeln zurückzukehren?

HOHE LUFT-Volontärin Greta Lührs widmet sich diesen Fragen in der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT. Der ganze Artikel kann jetzt auch hier online gelesen werden.

Viel Spaß!

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Du sollst nicht lügen!

- Aber warum eigentlich?

Jeder missbilligt es, aber jeder tut es. Das Paradox der Lüge liegt darin, dass sie grundsätzlich schlecht ist, aber manchmal auch richtig.

HOHE LUFT-Chefredakteur Thomas Vašek und Philosophin Rebekka Reinhard laden am 01.04. um 20:00 ins Café Luitpold ein, um die Beziehung von Lüge und Wahrheit einer kritischen Prüfung zu unterziehen.
Wer vorab schon ein bisschen tiefer in die Materie dringen möchte, kann hier den Artikel aus der ersten Ausgabe von HOHE LUFT zum Thema Lügen lesen.

Viel Spaß!

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Verstehen zu verstehen

Kunst trifft Philosophie – es ist eine ganz besondere Ausstellung, die am 17. April im Nietzsche-Dokumentationszentrum eröffnet wird: »Verstehen zu verstehen. Kunst zu Nietzsche & Wittgenstein«. Genau genommen ist es sogar eine Ausstellungstrilogie: Drei Berliner Künstler haben sich in ihren Werken mit dem Denken Friedrich Nietzsches und Wittgensteins auseinandergesetzt. Was dabei herauskam, ist nun in Naumburg in drei Ausstellungsphasen zu besichtigen.

Den Anfang (17.4.–19.7.) macht Hans-Peter Klie, der Initiator und künstlerische Kurator des Projekts. Er beschäftigt sich seit langem mit Nietzsche und Wittgenstein und versucht nun unter dem Titel »Wir Metaphysiker«, die Brücke von ihnen zur Kunst zu schlagen. Er kombiniert Texte – nicht nur von den beiden großen Philosophen – mit Bildern und Objekten zu Kunstwerken, für die es noch keinen Genre-Namen gibt.

Als nächstes hat Martin von Ostrowski seinen Auftritt, vom 24.7. bis 24.9. unter dem Titel »Kopfmuster«. Ostrowski stellt Nietzsche und Wittgenstein buchstäblich gegenüber, in Form ihrer Kopfsilhouetten, und arbeitet sich dann von dort ins Abstrakte vor.

Den Schluss setzt Susanne Pomrehn vom 9.10. bis zum 14.12. unter dem Titel »In Between«. In enger Zusammenarbeit mit Fachphilosophen setzt Pomrehn die Texte Nietzsches und Wittgensteins in Struktur um, mittels Conceptional- und Mind-Map-Methoden. Der Text wird sozusagen zum erfahrbaren Objekt.

Wie setzt sich ein Künstler mit philosophischen Texten auseinander? Es führt kein gerader Weg von der Philosophie zur Kunst. »Ich kreise über den Texten«, sagt Hans-Peter Klie. Was dabei herauskommt, hat er nicht in der Hand: »Die Einsichten gehen durch mich hindurch«, sagt er. Dabei ist er sich sicher, dass die Kunst auch helfen kann, die teils ziemlich rätselhaften Texte Nietzsches und Wittgensteins zu verstehen. Gerade Wittgensteins Texte haben oft mehrere Bedeutungsebenen: eine zeitlos philosophische Ebene und eine persönliche Ebene. Manchmal sind diese Ebenen deutlich getrennt, zum Beispiel im Tractatus Logico-Philosophicus und den Geheimen Tagebüchern, die Wittgenstein parallel während des Ersten Weltkriegs schrieb. Manchmal laufen sie tief ineinander. Die Kunst kann sie erkennbar machen.

Aber nicht nur wegen der drei Ausstellungen lohnt sich die Reise nach Naumburg. Das Nietzsche-Dokumentationszentrum ist an sich schon die Reise wert. Es ist ein Schatzstück der deutschen Philosophie, das bisher leider zu wenig öffentlich wahrgenommen wird.

- Darum lädt HOHE LUFT gemeinsam mit dem Nietzsche Dokumentationszentrum zwei Personen zur Vernissage am 16.04. ein.
Eröffnet wird die Vernissage von Stephan Dorgerloh, Kultusminister von Sachsen-Anhalt.

Sie wollen die Vernissage besuchen?

Schreiben Sie uns eine Email an: info@hoheluft-magazin.de
- und lassen Sie uns wissen, warum Sie die Verknüpfung von Kunst und Philosophie für spannend erachten. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Viel Glück!

