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Gegen den Strich ist sexy

Kolumne: »Schöne Gedanken«

Weiblichkeit und Männlichkeit sind nicht zuletzt deshalb so spannend, weil sie Gegenpole sind. Sie sind in vieler Hinsicht das Gegenteil voneinander – und Frauen finden ganz andere Dinge an Männern attraktiv als Männer an Frauen. Umso erstaunlicher ist, dass es ein Persönlichkeitsmerkmal gibt, das Frauen und Männer gleichermaßen anzieht: Nonkonformismus.

Frauen mögen unangepasste Männer, und Männer mögen unangepasste Frauen – zumindest, wenn es ums erste Date geht. Das ergab eine Studie australischer Psychologen, die kürzlich im Personality and Social Psychology Bulletin erschienen ist. Die 115 Probandinnen und Probanden der Studie bekamen Fotos von Menschen des jeweils anderen Geschlechts vorgelegt, bewerteten sie nach deren Attraktivität und gaben eine Einschätzung, ob der oder die Abgebildete eher »sein eigenes Ding macht« oder »bei den anderen mitmacht«.
Eindeutiges Ergebnis: Eigenwilligkeit zieht bei beiden Geschlechtern. Aber dabei gibt es eine bemerkenswerte Asymmetrie: Für die meisten Menschen ist es keine Überraschung, dass rebellische Männer attraktiver sind als Mitläufer. In der Studie zeigte sich jedoch, dass Frauen eher glauben, dass Angepasstheit bei Männern besser ankommt. Irrtum! Gegen den Strich ist sexy.

– Tobias Hürter

2 Kommentare

  1. Für eine philosophische Zeitschrift ist diese Kolumne, die dem Bereich Wissenschaft zugeordnet ist, schlicht unwissenschaftlich. Wenn Sie sich, Herr Hürter mit der eigentlichen Wissenschaft dieses Themas, nämlich Gender Studies, ausreichend auseinandersetzen würden, wären Ihre Gedanken überflüssig.

    Männlichkeit und Weiblichkeit sind soziale Zuordnungen, man spricht deswegen von „Gender“. Ich schlage Ihnen höflich vor, sich zuerst mit einem Thema wissenschaftlich auseinanderzusetzen, um danach eine Kolumne über dieses Thema zu verfassen. Danke.

    • Der Autor meint hier bestimmt den Geschlechtsbegriff aus der Biologie (eine sehr etablierte Wissenschaft). Die meisten Menschen haben recht klar erkennbare physische Geschlechtsmerkmale. Und fast jeder Mensch, den ich kenne, bezeichnet sich aufgrund dieser Merkmale als weiblich oder männlich.

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