5 Jahre HOHE LUFT

Wie die Zeit vergeht! 5 Jahre ist es her, dass unsere allererste Ausgabe erschien. Zu diesem Anlass erzählt unser stellvertretender Chefredakteur Tobias Hürter, wie es zu dem Namen HOHE LUFT kam:

“Wie wärs mit Elias?” – “Oh nee, wie altertümlich! Liam ist doch toll.” – “Wie bitte? Du willst einen dieser Modenamen?” Haben Sie schon mal einen Namen für ein Kind gesucht? Dann wissen Sie wohl, wie schwer das werden kann. Glauben Sie uns, einen Namen für ein Magazin zu suchen ist noch schwerer. Wir erinnern uns an lange Diskussionen beim Bier und am Konferenztisch, an endlose Grübeleien auf einsamen Spaziergängen, an unzählige erwogene und wieder verworfene Namenskandidaten, von “Sinn” über “Sokrates” bis hin zu Ideen, die hier besser ungenannt bleiben. Eines Tages saßen wir über der Namensfrage in einer großen Runde im Verlag zusammen, der seinen Sitz in der Hoheluftchaussee in Hamburg hat. Unsere Artdirektorin ließ ihren Blick aus dem Fenster schweifen und schlug unvermittelt vor: “Wie wärs mit HOHE LUFT?” In der Runde wurden die Köpfe gewogen, dann zunächst zögernd, schließlich immer fester genickt. Es wurden noch Nachforschungen angestellt, ob der Name des Hamburger Stadtteils Hoheluft tatsächlich auf den dort aufgestellten Galgen im 17. Jahrhundert zurückgeht, doch ist die Herkunft nicht eindeutig bewiesen. Als wir schließlich fanden, dass auch Friedrich Nietzsche von der “klaren hohen Luft” spricht, die den denkenden Geist belebt, hatte das noch ungeborene Baby – die allererste Ausgabe unseres Magazins war zu diesem Zeitpunkt noch nicht konzipiert – seinen Namen. Mit einem Magazin ist es ähnlich wie mit einem Kind: Es ist großartig, dass es in die Welt kommt. Die Namenssuche ist eine süße Mühe.

Mit dem richtigen Namen konnte es endlich losgehen und am 17.11.2011 erschien die erste Ausgabe, die schon seit längerer Zeit vergriffen ist.
Für alle, die mit uns in Erinnerungen schwelgen möchten, gibt es hier die Titelgeschichte der ersten Ausgabe hl_1_11_cover»Du sollst nicht lügen! – Aber warum eigentlich nicht?«. Angesichts aktueller Geschehnisse und des viel besprochenen ‚postfaktischen‘ Zeitalters scheint diese Frage auch fünf Jahre nach Erscheinen noch aktuell zu sein…

Wir danken unseren treuen Lesern, ohne die ein Heft wie HOHE LUFT nicht möglich wäre. Wir hoffen, dass Sie auch weiterhin Lust am Denken haben und wir Sie noch mit vielen anregenden Ausgaben versorgen dürfen.

Herzliche Grüße von Ihrem HOHE LUFT-Team