- Tobias Hürter

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DIE NEUE HOHE LUFT!

Ab heute ist die neue HOHE LUFT im Handel!

In der neuen Ausgabe von HOHE LUFT 03/14 beleuchten wir Erich Fromms Kritik am Haben und stellen fest: Besitz bietet auch Chancen. Im Rahmen unseres Jahres der Werte fragen wir uns: Warum eigentlich gut sein? Was spricht dafür, moralisch zu handeln?

 

 

Dieses Mal im Fokus: Zeit. Unser ständiger Begleiter, der sich doch nicht greifen lässt.
Außerdem im neuen Heft: Was ist Wissen? Die dunkle Seite des Fortschritts.
Zurück zur Natur?
Und im Interview spricht Markus Gabriel darüber, warum es die Welt nicht gibt - und lästert über Platon, Kant & Co.

Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis der neuen Ausgabe.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf Ihre Anmerkungen!

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HOHE LUFT auf der Leipziger Buchmesse

Unser Verlag war auch dieses Jahr wieder mit einem Stand auf der Buchmesse in Leipzig vom 13. bis 16. März vertreten. An den vier Tagen konnten Messebesucher neben HOHE LUFT auch die anderen Magazine unseres Hauses kennenlernen: EMOTION, Die Deutsche Bühne und Tierwelt live. Bei einem so vielfältigen Zeitschriftenangebot blieben die Literaturbegeisterten gerne ein Weilchen bei uns am Stand und bekamen natürlich auch das ein oder andere Heft mit nach Hause. Mit Schokokeksen und vielen netten Gesprächen verging die Zeit auch für das Verlagsteam wie im Flug.

Unser Stand in Halle 3

Unser Stand in Halle 3

Die Qual der Wahl...

Die Qual der Wahl…

Fotos: Tabea Schulz

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Monolog im Dunkeln

Meine Hand ist nicht mehr da. Ich berühre sie zwar, ich rieche das Mückenspray, doch Sehen kann ich sie nicht. Dunkelheit umgibt mich, dabei zeigt das Handy zeigt gerade mal acht Uhr abends. Schuld ist die fehlende Lichtverschmutzung: Ich befinde mich in einem Baumhaus, mitten im Laotischen Dschungel. Die nächste Holzhüttensiedlung ist eine Stunde entfernt, die nächste Strasse oder Stadt doppelt so weit. Ein perfekter Ort zum Philosophieren. Denn Dunkelheit nimmt mir die gewohnte Orientierungshilfe. Wenn ich erkältet bin, kann ich nichts schmecken und nichts riechen, mit Handschuhen fühle ich nicht mehr und meine Ohrstöpsel machen mich fast taub. Aber auf meinen Sehsinn verzichte ich hingegen nur ungern. Was sagt das über mich aus?

Wir gehen wie selbstverständlich davon aus, dass der Mensch fünf Sinne besitzt – auch wenn mancher sich auf seinen sechsten Sinn verlässt. Tatsächlich ist sogar sechs wohl noch zu bescheiden. Was wir Tastsinn nennen lässt sich etwa in mindestens zwei Sinne unterteilen: Wir können nicht nur Oberflächen erfühlen, sondern auch heiß und kalt unterscheiden. Wer zu tief ins Glas schaut, beeinträchtigt damit seinen Gleichgewichtssinn. Auch unser Schmerzempfinden wird heute als eigener Sinn gezählt. Wie viele Sinne wir haben, ist also alles andere als selbstverständlich. Manche Forscher gehen sogar von 21 Sinnen aus. Und da sich unsere Sinne ohne Frage im Laufe der Evolution gebildet haben, ist es nicht per se ausgeschlossen, dass sich uns im Laufe der Zeit noch weitere Sinne eröffnen (oder verschliessen) werden.

Doch ob fünf oder 21: Mein Sehsinn ist mir momentan der wichtigste. Es ist zwar kein richtiger Supersinn, wie etwa beim Hund die Nase oder beim Adler das Auge, aber trotzdem mein Haupt-Sinn. Das Primat des Sehvermögens ist jedoch nicht universell, sondern vielmehr eine Norm des Abendlands. Schon Heraklit ist sich sicher, dass die Augen “genauere Zeugen” als die Ohren seien, und auch Kant nennt den Sehsinns den “edelsten” von allen. Bis heute basiert unsere (philosophische) Sprache im beträchtlichen Ausmaß auf Wörtern, die auf den Sehsinn referrien. Platon etwa nannte das, was er als die wirkliche Wirklichkeit empfand die “Idee” – was Urbild, Erscheinung oder Aussehen bedeutet. Kant wiederum spricht in diesem Sinne von der reinen “Anschauung”. Noch heute wollen wir Einsicht in diese Ideen erlangen. Dazu formen wir aus unseren Gedanken Theorien ( =”die Schau”), bis wir zu einer Erkenntnis gelangen. Und wer die nicht erlangt, hat’s eben nicht “geblickt“.

