Precht und die Frauen

Er sieht gut aus, ist charmant und unkompliziert – damit sticht Richard David Precht unter Philosophen hervor. Wie wirkt Precht auf Frauen? Hier auf dem Philosophicum in Lech, wo er heute morgen vortrug, hatten wir Gelegenheit, dieser Frage nachzugehen. Wir befragten Zuschauerinnen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Sozialisation, wie Precht bei ihnen rüberkam.

Kurz gesagt: Precht ist eine Bombe. „Einfach ein guter Typ“, schwärmte eine ältere Besucherin, „locker, leicht und mit einer tollen Bühnenpräsenz.“ Besonders mit seinem Humor reißt Precht die Frauen mit. Eine jüngere Zuschauerin musste sich geradezu bemühen, auch Prechts intellektuelle Qualitäten anzusprechen: „Noch dazu ist er ein großartiger Philosoph!“, jubelte sie, „jahrelang habe ich mit Kant und Hegel abgemüht, und jetzt kommt Precht und präsentiert das alles so anschaulich und beschwingt.“

Auch Greta Lührs wurde ganz schwummrig bei Precht

Auch Männer waren beeindruckt davon, dass Precht einen rhetorisch geschliffenen Vortrag über den Aufstieg und Abstieg des Ich-Konzepts in der Philosophiegeschichte völlig frei aus dem Ärmel schüttelte. Selbst tief verschachtelte Zitate gab er aus dem Gedächtnis wieder.

Wie sollen andere Männer neben diesem Precht bestehen? Das fragten sich wohl viele im Stillen. Der Grazer Philosoph Peter Strasser, der gleich nach Precht sprach, spielte in seinem Vortrag mit dem Gedanken, sein Gesicht operativ verschönern zu lassen, um etwas telegener zu werden. Er verwarf diesen Plan jedoch – die Menschen hätten zwar ein Recht auf sein philosophisch Bestes. Die vorhandene Optik muss aber reichen.

– Tobias Hürter, Greta Lührs, Thomas Vašek