Natürlich spielen auch die anderen Sinne eine Rolle in der abendländischen Philosophie. Doch innerhalb dieser Sinnordnung steht das Sehvermögen eindeutig im Vordergrund. Der Philosoph und Sinologe Rolf Elberfeld weist darauf hin, dass diese Gewichtung in verschiedenen Kulturen unterschiedlich ausfällt – und uns dies weit mehr beeinflusst, als man zunächst annehmen mag. So erwähnt Elberfeld beispielsweise die Yogacara-Schule des Buddhismus, die eine Theorie des Erfahrungswissen aufstellt, in welcher der Geruch als Interpretationsansatz dient. Unsere Eindrücke und Erfahrungen lagern sich demnach im Körper ab wie Gerüche in Kleidungsstücken. Wir sind von unserem Erfahrungsmuster “durchduftet”. Dass sich diese Gewichtung von Sinnen in Sprache und Kultur niederschlägt, verändert unsere Weisen der Welterschliessung . Der, dessen Sprache und Kultur den Geruch in den Vordergrund stellt, wird sich der Welt wahrscheinlich anders nähern als derjenige, der auf das visuelle fixiert ist. Er wird andere Dinge für wichtig erachten, sich selbst anders definieren. Und er wird vielleicht auch anders philosophieren. Anstatt beispielsweise in der Ontologie den Gegenstand ins Zentrum zu rücken, könnte die Atmosphäre eine bedeutendere Rolle spielen. Solch eine Orientierung ist natürlich nicht zwingend, wird dem Individuum aber durch seine Kultur “nahegelegt”, wie Elberfeld sagt.

Unsere Sinne sind also nicht nur gegeben, sondern auch erlernt. Sie sind ein sozial geprägtes Modell, mit dem wir die Welt interpretieren. Die Nacht im Dschungel hat mir das noch einmal verdeutlicht. Meines persönlichen Supersinns beraubt, stellt sich mir die Welt ganz anders dar – nämlich hauptsächlich akustisch. Jemand, der daran gewohnt ist, sich auf sein Gehör zu verlassen, wäre wohl nicht halb so verloren wie ich. Philosophie heißt, das Gewohnte zu bezweifeln. Manchmal muss man erst im Urwald schlafen, um zu merken, was das eigentlich bedeutet.

Robin Droemer

 

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»Zorn verschwindet nicht dadurch, dass man ihn gut kennt«

HOHE LUFT_live zur Philosophie als Selbstpraxis

Der dritte HOHE LUFT_live Abend in diesem Jahr widmete sich ganz dem wahren Leben. Statt analytisch-theoretischer Exegese stand dieses Mal die Philosophie als Selbstpraxis im Vordergrund. Dazu war der Kölner Philosoph, Filmemacher und Musiker Theo Roos zu Gast und sprach mit HOHE LUFT Chefredakteur Thomas Vašek in der vollbelegten modern life school über die Bedeutung der Philosophie als Lebenskunst für den Alltag.  Den ganzen Artikel lesen

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Der Gott des Lasters

Vom Marquis de Sade kann man halten, was man will. Man kann ihn krank und pervers nennen, einen Fürsten der Schmerzen, Gotteslästerer oder Porno-Philosophen. Nur eines war de Sade nicht: unglaubwürdig. Was er predigte, das lebte er auch – und war dabei so konsequent wie die wenigsten Philosophen.

Der Artikel aus der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT ist jetzt online und kann hier gelesen werden.
Viel Spaß!

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Das ist Kunst

Für die einen ist schon ein an die Wand geschraubter Mülleimer Kunst, für andere erst da Vincis »Mona Lisa«. Für manche zählt DJ Bobo dazu, für andere nur Bach. Was also macht Kunst aus? Wann ist ein Werk ein Kunstwerk?

Redakteur Robin Droemer sucht in seinem Artikel aus der aktuellen Ausgabe von HOHE LUFT nach Antworten. Sein Artikel kann jetzt auch hier online gelesen werden.

Viel Spaß!

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